Atletico de Madrid s player Antoine Griezmann and Nico Gaitßn and Malaga CF Gonzalo Chory Castro and Ignacio Camacho during a match of La Liga Santander at Vicente Calderon Stadium in Madrid. October 29, Spain. 2016. PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxPOLxDENxNORxSWExONLY (20161029044)

Foto: © imago / Alterphotos
Kaum hat Luiz Gustavo den Verein in Richtung Marseille verlassen, hat der VfL Wolfsburg auch schon einen Nachfolger verpflichtet. Mit Ignacio Camacho kommt vom FC Malaga ein Spieler, der von der Spielweise dem Brasilianer nicht ganz unähnlich ist. Sollte man sich den Spanier direkt holen? Comunioblog macht den Check.

Position: Mittelfeld, wo er sich auf der Sechs am wohlsten fühlt. Allerdings kann Camacho auch auf der Acht spielen. Doch von seiner Spielweise gehört er mit seiner robusten Art (15 Gelbe Karte in der vergangenen Saison) vor die Abwehr und ist damit ein Eins-zu-eins-Ersatz für Luis Gustavo, den die Wölfe für 15 Millionen zu Olympique Marseille haben ziehen lassen. Einziger Unterschied: Camacho ist Rechtsfuß.

Bisherige Karriere: Ursprünglich begann er seine Karriere bei Real Zaragoza, doch seine erste Schritte im Profifußball unternahm er bei Atletico Madrid, wo er 2008 sein LaLiga-Debüt feierte. Nach drei Jahren bei den Rojiblancos zog es Camacho im Januar 2011 dann zum FC Malaga, wo er noch einenVertrag bis 2019 besessen hätte.

Für die Seleccion lief er bislang ein einziges Mal auf: Im November 2014 durfte er in der 2. Hälfte ausgerechnet gegen Deutschland ran. Damals stand auch Robin Knochen im DFB-Kader. Ansonsten durchlief er alle U-Mannschaften Spaniens. 

Freiburgs Neuzugang Philipp Lienhart im Comunio-Check: Chancen, Marktwert, Potenzial
Real Madrid s Philipp Lienhart during the semifinal of the playoff to second division of Spain, Liga Adelante, between Real Madrid Castilla and Lleida Esportiu. Jun 10,2016. PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxPOLxDENxNORxSWExONLY (20160611026)

Ein königlicher Verteidiger für die Breisgauer. Dabei wird Freiburg nicht größenwahnsinnig, sondern holt einen hochinteressanten Mann. Der Konkurrenzkampf wird größer in der Abwehr. Comunioblog macht den Check.

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Einstiegsmarktwert: Fünf Millionen. Bei comunio.es hatte er in der vergangenen Saison einen Marktwert von 4,5 Millionen. Klar, dass er nun in Deutschland als Neuzugang erstmal ein bisschen teuerer ist. Damit bewegt sich Camacho bei den Wölfen in der Preisklasse von U21-Europameister Maxi Arnold (4,8 Mio.) und Daniel Didavi (5,6 Mio.). Lediglich Yunus Malli ist mit einem Marktwert von über sechs Millionen teuerer. Auch Wolfsburgs anderer Neuzugang Dimata kostete zu Beginn fünf Millionen.

Situation: Da Gustavo den Verein verließ und der VfL Wolfsburg derart schnell einen Nachfolge präsentierte, kann man davon ausgehen, dass die Niedersachsen wissen, wen sie da verpflichtet haben. Daher dürfte Camacho erstmal gesetzt sein.

Allerdings hat er mit Richedly Bazoer, Maxi Arnold und Joshua Guilavogui Konkurrenz auf seiner Position, die alle die Bundesliga schon kennen. Auch Yannick Gerhardt fühlt sich eigentlich auf der Sechs zu Hause und mit Paul Seguin hat Coach Andries Jonker einen weiteren Youngster auf dieser Position in der Hinterhand. Es ist also nicht so, dass Camacho völlig konkurrenzlos wäre.

Die zehn besten Wolfsburger der Saison 16/17

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Platz 10: Robin Knoche, Abwehr, 31 Punkte in 21 Spielen, Bildquelle: Imago

Comunio-Potenzial: Reichlich vorhanden. Wenn die Akklimatisierung schnell und reibungslos verläuft, könnte der 27-Jährige schnell zum neuen Fixpunkt der Wölfe werden. Mit seiner robusten Art, kann er ein Team auch anführen und genau das erwartet man in Wolfsburg von ihm.

Vieles hängt allerdings auch davon ab, wie der VfL in die Saison startet. Wenn man die katastrophale vergangene Spielzeit abhaken kann und mit Euphorie startet, dann dürfte auch Camachos Anpassung an den Fußball in Deutschland deutlich flotter vonstatten gehen, als wenn die Wölfe wieder von Beginn an im Tabellenkeller rumdümpeln. Allerdings dürfte er mit seiner kämpferischen Art und körperlich betonten Art des Fußballs in Deutschland nicht so große Startschwierigkeiten haben.

Eines sollte man allerdings nicht gleich machen, auch wenn er ein spanischer Sechser ist. Man sollte nicht darauf hoffen, dass er auftritt, wie Xabi Alonso in seinem ersten Bundesligamatch.

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Autor: Florian Schimak

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