Ägypten

Foto: © imago /ZUMA Press   
Ägypten ist erstmals seit 1990 wieder bei einer Weltmeisterschaft dabei. Doch der Vorfreude ist die Sorge um Superstar Mohamed Salah gewichen. Wird der Volksheld rechtzeitig wieder fit? Denn ohne ihn ist das Team nicht einmal die Hälfte wert. 

Qualifikation: Es war wieder einmal keine ganz glatte Angelegenheit. Der Rekord-Afrikameister tat sich in der Quali schwer, setzte sich aber letztlich gegen Ghana, Uganda und den Kongo durch. Treffsicherster Schütze war natürlich Superstar Mohamed Salah, der in fünf Spielen fünf Tore schoss, darunter auch das entscheidende 1:0 gegen den Kongo. 

Comunio2018-Kader: Salah sticht heraus und ist mit einem Einstiegsmarktwert von 4 Millionen der mit Abstand teuereste Spieler der Ägypter. Das wird sich auch durch seine Verletzung, die ihm wohl mindestens das Auftaktspiel gegen Uruguay kosten könnte, nicht ändern. Zweitteuerster Spieler ist Arsenals Mohamed Elneny. Ahmed Hegady (West Bromwich) und Abdallah Said, der in Finnland spielt, sind die anderen beiden Ägypter jenseits der Millionengrenze. 

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Player to watch: Mohamed Salah. Es macht keinen Sinn, sich an dieser Stelle auch nur über einen anderen Spieler Gedanken zu machen. Es steht und fällt alles mit dem Superstar vom FC Liverpool. Das war auch im Champions-League-Finale zu sehen. Und nun bangt eine ganze Nation, um den Angreifer. Schafft er es rechtzeitig seine Bänderverletzung in der Schulter auszukurieren? Der ägyptische Verband ist davon überzeugt und rechnet mit einer Verletzungsdauer von lediglich zwei Wochen. Das könnte knapp reichen, ist aber auch sehr optimistisch eingeschätzt. 

Ägypten-Experte Rainer Zobel sieht das Auftaktspiel als Schlüsselspiel: „Wenn sie gegen Uruguay mindestens einen Punkt holen, halte ich ein Weiterkommen für möglich.“ Und das gelingt nur mit Salah. 

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Youngster to watch: Ramadan Sobhi. Der Linksaußen spielte bei Stoke City eine wechselhafte Saison und stieg mit dem Verein aus der Premier League ab. Allerdings ist der 21-Jährige durchaus in der Lage, ein belebenes Element im Angriff zu sein. Da sich alles auf Salah konzentrieren wird, könnte Sobhi daher ein X-Faktor sein. 

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Trainer: An der Seitenlinie der „Pharaonen“ steht ein alter Bekannter des internationalen Fußballs. Der Argentinier Hector Cuper ist seit März 2015 im Amt und führte das Team nicht nur zur WM, sondern auch ins Finale des Afrika-Cups, welches allerdings verloren ging. Das gleiche Schicksal ereilte Cuper bereits 1999 mit dem RCD Mallorca im Europapokal der Pokalsieger und 2000 sowie 2001 mit Valencia in der Champions League. 

Erfolge: Sieben Mal gewann Ägypten den Afrikacup und damit so häufig wie keine andere Mannschaft auf dem Kontinent. Bei einer WM waren sie bislang erst zweimal dabei, erreichten aber 1934 bei ihrer Premiere immerhin das Achtelfinale. Zuletzt war bei der WM 1990 in der Vorrunde Schluss. 

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Kuriositäten: Da sich der eigentliche Stammkeeper Ahmed El-Shenawy einen Kreuzbandriss zuzog, könnte bei der WM der 45-Jährige Essam El-Hadary im Kasten stehen. Der Routinier machte das erste seiner 156 Länderspiele im Dezember 1997. Da wurde Teamkollege Sobhi gerade geboren. Er wäre damit der älteste Spieler, der je bei einer WM aufgelaufen ist. 

Prognose: Ägypten hat überhaupt nur eine Chance die Vorrunde zu überstehen, wenn Salah fit ist. Und damit ist richtig fit gemeint. Ein Sieg gegen Saudi-Arabien ist dabei Pflicht und dann müssen die Nordafrikaner irgendwie sehen, dass sie gegen Gruppenfavorit Uruguay und Gastgeber Russland irgendwas mitnehmen. Im Normalfall ist aber nach der Vorrunde das Turnier vorbei. 

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Autor: Marc-Oliver Robbers

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