Öztunali: Aus der U21 in die erste 11?

Foto: © imago /Thomas Frey
Zwei U-21-Länderspiele sind gespielt, Öztunali, Klostermann, Amiri, Anton und Co. haben reichlich Minuten zwischen Lust und Frust in den Beinen. Wir sagen, für wen es am Wochenende direkt weiter gehen könnte und wer wohl erstmal wieder draußen sitzen wird.

Levin Öztunali (FSV Mainz 05, Mittelfeld)

Der Mainzer durfte gegen Israel und das Kosovo 160 Minuten auf dem Platz stehen. Ein Gefühl, das der Mittelfeldspieler aus der Bundesliga so nicht mehr kennt. Zuletzt reichte es nur für Einwechslungen, wenn überhaupt. Und wenn Öztunali auf dem Feld stand, konnte er nur wenig anbieten: In drei Rückrundeneinsätzen gab es traurige -2 Punkte für den eigentlich so veranlagten Spieler. International konnte sich Öztunali im ersten Spiel per Elfmetertor ein bisschen frisches Selbstvertrauen holen, biss sich aber wie die Kollegen die Zähne am kosovarischen Abwehrriegel die Zähne aus.

Tendenz: Die Länderspieleinsätze kamen für Öztunali wohl nicht so richtig passend, sinnvoller wäre wohl gewesen, sich in den zwei Wochen nach dem 0:3-Debakel in Frankfurt „zuhause“ im Training für neue Einsätze anzubieten. So bleibt der Seeler-Enkel bei 05-Trainer Sandro Schwarz wohl eher weiterhin außen vor.

Nadiem Amiri (TSG Hoffenheim, Mittelfeld)

Der überragende Schwung der Hinrunde (zwei Tore, 46 Punkte) ist bei Nadiem Amiri raus, in der Rückrunde gab es bisher lediglich sechs Punkte zu feiern. Aber der Trend geht in die richtige Richtung: Aus den letzten beiden Partien gab es jeweils vier Punkte. Gut 150 Minuten durfte der Hoffenheimer unter der Woche mitkicken.

Tendenz: Auch wenn Amiri gegen Kosovo manche unpräzise Aktion drin hatte, wird Julian Nagelsmann seinem Offensivspieler natürlich nach zuletzt zwei besseren Bundesligaauftritten auch gegen Eintracht Frankfurt das Vertrauen schenken.

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Lukas Klostermann (RB Leipzig, Abwehr)

180 Länderspielminuten stehen für Lukas Klostermann im Protokoll – und die liefen mit zwei „zu-null“-Spielen im Rücken auch offensichtlich erfolgreich für den Abwehrspieler, der sein Team auch noch als Kapitän anführte.

Tendenz: Nachdem der Rechtsverteidiger beim 2:1-Heimsieg gegen den FC Bayern aussetzen musste, wird Klostermann, der in dieser Saison schon 20 Spiele von Beginn an bestritt, am Samstag in Hannover wieder dabei sein.

Waldemar Anton (Hannover 96, Mittelfeld)

Waldemar Anton ist eine der positiven Überraschungen der Saison. Mit 25 Startelfeinsätzen ist der 21-Jährige unumstrittener Stammspieler in Hannovers Defensive, entsprechend ist auch sein Stellenwert bei U-21-Nationalcoach Stefan Kuntz: Auch für Anton stehen 180 Minuten gegen Israel und Kosovo auf dem Zettel.

Tendenz: Keine Frage: Waldemar Anton wird auch gegen RB Leipzig verteidigen und weiter an seiner starken Rückrundenbilanz arbeiten. 26 Punkte sprechen für eine starke Form in 2018.

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Suat Serdar (FSV Mainz 05, Mittelfeld)

Für Suat Serdar ist diese Saison mehr Fleisch als Fisch, aber so richtig geht es für den Sechser nicht vorwärts: Zuletzt durfte er zwar fünfmal in Folge in der Mainzer Zentrale beginnen, konnte der Mainzer Seuchensaison aber auch keine neue Wendung verpassen. Persönlich stehen vier Punkte aus besagten fünf Spielen auf dem Zettel. Stefan Kuntz schickte Serdar auch nur vier Minuten im zweiten Spiel aufs Feld. Unbefriedigend.

Tendenz: Während Serdars Abwesenheit hat man in Mainz den Neustart ausgerufen, Trainer Sandro Schwarz hat seine Truppe angezählt und das Team muss Mentalität und Reaktion zeigen. Gut möglich, dass Schwarz die Rotation anwirft und das „Mentalitätsmonster“ Nigel de Jong als einen von zwei Sechsern nominiert. Dann wird es einen Zweikampf zwischen Serdar und dem die letzten Jahre gesetzten, derzeit aber von seiner Topform entfernten Danny Latza geben. Ausgang? Offen.

Cedric Teuchert (FC Schalke 04, Sturm, 0 Punkte)

In der U-21 gesetzt, daheim außen vor: Während Cedric Teuchert international unter Stefan Kuntz 176 Minuten abspulen durfte und dabei ein Tor (gegen Israel) erzielte, wartet der Ex-Nürnberger auf Schalke weiterhin auf seinen ersten Bundesligaauftritt.

Tendenz: Das wird auch weiter so bleiben.

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Autor: Till Erdenberger

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