Robin Zentner und Florian Müller: Wer steht für Mainz 05 zum Start im Tor?

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In vier Vereinen gab es in der Winterpause einen mehr oder weniger offen ausgerufenen Kampf um den Platz zwischen den Pfosten, zwei Clubs verpflichteten sogar einen neuen Schlussmann. Wir sagen, wer am Wochenende spielt!

Das Torwartduell beim FC Augsburg

Beim FC Augsburg ist die passende Besetzung für den Platz zwischen den Pfosten in dieser Saison ein Dauerthema. Vor der Hinrunde entschied Fabian Giefer den ausgerufenen Zweikampf kurz vor Saisonstart für sich, Konkurrent Andreas Luthe musste zunächst auf der Bank Platz nehmen. Doch Giefer patzte früh in der Runde mehrfach schwer und brachte sein Team so um wichtige Punkte. Das Vertrauen in den Schlussmann war so nachhaltig gestört, dass pünktlich zum Auswärtsspiel bei den Bayern der Wechsel vollzogen wurde.

Und Andreas Luthe schlug direkt ein, sicherte durch eine starke Leistung beim Rekordmeister direkt einen Bonus-Punkt. Doch auch der Ex-Bochumer konnte im weiteren Verlauf der Saison nicht durchgängig überzeugen, sodass die Verantwortlichen in der Winterpause schließlich nochmal auf dem Transfermarkt zuschlugen und Gregor Kobel von der TSG Hoffenheim leihweise bis Saisonende verpflichteten. Und „eines der weltweit größten Torwarttalente seines Jahrgangs“, wie Berater Philip Degen den 21-Jährigen anpreist, kommt nicht, um zu lernen und dann wieder weiter zu ziehen.

(Klare) Tendenz: Kobel wird zum Rückrundenstart gegen Fortuna Düsseldorf das Tor der Augsburger hüten, Andreas Luthe nur auf der Bank sitzen.

Das Torwartduell beim 1.FSV Mainz 05

Das vielleicht engste und offenste Duell tragen derzeit Robin Zentner und der von einer hartnäckigen Knieverletzung inzwischen wieder genesene nominelle Stammtorwart Florian Müller derzeit und wohl bis zur letzten Trainingseinheit in der Vorbereitung in Mainz aus: „Die Entscheidung ist wirklich noch nicht getroffen“, berichtete 05-Trainer Sandro Schwarz erst gestern Bild. Und es ist wirklich eine Milimeter- bzw. Bauchentscheidung. Müller ist das größere Talent und ganz sicher der Mann der Zukunft in Mainz, seine Ausstrahlung ist imposanter als die des eher zurück haltenden Robin Zentner. Der jedoch präsentierte sich in der zweiten Hälfte der Hinrunde sehr stark. So stark, dass es sportlich eigentlich kaum Argumente gibt, jetzt den Wechsel zurück zu Müller zu vollziehen. In der Vorbereitung konnte keiner der beiden den Konkurrenten hinter sich lassen.

(Ganz vorsichtige) Tendenz: Gut möglich, dass sich Schwarz gemeinsam mit seinem Torwarttrainer Stephan Kuhnert bei dieser 50/50-Entscheidung wie schon vor Saisonstart für den jüngeren, etwas präsenteren Florian Müller als erste Wahl entscheidet.

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Das Torwartduell bei Fortuna Düsseldorf

„Das wird eine schwierige Entscheidung weil die Vorbereitung sehr kurz ist“, verkündete Fortuna-Torwarttrainer Claus Reitmaier Anfang des Jahres den Stand der Dinge im Duell seiner Torhüter. Und dann verpflichtete man noch etwas überraschend auch noch Jaroslav Drobny vom SV Werder Bremen. War dieser Transfer ein Misstrauensvotum gegen Raphael Wolf und Michael Rensing? Wie auch immer es gemeint war: Beim Telekom Cup patzte der Routinier und dürfte sich damit schon schnell aus dem Kampf um den Stammplatz im Tor verabschiedet haben. Michael Rensing, in der Hinrunde die Nummer 1, allerdings ohne durchgängig zu überzeugen, hielt bei dem hochkarätig besetzten Turnier stark und dürfte damit wieder Punkte für eine Weiterbeschäftigung gesammelt haben.

Tendenz: „Michael hat natürlich viel mehr Spielpraxis. Und in den letzten drei Spielen auch richtig gut gehalten.“ So charakterisierte Fortuna-Cheftrainer Friedhelm Funkel den Status in der Torhüterhierarchie, als er den winterlichen Zweikampf ausrief. Und es macht den Eindruck, als hätte der 33-jährige Rensing diesen kleinen Vorsprung durch die Winterpause gerettet. Michael Rensing bekommt nach einem starken Vorbereitungsendspurt für die Rückrunde noch einmal das Vertrauen von Reitmaier und Funkel das Vertrauen geschenkt.

Das Torwartduell beim 1.FC Nürnberg

In Nürnberg scheint die Sache klar zu sein: Chrstian Mathenia wird zum Rückrundenauftakt das Tor des Bundesliga-Schlusslichts hüten. Auch, wenn der Ex-Hamburger in der Vorbereitung nicht überzeugen konnte. Aber Konkurrent und Aufstiegstorhüter Fabian Bredlow, der vor Saisonstart etwas überraschend das Vertrauen der Trainer geschenkt bekommen hatte, präsentierte sich mindestens genauso wackelig. Mathenia, der im Abstiegsjahr des HSV durchaus unter Beweis gestellt hat, ein guter Bundesliga-Keeper sein zu können, muss sich deutlich steigern, um seiner Mannschaft ein paar überlebenswichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sichern zu können.

Tendenz: In Nürnberg herrscht für Comunio-Manager die größte Planungssicherheit: Mathenia wird – vor allem mangels besserer Alternativen – spielen.

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Autor: Till Erdenberger

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