Werder Bremen, Clemens Fritz

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Werder Bremen erlebte einen katastrophalen Saisonstart mit dem Aus im DFB-Pokal und dem Desaster bei Bayern München in der Bundesliga. Trainer Viktor Skripnik kündigte einen harten Kurs an, aber was bedeutet das? Wer fliegt aus dem Kader? Und wie wird mit Last-Minute-Transfer Serge Gnabry geplant? Comunioblog ordnet den Bremer Kader.

Werders Kader bei Comunio umfasst aktuell satte 34 Spieler, Skripnik kündigte bereits an, dass er im täglichen Training eigentlich mit nicht mehr als 22 Akteuren plus drei Torhütern arbeiten möchte. Daher werden nach der Länderspielpause fünf Spieler in die U23 abgegeben. Es wird wohl Milos Veljkovic, Ulisses Garcia, Maximilian Eggestein, Lukas Fröde und Melvyn Lorenzen treffen. Dazu werden wahrscheinlich auch die Keeper Raphael Wolf und Eric Oehlschlägel mit der zweiten Mannschaft trainieren.

Im „kicker“ bestätigte Werder-Manager Frank Baumann, dass Johannes Eggestein dagegen bei der ersten Mannschaft bleiben wird, auch Izet Hajrovic wird nicht abgeschoben. Anders als in den Vorjahren praktiziert, sollen die Spieler nicht mehr so häufig zwischen den beiden Teams wechseln. Baumann präferiert feste Trainingsgruppen, ohne dass dies bedeutet, dass die Tür für die Spieler aus der U23 zu ist.

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So verbleibt zwar immer noch ein Kader von 27 Spielern, aber aufgrund der Verletzungen von Max Kruse, Justin Eilers, Santiago Garcia, Claudio Pizarro und Philipp Bargfrede steht Skripnik ohnehin nur die gewünschte Anzahl von 22 Spielern zur Verfügung. Für das kommende Spiel gegen Augsburg ist allerhöchstens Pizarro ein Thema, ein Startelf-Einsatz ist dabei aber eher ausgeschlossen, aber schauen wir uns doch mal die einzelnen Mannschaftsteile an:

Tor

Keine Diskussion! Felix Wiedwald ist die Nummer 1, Jaroslav Drobny sein Vertreter und Michael Zetterer die Nummer 3, die in der U23 Spielpraxis bekommen soll. Raphael Wolf, ehemals Nummer 1, ist nach mehreren Verletzungen zwar wieder fit, sollte aber schon im Sommer abgegeben werden. Es fand sich allerdings kein Verein.

Rechtsverteidiger

Jahrelang war Theodor Gebre Selassie ohne Konkurrenz auf der rechten Seite. Jetzt ist mit Robert Bauer ein Allrounder da, der nicht nur Druck ausüben soll, sondern das Zeug hat Gebre Selassie zu verdrängen. Die Auftritte des Tschechen sind bekanntlich nicht immer ganz sattelfest. Gerade defensiv hapert es, dort hat aber Bauer seine Stärken. Der Neuzugang dürfte Gebre Selassie demnächst verdrängen.

Linksverteidiger 

Traditionell eine Baustelle beim SV Werder. Santi Garcia hat seine Stärken ebenfalls eher in der Vorwärtsbewegung, defensiv weiß er sich häufig nur mit Fouls zu helfen. Dennoch ist der Argentinier klar gesetzt, wenn er fit ist. Skripnik schätzt seine Leader-Qualitäten. Für Augsburg ist er wohl aufgrund seiner Zehenverletzung noch kein Thema. Da Janek Sternberg als Ersatz aber nicht überzeugen konnte, setzte Skripnik gegen die Bayern Innenverteidiger Luca Caldirola auf links. Der Italiener kennt die Position, mag sie aber nicht. Er könnte dennoch wieder ein Kandidat sein, oder aber Bauer, der in Ingolstadt häufig auf links ausweichen musste.

