Foto: © imago / PanoramiC

Der Weltmeister von 1998 tritt bei der Weltmeisterschaft 2018 mit einer goldenen Generation und als einer der heißesten Kandidaten auf die Trophäe an. Besonders die Offensive kann sich sehen lassen: Mbappé, Griezmann, Dembele und Co. wollen die Equipe Tricolore zum zweiten WM-Titel schießen. Comunioblog blickt in der WM-Vorschau auf die Chancen der französischen Nationalmannschaft.

Stand der Marktwerte: 02.06.2018

Qualifikation: Auf den ersten Blick marschierte Gruppen-Favorit Frankreich souverän durch die WM-Qualifikationsrunde: Mit vier Punkten Vorsprung sicherten sich die Franzosen die Tabellenspitze der Gruppe A. In zehn Spielen gab es sieben Siege, zwei Unentschieden und eine Niederlage. Die einzige Niederlage gab es gegen den Gruppenzweiten Schweden, die Unentschieden schafften überraschend die „kleinen“ Fußballnationen Weißrussland und Luxemburg, die mit Platz 5 und 6 die letzten beiden Ränge der Gruppe A belegten. Gruppe A? Da war doch was? Richtig, in Frankreichs Gruppe spielten auch die Niederländer, die an der WM-Qualifikation scheiterten.

Comunio2018-Kader:  Der Top-Star des Teams sticht mit seinem Marktwert hervor: Antoine Griezmann ist der einzige Franzose mit einem Marktwert über 10.000.000. Pogba (8.880.000), Mbappé (7.850.000), und Kanté (6.960.000) folgen dahinter. Fast günstig scheint Bayern-Star Tolisso aktuell noch zu sein – 1.220.000 kostet der Sechser derzeit. Barcelonas Dembelé zeigt sich in der WM-Vorbereitung in guter Verfassung und kostet bei Comunio 4.150.000.

Player to watch: Olivier Giroud. Der inzwischen 31-jährige Stürmer des FC Chelsea ist mit vier Treffern bester Torschütze der Franzosen in der WM-Qualifikation. Deutschland lässt mit Sandro Wagner seinen besten Qualifikationstorschützen zu Hause, bei Frankreich ist er dabei – allerdings voraussichtlich nicht als Stammspieler. Ist Griezmann fit, wird er starten. Für Joker-Treffer ist Giroud mit seiner Erfahrung und seiner Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor aber dennoch eine Investition wert und seine Form sollte im Laufe des Turniers ganz besonders unter die Lupe genommen werden.

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Youngster to watch: Kylian Mbappé. Der Jüngste im Team von Trainer Didier Deschamps ist ausgerechnet – neben Dembelé und Griezmann – auch der große Star der Mannschaft. Der 19-jährige wechselte im vergangenen Sommer für unglaubliche 150 Millionen Euro von AS Monaco zu PSG und war in 44 Pflichtspielen an 37 Toren direkt beteiligt. Der pfeilschnelle Rechtsfuß ist unberechenbar und bildet zusammen mit Griezmann/Dembelé ein brandgefährliches Offensiv-Trio.

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Trainer: Didier Deschamps ist seit 2012 französischer Nationaltrainer und bekannt dafür, nichts dem Zufall zu überlassen. Er übernahm die Equipe de France in einer schwierigen Phase und führte das Team raus aus einer der größten sportlichen Krisen der französischen Fußballgeschichte. Deschamps ist eine Identifikationsfigur der Franzosen, vor genau 20 Jahren führte er Frankreich bereits als Kapitän zum WM-Titel – schafft er dieses Kunststück in diesem Jahr auch als Trainer? Der Coach selbst weigert sich dagegen, sein Team als Favorit zu bezeichnen. Gegenüber dem Kicker sagt der 49-jährige: „Deutschland, Brasilien und Spanien haben eine ganz andere internationale Erfahrung als wir. Für mich stehen diese drei Teams über allen anderen“.

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Erfolge: Frankreichs große Erfolge liegen bereits einige Zeit zurück. 1984 holte die Equipe Tricolore erstmals den EM-Titel, 14 Jahre später gab es den ersten WM-Titel, zwei weitere Jahre später kam der zweite EM-Titel hinzu. 2001 und 2003 gewann Frankreich den Confederations-Cup. Seither wartet die damals erfolgsverwöhnte Fußballnation auf den nächsten großen Titel.

Kuriositäten: Die französische Nationalmannschaft wird von den Medien im Moment vor allem als Top-Favorit dargestellt – doch auch wegen weniger erfreulichen Dingen steht die Equipe Tricolore in den Schlagzeilen: Im Testspiel gegen Italien wurde Paul Pogba von den eigenen Fans ausgepfiffen. Grund dafür war ein weiterer schwacher Auftritt des Superstars von Manchester United – das Verhältnis zwischen Pogba und den französischen Fans ist allerdings schon länger angespannt. Bei der EM im eigenen Land zog Pogba beim 2:0 gegen Albanien durch eine vulgäre Geste den Zorn der Fans auf sich und ist auch ansonsten nicht für seine Zurückhaltung bekannt, was bei den französischen Anhängern nicht gut ankommt. 

Prognose: Top-Favorit hin, Top-Favorit her. Frankreich hat zweifelsohne die beste Offensive aller WM-Teilnehmer. Die Frage ist jedoch, wie das Team als solches funktioniert, wenn es hart auf hart kommt. Bei der EM im eigenen Land erreichte Frankreich das Finale und scheiterte dort gegen Portugal. Auch bei der WM 2018 lautet das Ziel natürlich Finale – am besten soll der Titel her. Ob die Erfahrung und die Abgebrühtheit dafür im Team schon vorhanden ist, wird sich im Laufe des Turniers zeigen. Das Halbfinale sollte mit dieser Qualität im Kader aber in jedem Fall drin sein!

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Autor: Markus Teschner

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