Claudio Pizarro, Max Kruse

Foto: dpa
Werder Bremen durchlebt unter Alexander Nouri die erste Krise. Die letzten drei Spiele gingen allesamt mit 1:3 verloren. Doch nun kommen gleich mehrere Hoffnungsträger zurück und auch den Degradierten wurde eine neue Chance versprochen. Das sorgt für einen viel zu vollen Trainingsplatz. Comunioblog sortiert die Personalsituation an der Weser. 

Klickt man sich auf „werder.de“ in die Kaderübersicht der Bremer, bekommt man 34 Spieler zu Gesicht. Alle haben die Arme in die Hüften gestemmt, alle strahlen aus, dass mit ihnen zu rechnen ist. Und doch sind einige schon länger ins Hintertreffen geraten, andere brennen nach langer Verletzungspause auf ein Comeback und dann gibt es da noch drei Spieler, die nach einer Degradierung in die U23 auf eine neue Chance hoffen. Nouris Ziehsöhne Ousman Manneh und Niklas Schmidt fehlen gar in dieser Auflistung.

Wenn der Coach also nach der Länderspielpause seine Mannschaft wieder auf den Trainingsplätzen neben dem Weserstadion versammeln kann, dürften dort 33 mehr oder weniger erwartungsvolle Gesichter auf ihn warten. Einzig Luca Caldirola (Knöchelbruch), Justin Eilers (Leisten-OP) und Melvyn Lorenzen (dauerhaft bei der U23) fehlen dann auf dem Rasen. Alle anderen Langzeitverletzten sollten spätestens dann wieder einsatzfähig sein.

Sechs Streichkandidaten?

Nouri hat also die Qual der Wahl und muss erneut unangenehme Entscheidungen treffen. Denn eigentlich möchte der Coach nur mit 22, vielleicht 24 Feldspielern die täglichen Einheiten bestreiten. Das führte dazu, dass Sambou Yatabare, Fallou Diagne und Maxi Eggestein seit rund drei Wochen nur noch bei der U23 unterwegs sind. Diese Degradierung wurde allerdings nur bis zum Ende der Länderspielpause ausgesprochen.

Zieht man von den 33 Spielern, die fünf Keeper ab, bleiben immer noch 28 Feldspieler – nach Nouris Rechnung sechs bzw. vier zu viel. „Nee“, relativiert der Coach gegenüber dem „Weser-Kurier“ seine Maßnahme aus dem Vormonat. „Wir bekommen das Training auch mit mehr Spielern organisiert.“ Comunioblog durchleutet alle Mannschaftsteile und wagt eine Prognose.

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Tor

Dort stand nach der Verletzung von Jaroslav Drobny zuletzt wieder Felix Wiedwald zwischen den Pfosten. Doch die Nummer 40 der Bremer patzte beim Auswärtsspiel in  Gelsenkirchen und konnte im Kampf um einen Stammplatz keine Eigenwerbung betreiben. Drobny hat dagegen seine Brüche am rechten Unterarm weitgehend auskuriert und dürfte eventuell schon für das nächste Spiel gegen Eintracht Frankfurt wieder eine Option sein.

Da Torwarttrainer Christian Vander die erste Degradierung Wiedwalds nach dem zweiten Spieltag bereits mitzuverantworten hatte, könnte ein erneuter Wechsel zwischen den Pfosten anstehen. Der frischgebackene U21-Nationalkeeper Michael Zetterer wird sich dann wieder Spielpraxis in Werders U23 holen, Raphael Wolf und Eric Oelschlägel spielen bei den Profis ohnehin keine Rolle.

Abwehr

Auf der rechten Seite war Theodor Gebre Selassie bislang immer gesetzt, auch wenn mit Robert Bauer jetzt Konkurrenz da ist. Nouri verzichtete aber darauf, dem Tschechen, der alles andere als fehlerfrei agiert, mal eine Pause zu geben. Die Zeit könnte nun aber kommen.

Auf links spielt Santiago Garcia seit seinem Comeback einen soliden Stiefel. In vier Spielen holte er 13 Punkte und bekam trotz drei Niederlagen keine Minuspunkte. Auch auf dieser Seite ist Bauer der erste Nachrücker. Janek Sternberg ist außen vor, der Ex-Hamburger spielte unter Nouri nur 45 Minuten und ist durchaus ein Kandidat für eine Abschiebung zur U23. Ulisses Garcia, der auf dem Papier als Linksverteidiger geführt wird, kam unter dem neuen Coach nur im Mittelfeld zum Einsatz.

So könnte Werder im 4-2-3-1 spielen: 

Die Rollen in der Innenverteidigung sind klar verteilt. Wenn Niklas Moisander und Lamine Sane fit sind, spielen sie auch. Beide haben nach anfänglichen Schwierigkeiten gezeigt, dass sie gute Verteidiger sind. Das beweisen auch die zwischenzeitlich überragenden Comunio-Punkte der beiden. Sane zog sich gegen Freiburg eine Knieverletzung zu, könnte aber bis zum Frankfurt-Spiel fit werden. Sollte es nicht reichen, steht Milos Veljkovic bereit.

Diagne dürfte dagegen wieder zur U23 abgeschoben werden, der Senegalese soll sich mit Nouri überworfen haben. Lukas Fröde nimmt seinen Kaderplatz ein. Caldirola ist erst zur Rückrunde wieder ein Thema.

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Autor: Marc-Oliver Robbers

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