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Große Stars sucht man vergebens, die meisten Protagonisten sind aus der Bundesliga bekannt. Für die „Blue Samurais“ dürfte der Einzug ins Achtelfinale auch wegen des kurzfristigen Trainerwechsels nicht einfach werden.

>>>Interview mit Japan-Experte Kichinosuke Nakano: „Es wird sehr schwer“

Qualifikation: Sowohl in der ersten Qualifikationsrunde mit Syrien, Singapur, Afghanistan und Kambodscha als auch in der zweiten mit Saudi-Arabien, Australien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Irak und Thailand setzte sich Japan als Gruppensieger durch. Am Ende war es aber gar nicht so deutlich, wie es auf dem Papier vielleicht scheint, denn Japan hatte nur einen Zähler mehr als der drittplatzierte Australien, die später in die Playoffs gehen mussten. 

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Comunio2018-Kader: Der Star des Teams ist weiterhin Dortmunds Shinji Kagawa, der zuletzt in der Nationalmannschaft aber – genau wie Leicester Citys Shinji Okazaki – nicht immer gesetzt war. Kagawa ist im Comunio-Kader der teuerste Spieler mit knapp drei Millionen. Ansonsten knacken nur neun weitere Spieler überhaupt die Millionen-Grenze, darunter die Bundesliga-Profis Genki Haraguchi, Yuya Osako und Makoto Hasebe.

Player to watch: Von den technisch versierten, körperlich aber meist schmächtigen Japanern sticht Maya Yoshida heraus. Der 29-Jährige ist mit 1,89 Metern im Vergleich zu seinen Kollegen eine regelrechte Kante und stellt dies auch regelmäßig als kompromissloser Innenverteidiger in der Premier League beim FC Southampton unter Beweis. Seine Abräumer-Qualitäten werden in der Gruppe mit Polen um Robert Lewandowski, Kolumbien um Falcao und dem Senegal mit Liverpools Sadio Mane umso mehr gefragt sein.

Japan-Experte Kichinosuke Nakano im Interview: "Es wird sehr schwer"
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Der japanische Journalist und Fußball-Trainer mit DFB A-Lizenz, Kichinosuke Nakano, spricht im Interview mit Comunioblog über die Chancen Japans bei der WM, über die vielen Bundesliga-Legionäre und den mysteriösen Trainerwechsel.

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Youngster to watch: Kaum ein Spieler ist unter 25 Jahre alt. Ein Geheimtipp könnte aber der zuletzt formstarke Düsseldorfer Takashi Usami sein, der mit 370.000 gar als Schnäppchen durchgeht und beim Test gegen Ghana in der Anfangsformation stand. Dasselbe gilt auch für Ryota Oshima (200.000), dem Japan-Experte Kichinosuke Nakano eine große Rolle zutraut.

 

WM-Vorschau: Polen (folgt)

WM-Vorschau: Kolumbien

WM-Vorschau: Senegal

Trainer: Akira Nishino hat als Vereinstrainer mit Gamba Osako so ziemlich jeden Titel auf Vereinsebene gewonnen. Allerdings ist der 63-Jährige eine Notlösung, denn erst im April, zwei Monate vor WM-Beginn, wurde Vahid Halilhodzic entlassen. Der Grund sollen schlechte Ergebnisse und ein zu autoritärer Führungsstil gewesen sein. Für Nishino, der sein erstes Testspiel gegen Ghana gleich mal verlor, wird es nun sehr eng, seine Ideen noch umzusetzen.

Erfolge: Japan ist viermaliger Asienmeister und war seit 1998 ständiger Gast bei den Weltmeisterschaften. 2002 und 2010 schafften es die „Blue Samurais“ immerhin bis ins Achtelfinale. Beim Confed Cup 2001 holte man den zweiten Platz.

WM-Vorschau Senegal: Geheimfavorit mit enorm viel Qualität
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Wer diese Mannschaft unterschätzt, wird sein blaues Wunder erleben. Der Senegal hat sowohl robuste Abräumer als auch Künstler in seinen Reihen. Sie könnten zur Überraschungself dieser WM werden.

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Kuriositäten: Mit Shinji Kagawa, Makoto Hasebe, Genki Haraguchi, Takashi Usami, Yoshinori Muto, Gotoku Sakai, Yuya Osako und Takuma Asano stellt Japan nach der Schweiz und natürlich Deutschland die meisten Bundesliga-Legionäre. Hinzu kommen mit Hiroki Sakai, Hotaru Yamaguchi, Takashi Inui und Shinji Okazaki noch vier weitere  Akteure, die in Deutschland ihre Brötchen verdient haben.

Prognose: Die Gruppe ist mit Polen, Kolumbien und dem Senegal sehr ausgeglichen, dennoch hat Japan wohl die schlechtesten Chancen auf ein Weiterkommen. Die Topstars Shinji Kagawa und Shinji Okazaki haben keine besonders gute Saison hinter sich, vorne ist, nunja, Kölns Yuya Osako der Top-Stürmer. Der kurzfristige Trainerwechsel wird der Mannschaft auch nicht unbedingt in die Karten spielen. Wenn sie gegen die körperlich robusteren Gegner ihre technischen Finessen ausspielt, ist das Achtelfinale aber möglich.

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Autor: Karol Herrmann

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