Belgien wird so häufig als Geheimtipp genannt, dass sie schon fast keiner mehr sind. Comunioblog stellt die talentierte Truppe von Marc Wilmots vor und hat noch einen Tipp parat.

Qualifikation:

Bereits in der Quali haben die Belgier gezeigt, dass mit ihnen zu rechnen ist. Ohne Niederlage qualifizierten sie sich vor Kroatien und Serbien für die Endrunde. Highlight war dabei sicher der 3:0-Auswärtssieg in Belgrad. Wilmots setzte insgesamt nur 23 Spieler ein, so wenige wie sonst nur Deutschland. Dabei entpuppten sich vor allem der Wolfsburger Kevin de Bruyne, Keeper Thibaut Courtois und die beiden Tottenham-Profis Moussa Dembele und Jan Vertonghen mit jeweils zehn Einsätzen als Dauerbrenner.

Comunio2014-Kader:

Der Geheimfavoritenstatus kommt nicht von ungefähr. Im Grunde spielen alle Stammspieler bei renommierten europäischen Spitzenvereinen. Gleich zehn Akteure verdienen ihr Geld in der englischen Premier League. Mit Courtois dürfte wohl ein elfter dazukommen. Der Keeper, der momentan an Atletico Madrid ausgeliehen ist, kehrt wahrscheinlich zum FC Chelsea zurück und wäre dann Teamkollege von Landsmann Eden Hazard – vorausgesetzt die Londoner erliegen nicht dem Werben von Paris Saint-Germain. Die neureichen Franzosen hätten den Offensivstrategen gerne in ihren Reihen.

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Die zweitgrößte Legionärsansammlung findet man in der Bundesliga. Neben de Bruyne stehen auch der Hoffenheimer Koen Casteels und Routinier Daniel van Buyten im vorläufigen Kader. Der Münchner ist gleichzeitig mit 78 Einsätzen der erfahrenste Spieler.

Teuerster Spieler:

Die Belgier sind allgemein heiß begehrt bei Comunio. Gleich sieben Spieler sind 8 Millionen oder mehr wert. Eden Hazard ist mit 13,7 Millionen der teuerste. Damit liegt er auf Platz 19 im gesamten Spiel und rangiert noch vor Mesut Özil, Mario Götze oder auch Angel di Maria. In der abgelaufenen Premier-League-Saion holte er 207 Punkte und ist auch dort hinter Suarez der zweitteuerste Spieler.

Der 23-Jährige erzielte  14 Ligatore für Chelsea und bereitete sieben weitere Treffer vor. Das brachte ihm den Titel des besten Jungprofis in England.  Dennoch dringt immer mal wieder Unzufriedenheit beim Belgier durch. Hazard kann mit dem Defensivsystem von Jose Mourinho nicht so viel anfangen. Daher ebben die Wechselgerüchte in Richtung Paris nicht ab. Eine erfolgreiche WM würde daher nicht nur seinen Comunio-Marktwert weiter ansteigen lassen.

Comunio-Schnäppchen:

Um ihn wurde in den vergangenen Monaten kräftig gefeilscht. Adnan Januzaj hätte für sechs verschiedene Nationalteams auflaufen können, aber der Stürmer entschied sich letztlich für die Roten Teufel. Der 18-Jährige debütierte in der Vorbereitung beim 5:1 gegen Luxemburg und kämpft um einen Platz im endgültigen WM-Kader. Sollte er den Sprung schaffen, ist ihm durchaus eine Überraschung zuzutrauen. Mit einem Marktwert von gerade einmal 1 Millionen kann man auf jeden Fall nicht so viel falsch machen.

Trainer:

Eigentlich galt Marc Wilmots im Mai 2012 nur als Interimslösung. Nach dem Rücktritt von Georges Leekens betreute der Ex-Schalker das Nationalteam in den Spielen gegen Montenegro und England und wurde anschließend zum Cheftrainer ernannt. Nach der erfolgreichen Qualifikation verlängerte der Verband den Vertrag des ehemaligen Mittelfeldspielers bis 2018. Gleichzeitig erhielt Wilmots die Auszeichnung zum Trainer des Jahres.

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Erfolge:

Der größte Erfolg liegt 34 Jahre zurück. Bei der Europameisterschaft in Italien 1980 unterlag man erst im Endspiel der deutschen Mannschaft mit 2:0. Sechs Jahre später erreichte man bei der WM 1986 das Halbfinale und musste sich dort dem späteren Weltmeister Argentinien geschlagen geben. Auch das Spiel um Platz 3 ging gegen Frankreich verloren. Zuletzte gab es die Pommes- und Biernation eine längere Durststrecke. Die letzte WM-Teilnahme liegt bereits zwölf Jahre zurück. Damals scheiterten Wilmots und Co. im Achtelfinale an Brasilien.

Kuriositäten:

Ich  hatte bereits erwähnt, dass van Buyten der erfahrenste Akteur im Kader ist. Der 36-Jährige ist auch der einzige Belgier im Aufgebot, der schon einmal an einer WM teilgenommen. Der Verteidiger stand in allen vier Spielen in Japan und Südkorea über die volle Distanz auf dem Feld. Ebenfalls 2002 dabei war Trainer Wilmots, der dreimal traf.

Prognose:

Wenn es optimal läuft, gewinnen die Belgier ihre Gruppe mit Russland, Algerien und Südkorea und treffen dann auf den Zweitplatzierten aus der deutschen Gruppe. Sollte das nicht das DFB-Team sein, ist auch der Sprung ins Viertelfinale realistisch. Ab da ist dann alles möglich. Sie sind ja nicht umsonst der Geheimfavorit.

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Autor: Marc-Oliver Robbers

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