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Innenverteidigung

Werder tauschte im Sommer bekanntlich die komplette Innenverteidigung aus und das macht noch Probleme. Skripnik hat sein Paar noch nicht gefunden. Die Routiniers und Favoriten Niklas Moisander und Lamine Sane kamen beide mit Verletzungen nach Bremen und suchen noch ihre Form. Wenn diese wieder da ist, sollten sie aber das bevorzugte Duo sein. Fallou Diagne stand überraschend gegen Bayern in der Startelf, zeigte aber einen desaströsen Auftritt und dürfte wieder rausrotieren. Caldirola ist natürlich auch hier ein Kandidat. Für das Augsburg-Spiel werden daher die Trainingseindrücke entscheidend sein. Eine Prognose fällt aktuell schwer.

Defensives Mittelfeld

Für Max Kruse wich Skripnik von seinem favorisierten 4-1-4-1 ab und stellte auf 4-2-3-1 um. Da Serge Gnabry der direkte Kruse-Ersatz sein soll, dürfte es bei dieser Taktik bleiben. Das bedeutet, Werder spielt in der Grundformation mit einer Doppel-Sechs. Einen Platz wird sicher Clemens Fritz einnehmen. Um den offensiveren Part streiten sich in erster Linie die Österreicher Zlatko Junuzovic und Florian Grillitsch. Neuzugang Thanos Petsos ist erst mal außen vor. Mittelfristig wird Philipp Bargfrede ins Team zurückkehren.

Offensive Dreierreihe

Es dürfte relativ klar sein, dass Gnabry in der Zentrale beginnen wird. Der Neuzugang wird sicher direkt starten. Auf dem linken Flügel dürfte Junuzovic zum Einsatz kommen, sollte er nicht als Sechser gebraucht werden. Der Flügel ist sicher nicht seine Lieblingsposition, aber „mittlerweile ist es mir eh wurscht. Hauptsache ich spiele“, sagte der Österreicher im Interview mit „laola.at“. Die Alternativen Florian Kainz und Sambou Yatabare bekleckerten sich bislang nicht mit Ruhm. Yatabare steht aktuell in der Hierarchie aber vor Kainz. Rechts dürfte alles auf Fin Bartels hinauslaufen.

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Sturm

Alle warten auf die Rückkehr von Claudio Pizarro. Die Legende plagt sich seit Wochen mit Muskelproblemen herum, hat aber signalisiert, dass Licht am Ende des Tunnels zu sehen ist. Das Augsburg-Spiel dürfte dennoch zu früh kommen. Gut, dass Aron Johannsson so langsam wieder in Form kommt. Im Test gegen Kickers Emden netzte er gleich sechs Mal. Der US-Amerikaner dürfte am Sonntag starten. Lennart Thy und Johannes Eggestein bleibt die Jokerrolle.

Es gibt also weiterhin viele Fragezeichen in Bremen. Bei 15 Neuzugängen, die teilweise erst spät zu der Mannschaft stießen oder einsatzfähig waren, ist es nicht verwunderlich, dass Werder noch mit Abstimmungsproblemen zu kämpfen hat. Indiskutable Leistungen wie in den ersten beiden Pflichtspielen lassen sich damit zwar nicht erklären, aber die Bremer sind sicherlich um einiges besser, als sie zuletzt gezeigt haben. Und gerade da sollten Comunio-Spieler ihre Chance sehen. Der Kader ist der sechstgünstigste bei Comunio. Nur drei Spieler, die am Wochenende zum Einsatz kommen könnten, sind mehr als zwei Millionen wert.

Werders mögliche Elf gegen Augsburg:

Wiedwald – Bauer (Gebre Selassie), Sane, Moisander, Caldirola (Bauer) – Fritz, Grillitsch (Junuzovic) – Bartels, Gnabry, Junuzovic (Yatabare/ Kainz) – Johannsson

Werders beste Elf:

Wiedwald – Bauer, Sane, Moisander (Caldirola), Garcia – Fritz, Bargfrede (Grillitsch) – Gnabry, Kruse, Junuzovic (Grillitsch) – Pizarro

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Autor: Marc-Oliver Robbers

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