Nach dem Frust auf Schalke wieder gut drauf: Yevhen Konoplyanka

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Wer strotzt nach den Länderspielen vor Selbstvertrauen? Wer schmort auf der Bank und schiebt Frust? Wen bekommst du angeschlagen zurück? Wir schauen mal rum, was deine Jungs rund um die Welt gerade so treiben.

Das größte Kontingent Nationalspieler entsendeten die Bundesligaclubs in Richtung unseres südlichen Nachbarn: Bei Österreichs 2:0 gegen Schweden (mit dem Mainzer Robin Quaison und Isaac Kiese Thelin aus Leverkusen in der Startformation) standen mit Hinteregger, Alaba, Grillitsch, Ilsanker, Schöpf und Burgstaller gleich sechs Bundesligaprofis in der Startelf, Dragovic, Lazaro, Sabitzer und Gregoritsch kamen im Laufe der Partie noch ins Spiel. Einzig Kevin Wimmer musste 90 Minuten zuschauen. Bayern-Verteidiger David Alaba erzielte den Endstand. 

Eine weitere Reise hatten John-Anthony Brooks (VfL Wolfsburg), Bobby Wood (Hannover 96) und Weston McKennie (FC Schalke 04): Das Trio musste nach New Jersey reisen, um sich mit Brasilien zu messen. Immerhin hat sich der Aufwand gelohnt: Brooks und Wood spielten durch, McKennie wurde spät ausgewechselt. 

Kuba Blaszczykowski (VfL Wolfsburg) und Robert Lewandowski (Bayern München) mussten mit ihren Polen gegen Italien ran – und hätte fast drei Punkte für einen optimalen Start in die Nations League mitgenommen – hätte der Wolfsburger ein wenig mehr Vorsicht im Zweikampf walten lassen. Lewandowski hatte die 1:0-Führung der Polen vorbereitet, ehe Blaszczykowski in der 78. Minute ungestüm den Elfmeter zum Ausgleich verschuldete. Stuttgarts Kaminski kam nicht zum Einsatz.

Gleich drei Bundesligakicker durften sich mit Norwegen über einen 2:0-Sieg gegen Zypern freuen: Torwart Rune Jarstein (Hertha BSC) und Hoffenheims Havard Nordveidt spielten 90 Minuten, Iver Fossum (Hannover 96) durfte ab der 72. Minute mitmischen. 

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Der zweite Torschütze aus der Bundesliga dieses ersten Länderspieltages der jungen Saison kommt vom FC Schalke 04: Yevhen Konoplyanka, „zuhause“ gerade erst vom Platz geflogen und entsprechend gefrustet, traf für seine Ukraine beim 2:1 gegen Tschechien (mit Werders Gebre Selassie und Kaderabek (TSG Hoffenheim) von Beginn an) zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Ondrej Petrak (1.FC Nürnberg) saß bei den Tschechen 90 Minuten auf der Bank.

Beim Duell des Europameisters gegen den Vize-Weltmeister durfte Leipzigs Bruma als einziger Bundesligalegionär von Beginn an ran. Für Kroatien kam Leverkusens Tin Jedvaj schon nach einer guten halben Stunde ins Spiel, Renato Sanches, beim FC Bayern nach dem nicht zustande gekommenen Last-Minute-Wechsel zu PSG weiter außen vor, wurde erst nach 86 Minuten eingewechselt. Für Belgien kamen Axel Witsel (Borussia Dortmund) und Koen Casteels (VfL Wolfsburg) nicht zum Einsatz, Thorgan Hazard (Borussia Mönchengladbach) beackerte über 90 Minuten die linke Seite.

Für Rumänien stand Alexandru Maxim (FSV Mainz 05) 90 Minuten auf dem Platz, kam über ein 0:0 gegen Montenegro aber nicht hinaus, Filip Kostic (Eintracht Frankfurt) und Milos Veljkovic (Werder Bremen) schlugen mit Serbien Litauen 1:0, der Frankfurter wurde in der 90. Minute ausgewechselt. Kostic´ Mannschaftskollege Taleb Tawatha kam für Israel 90 Minuten zum Einsatz, konnte die 0:1-Niederlage in Albanien aber auch nicht verhindern. Völlig enttäuschend verlief der Auftakt der Nations League für Yunus Malli: Nicht nur kam der Wolfsburger, der schon daheim nicht mehr zum Zuge kommt, erst in der 71. Minute, dazu verloren seine Türken auch noch 1:2 gegen Russland. Düsseldorfs Kaan Ayhan kam zur Halbzeit. Für Slowenien spielte Leipzigs Kevin Kampl 83 Minuten, müsste dann mit einer Knöchelverletzung runter und unterlag 1:2 gegen bundesligafreie Bulgaren. Der Mittelfeldspieler reiste inzwischen ab, eine längere Pause droht jedoch wohl nicht.

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In Asien durfte Augsburg Dong-Won Ji für seine Südkoreaner von Beginn an stürmen, musste nach gut einer Stunde und ohne Torbeteiligung aber wieder vom Platz. Das Spiel Japan (mit Takuma Asano (Hannover 96)) gegen Chile (mit Leverkusens Charles Aránguiz und Miiko Albornoz (Hannover 96)) wurde nach einem Erdbeben in der Region abgesagt.

Ab der zweiten Halbzeit durfte Stuttgarts Abräumer Santiago Ascacibar bei Argentiniens Neustart ohne den zurück getretenen Superstar Lionel Messi helfen und kam so beim 3:0 der Gauchos gegen Guatemala zu seinem Debüt in der Albiceleste.

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Autor: Till Erdenberger

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