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Zu Beginn dieser Spielzeit maximal Bankwärmer, fahren Julian Baumgartlinger, Florian Grillitsch, Max Meyer, Pawel Olkowski und Marco Russ jetzt auf. Aber haben diese fünf Spätstarter auch Comunio-Potenzial?

Julian Baumgartlinger (Bayer Leverkusen, Mittelfeld, 1.930.000, 18 Punkte)

Der Kapitän Österreichs war noch nie wirklich in Leverkusen angekommen und auch unter Heiko Herrlich schien er zunächst keinen Kredit zu haben. Die ersten drei Spiele stand er gar nicht auf dem Platz. Grund war natürlich auch die enorme Konkurrenzsituation auf der Sechs bei Bayer, wo sich noch Namen wie Lars Bender, Charles Aranguiz und Dominik Kohr tümmeln. Und so war bereits über einen Wechsel im Winter jenseits des Rheins, zum 1. FC Köln, spekuliert worden.

Nun hat Baumgartlinger aber drei der letzten vier Bundesliga-Spiele bestritten, und das mit großem Erfolg. Kein Spiel, in dem Baumgartlinger zum Einsatz kam, hat Leverkusen verloren, mit ihm in der Startelf sogar alle gewonnen. Beim furiosen 5:1 gegen Gladbach holte er zuletzt starke sechs Punkte. Und auch wenn er derzeit die Nase vor Dominik Kohr hat, wird er sich neben dem gesetzten Lars Bender mit Charles Aranguiz um den letzten freien Platz im Mittelfeld streiten müssen. Da droht auch durch die nicht vorhandene Dreifachbelastung öfter mal die Bank.

Florian Grillitsch (1899 Hoffenheim, Mittelfeld, 1.600.000, 14 Punkte)

Grillitsch sollte im Kraichgau eigentlich das Erbe von Sebastian Rudy antreten, kam in den ersten sechs Partien aber nur auf 19 Minuten Einsatzzeit. Und das, obwohl das zentrale Mittelfeld bei Hoffenheim nicht unbedingt zu den am stärksten besetzten Mannschaftsteilen gehört. Spieler wie Eugen Polanski, Lukas Rupp aber vor allem der junge Dennis Geiger erhielten den Vorzug.

Teure Punkte: Hier kostet Leistung!

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Christian Pulisic (Borussia Dortmund, 8.430.000, Mittelfeld): Ehrliche Arbeit ist im Pott heilig und Dortmund-Youngster Christian Pulisic ist ein Vorbild: 191.591 kostet ein Punkt, das ist ein Spitzenwert unter den teuersten Spielern der Liga.

Die letzten drei Spiele brachte Nagelsmann den Ex-Bremer aber, der mit 3,5 Punkten im Schnitt auch bei Comunio zu überzeugen wusste. Dass so manche Akteure ein wenig brauchen, um die Ideen des jungen TSG-Coaches umzusetzen, konnte man in der letzten Saison eindrucksvoll bei Benjamin Hübner beobachten. Ähnlich könnte es jetzt auch bei Grillitsch laufen. Eine derzeit sehr interessante Investition.

Max Meyer (Schalke 04, Mittelfeld, 2.930.000, 8 Punkte)

Max Meyer auf der Sechs? Der kleine Edeltechniker, der vielleicht ein wenig zu sehr von seinen Fähigkeiten überzeugt ist? Schwer vorstellbar. Doch weil es für den Schalker Mittelfeldmann sonst nicht allzu viele andere Positionen gibt, für die er in Frage kommt, war das Domenico Tedesco ein Versuch wert. Und der S04-Coach war gut damit beraten.

Gegen Hertha und Mainz machte Meyer seine Sache vor der Abwehr sehr ordentlich, scheint sich dort jetzt erst einmal festgespielt zu haben. Mit Mayer in der Zentrale zeigt sich Schalke deutlich passsicherer und übt mehr Dominanz aus, als etwa mit Nabil Bentaleb oder Benjamin Stambouli. Und auch Leon Goretzka lobt: „Mit Max auf der Sechs spielen wir konsequenter, souveräner und seriöser.“ Meyer hat aktuell bei aufstrebenden Schalkern also viel Potenzial, wenngleich er gegen die Top-Teams, wo die Knappen eher weniger Ballbesitz haben, wohl aus der ersten Elf fliegen dürfte. 

Pawel Olkowski (1. FC Köln, Abwehr, 250.000, -2 Punkte)

Olkowski war zu Saisonbeginn derart überflüssig, dass er sich bei der Kölner Reserve Spielpraxis sammeln musste. Nun, wo es in der Domstadt aber derart beschissen läuft, werden alle Register gezogen. Und so erinnerte man sich auch an den Rechtsverteidiger, der polnischer Nationalspieler ist und immerhin 61 Bundesliga-Spiele auf dem Buckel hat. Vielleicht ja doch die bessere Lösung als der bisweilen vogelwilde Lukas Klünter?

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Olkowski stand zwar in der Europa League und gegen Bremen zuletzt in der Startelf, konnte dem Spiel jetzt aber auch nicht unbedingt den Stempel aufdrücken. Bei seinem Comunio-Debüt 2017/18 gab es dann auch standesgemäß 2 Minuspunkte. Kölner Verteidiger sind aktuell vielleicht nicht gerade der heißeste Shit, dafür sollte man mit dem 27-Jährigen, der jetzt noch fast am unteren Marktwertende steht, in den nächsten Tagen aufgrund seiner neuen Relevanz zumindest noch ein paar Mark machen können.

Marco Russ (Eintracht Frankfurt, Abwehr, 770.000, 6 Punkte)

In Sachen Fitness hat der Routinier enorm aufgeholt, bekam in den letzten beiden Partien den Vorzug vor dem mexikanischen Nationalspieler Carlos Salcedo und durfte jeweils von Beginn an ran. Bundesliga auf höchstem Niveau hatten Russ viele nach seiner überstandenen Krebserkrankung nicht mehr zugetraut. Interessanter Nebenfakt: Mit Russ auf dem Platz hat Frankfurt in dieser Saison noch nicht verloren.

Dennoch ist der 32-Jährige nicht mehr der Schnellste. Wenn Simon Falette nach seiner Rotsperre zurückkehrt, muss Russ wieder zurück ins zweite Glied. Für einen Marktwert von noch deutlich unter einer Million lohnt sich die Investition aber dennoch.

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Autor: Karol Herrmann

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