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Für Klaus Allofs ist Valerien Ismael als Cheftrainer des VfL Wolfsburg die „beste Lösung“. Doch Fakt ist, der Franzose hat nach vier Spiele in der Liga lediglich einen Sieg eingefahren. Seine Personalentscheidungen scheinen nicht so zu fruchten wie erhofft. Ein erstes Comunio-Fazit.

Tor:

In seinem ersten Spiel als Interimscoach gegen den SV Darmstadt 98 vertraute Valerien Ismael noch Koen Casteels im Kasten der Wölfe. Der junge Belgier wurde vor der Saison noch von Dieter Hecking zur neuen Nummer 1 gemacht, Routinier Diego Benaglio blieb offiziell zwar Kapitän, war aber die Nummer 2.

Schon im darauffolgenden Pokalspiel beim 1. FC Heidenheim rückte Benaglio zwischen die Pfosten und schien Ismael zu überzeugt zu haben. Denn von nun an war der Schweizer wieder der neue alte Stammkeeper. In der aktuellen Situation ein durchaus nachvollziehbarer Schritt, soll Benaglio mit seiner Erfahrung dem VfL-Hintermannschaft doch die nötige Sicherheit geben.

Ordentliche 12 Punkte holte Benaglio bislang, auch wenn Casteels zuvor nicht wirklich enttäuschte (24), ist der Torwarttausch durchaus sinnig. Am vergangenen Wochenende gegen den FC Schalke war Benaglio der beste Wolfsburger (6).

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Abwehr:

Hier hat der VfL Wolfsburg bislang noch nicht die richtige Mischung gefunden. Sechs Gegentore in vier Spielen sind unterdurchschnittlich. Neuzugang Jeffrey Bruma ist auch unter Ismael noch nicht der erhoffe Abwehrchef (-8) und kann der Hintermannschaft noch nicht einmal ansatzweise Sicherheit geben.

Außerdem verwundert Ismaels Schachzug, Ricardo Rodriguez zum Innenverteidiger umzuschulen. War nicht eben dieser Rodriguez in den letzten Jahren auf dem europäischen Transfermarkt einer der heißesten Kandidaten (FC Barcelona, Manchester United) und zählte zu den Top-Linksverteidigern der Liga? Eigentlich ohne triftigen Grund agierte der Schweizer (7) unter Ismael ausschließlich in der Innenverteidigung, zumal mit Robin Knoche und Philipp Wollscheid zwei gelernte Innenverteidiger zur Verfügung stehen würden.

Nutznießer dieser Positionsrochade ist Yannick Gerhardt, der so sogar zum Nationalspieler wurde. Der Neuzugang aus Köln agiert auf der Linksverteidigerposition absolut solide (4), allerdings ist auch ihm anzusehen, dass es nicht seine etatmäßige Position ist.

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Mittelfeld:

Eigentlich das Prunkstück der Wölfe, wenn man sich den Kader anschaut. Doch weder Jakub Blaszczykowski (2), noch Daniel Caliguiri (4) oder Luiz Gustavo (4) konnten bislang unter Ismael wirklich glänzen. Julian Draxler und Daniel Didavi waren oder sind noch verletzt, auf ihnen ruht die Hoffnung.

Gerade von dem deutschen Nationalspieler aber hatte man sich nach der Fehde im Sommer eigentlich mehr erwartet, inzwischen räumte Manager Allofs sogar ein, in Sachen Draxler-Transfer jetzt wohl anders entscheiden zu würden.

Einziger Lichtblick bleibt Maxi Arnold. Der 22-Jährige stand bislang neun Mal in der Startelf, ist neben Rodriguez der beste Comunio-Feldspieler der Niedersachsen (22) derzeit und überzeugt in den letzten Wochen immerhin durch konstant gute Leistungen (unter Ismael 16 Zähler).

Sturm:

Dort ist Mario Gomez eigentlich die ärmste Sau. Der Nationalspieler erzielte unter Ismael in fünf Spielen (inklusive Pokal) vier Treffer und müht sich in vorderster Front in jedem Spiel redlich ab. Aber Gomez kann so oft knipsen wie er möchte, wenn die Mannschaft im gesamte Defensivspiel nicht funktioniert, wird es schwer, für die Wölfe erfolgreich zu sein.

Für ihn bleibt zu hoffen, dass durch die Rückkehr von Draxler und Didavi die Offensivlast auf mehrere Schultern verteilt wird und Ismael endlich das Defensivspiel der Wolfsburger verbessert, so dass die Tore von Gomez letzten Endes auch die erhofften Punkte bringen.

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Was gibt Hoffnung auf Besserung?

Eigentlich ziemlich wenig zurzeit. Einzig vielleicht, dass Draxler und Didavi zurückkommen. Allerdings lösen die beiden auch nicht die Probleme in der Defensive. Allofs hat mit dem Trainerwechsel schon der Mannschaft die Alibis genommen, nun ist die Truppe gefordert. Der Manager wird sich dabei schon etwas gedacht haben, wenn er Ismael vom Interims- zum Cheftrainer macht. Bislang haben seine Personalentscheidungen allerdings noch keine Früchte getragen. 60 Comunio-Punkte holten die Wolfsburger bislang in den vier Spielen unter Ismael. Mal sehen, was die fünf Partien bis zur Winterpause bringen…

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Autor: Florian Schimak

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