Spanien

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Spanien geht wieder als einer der Topfavoriten ins Turnier. Für die Goldene Generation um Andres Iniesta und Sergio Ramos ist es die letzte Chance auf den Titel. Doch die neue Generation drängt bereits nach. Comunioblog schaut auf die „Furia Roja“.

Qualifikation: Durch die Quali fegte die Seleccion nur so durch. In zehn Spielen gab es neun Siege. Nur Italien verhinderte mit einem 1:1 eine makellose Bilanz. Doch das änderte nichts daran, dass niemand den Spaniern das Wasser reichen konnte. Gleich vier Spieler trafen fünfmal in der Quali. Darunter auch Alvaro Morata, der nun gar nicht im Aufgebot steht. Die anderen drei waren Isco, Diego Costa und David Silva. 

Comunio2018-Kader: Es sind vor allem die Routiniers, die sich großer Beliebtheit erfreuen. So sind Andres Iniesta, Sergio Ramos, Gerard Pique und Silva aktuell alle über fünf Millionen wert und damit die teuersten Spanier im Spiel. Als Schnäppchen könnte sich Costa erweisen. Der Angreifer steht aktuell bei leicht über zweieinhalb Millionen. 

Player to watch: Andres Iniesta. „One last dance“ lautet das Motto des 34 Jahre alten Routiniers. Nachdem er sehr emotional seinen Abschied aus Barcelona verkündete und seine Karriere künftig an der Seite von Lukas Podolski bei Vissel Kobe ausklingen lassen wird, soll das WM-Turnier der krönende Abschluss einer unglaublich erfolgreichen internationalen Karriere werden. Die Frage ist nur, ob Iniesta noch so viel im Tank hat. Für vereinzelte geniale Momente ist der Katalane immer noch zu haben, doch die Pausen in seinem Spiel werden länger. 

Youngster to watch: Marco Asensio. Mit ihm fährt wenigstens ein Holländer zur WM. Der Youngster von Real hatte eine niederländische Mutter, entschied sich aber für die Seleccion. Das war sicher nicht die verkehrte Wahl. Der 22-Jährige geht in sein erstes großes Turnier und gehört im Team zu den Stammplatzanwärtern in der Offensive. 

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Trainer: Julen Lopetegui. Der Baske wandelt auf den Spuren von Luis Aragones, der nach seinem Antritt als Nationaltrainer 25 Spiele ungeschlagen blieb und den Europameistertitel 2008 holte. Lopetegui steht aktuell bei 18 ungeschlagenen Spielen seit seinem Amtsantritt. Der 51-Jährige feierte im Nachwuchsbereich einen Erfolg nach dem anderen. Das soll nun im Herrenbereich so weitergehen. Dort hatte er – zumindest auf Vereinsebene – noch keinen Erfolg. Bei Rayo Vallecano wurde er ebenso schnell entlassen wie beim FC Porto. 

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Erfolge: Europameister 2008, Weltmeister 2010, Europameister 2012! Die Spanier haben eine Ära geprägt und wollen diese mit einem weiteren WM-Titel beenden. Denn danach dürfte es einen Umbruch im Kader geben. Iniesta wird in jedem Fall zurücktreten und ob Sergio Ramos und Gerard Pique weitermachen werden, steht auch noch nicht fest. Auch David Silva dürfte bei der EM 2020 keine Rolle mehr spielen. An dieser Stelle wollen wir aber auch nicht den ersten EM-Titel 1964 unterschlagen. 

Kuriositäten: „Ein Freund von mir hat einmal zu mir gesagt, dass ich jetzt Weltmeister wäre, wenn ich für Spanien gespielt hätte. Aber das wäre nicht das Gleiche gewesen.“ Dieses Satz ließ unlängst Lionel Messi in einem Interview mit Canal 13 fallen. Der spanische U17-Trainer wollte Messi damals für die Seleccion gewinnen, doch der lehnte ab. „Zu keinem Zeitpunkt habe ich ernsthaft darüber nachgedacht, ich hatte niemals Zweifel.“ Da haben wir alle Glück gehabt, Messi in der goldenen spanischen Generation wäre auch zu viel des Guten gewesen. 

Spanien-Experte Iñako Díaz-Guerra im Interview: "Uns fehlt ein bisschen das Talent"
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Der spanische Journalist Iñako Díaz-Guerra gibt sich im Interview pessimistisch. Weltklasse sieht er nur in der Defensive. Für Argentinien heißt es: Titel oder Vorrundenaus! Außerdem: Ein Twitterkrieg mit Comunio-Usern.

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Prognose: Auch wenn unser Spanien-Experte Inaki Diaz-Guerra etwas pessimistischer ist, sind wir davon überzeugt, dass Spanien zum engsten Favoritenkreis zählen wird. Die Gruppe sollte trotz Europameister Portugal als Erster beendet werden. Danach winkt ein machbarer Gegner aus Gruppe A und im Viertelfinale könnte Argentinien warten. Läuft alles normal, käme es dann im Halbfinale zum Gigantentreffen mit Deutschland. 

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Autor: Marc-Oliver Robbers

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