Durchaus packend ging es beim Telekom Cup zu, nicht nur hier zwischen Denis Zakaria und Thiago.

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Der erste – nunja – Titel des Jahres ist vergeben und es ging durchaus packend zu beim Telekom Cup in Düsseldorf. Die Bayern präsentierten einen spannenden Neuzugang, der abstiegsbedrohte Gastgeber sich durchaus ansprechend.

Halbfinale 1:

Fortuna Düsseldorf – FC Bayern München 7:8 n.E. (0:0)

Tore (im Elfmeterschießen): 1:0 Ayhan, Alaba scheitert an Rensing; 2:0 Gießelmann, 2:1 Müller, Stöger scheitert an Neuer, 2:2 Lewandowski, 3:2 Lukebakio; 3:3 Gnabry, 4:3 Morales, 4:4 Goretzka, 5:4 Kaminski, 5:5 Kimmich, 6:5 Raman, 6:6 Coman, 7:6 Zimmermann, 7:7 Sanches, Usami schießt über das Tor, 7:8 Süle

Aufstellung Fortuna Düsseldorf: Rensing – Zimmermann, Ayhan, Kaminski, Gießelmann – Morales, Fink – Raman, Stöger, Usami –Lukebakio

Aufstellung FC Bayern München: Neuer – Kimmich, Süle, Mai, Alaba – Sanches, Goretzka – Gnabry, Müller, Coman – Lewandowski

Comunio-Check: Gewinner Nummer 1 des Tages: Michael Rensing! Der Ex-Bayern-Keeper im Tor der Fortuna hielt stark gegen seinen ehemaligen Verein, bei dem er einst als Nachfolger für Oliver Kahn auserkoren wurde. Erst parierte er in den regulären mehrfach, besonders sehenswert einen Kopfball von Kingsley Coman. Und im Elfmeterschießen gab es einen besonderen Moment: Rensing hielt einen Elfmeter, das ist ihm in der Bundesliga bisher noch nicht gelungen. In Summe eine Vorstellung, die die Position des Schlussmanns im jüngst von Friedhelm Funkel wieder eröffneten Kampf um den Platz zwischen den Pfosten beim Aufsteiger gestärkt haben dürfte.

Die Fortuna lieferte dem Rekordmeister jedoch keine Abwehrschlacht, sondern kam ihrerseits zu guten Offensivaktionen und hätte sogar einen Elfmeter bekommen können, nachdem Dodi Lukebakio von Innenverteidiger Lars Lukas Mai durchaus strafstoßwürdig bearbeitet worden war.

Halbfinale 2:

Borussia Mönchengladbach . Hertha BSC 1:0

Tore: 1:0 Hazard (5.)

Aufstellung Borussia Mönchengladbach: Sippel – Beyer, Ginter, Jantschke, Poulsen – Kramer – Cuisance, Neuhaus – Traoré, Stindl, Hazard

Aufstellung Hertha BSC: Jarstein – Torunarigha, Lustenberger, Stark – Plattenhardt, Maier, Darida, Duda, Lazaro – Selke, Ibisevic

Comunio-Check: „Es gab Momente, in denen ich zufrieden war und es gab Momente, in denen ich es nicht war. Gladbach hat ein wunderschönes Tor geschossen, aber es waren genug Torchancen da, um das 1:1 zu machen. Nichtsdestotrotz war es gut, unter Druck zu spielen“, ordnete Hertha-Trainer Pal Dardai den Spielverlauf dieses Halbfinals ein, in dem der Ungar durchaus eine Version einer möglichen Startelf für den Rückrundenauftakt ins Rennen schickte. 

Sein Gegenüber Dieter Hecking ließ sich noch nicht besonders tief in die Karten schauen, sein erstes Aufgebot bestand aus Stammkräften ergänzt um zahlreiche Spieler aus der zweiten Reihe. Was er von dieser Mischung zu sehen bekam, dürfte dem Coach nach zwei Testspielniederlagen gegen den 1.FC Magdeburg und Standard Lüttich, die durchaus für Ärger beim Champions League-Aspiranten gesorgt hatten, gefallen haben. Spielerisch deutlich verbessert mit schönen Offensivaktionen – so wollte Hecking seine Truppe sicher sehen, die das Spiel auch früher für sich hätte entscheiden können, aber im Abschluss zu viel liegen ließ.

Spiel um Platz 3:

Fortuna Düsseldorf – Hertha BSC 3:1

Tore: 0:1 Köpke (3.), 1:1 Karaman (11.), 2:1 Ducksch (23., Elfmeter), 2:1 Ducksch (32.)

Aufstellung Fortuna Düsseldorf: 

Aufstellung Hertha BSC: Kraft – Mittelstädt, Rekik, Baak, Pekarik – Friede, Skjelbred – Jastrzembski, Kalou, Dárdai – Köpke

Comunio-Check: Fortuna-Trainer Friedhelm Funkel war mit den insgesamt 90 Minuten überaus zufrieden, die seine Mannschaft beim Telekom Cup abgeliefert hat: „Wir haben heute gesehen, was wir uns in der Vorbereitung erarbeitet haben. Wir haben gegen Bayern und Hertha verschiedene Systeme gespielt, wobei wir gegen die Bayern naturgemäß etwas defensiver waren. Beides hat gut funktioniert“, resümierte der Dochnichtbaldrentner nach dem erfolgreich gestalteten Spiel um Platz 3. „Gegen Hertha hat uns der Rückstand überhaupt nicht aus der Bahn geworfen, wir haben konzentriert weitergespielt.“ Und auch Marvin Ducksch, der sich mit zwei Treffern gegen Hertha frisches Selbstvertrauen für die Rückrunde geholt hat und einer der Gewinner des Nachmittags war, freute sich: „Für mich hat ein neues Jahr angefangen. Ich habe mir neue Ziele gesetzt und gebe alles, um sie zu erreichen. Man hat auch heute gesehen, welches Potential in unserer Mannschaft steckt.“ Das Gegentor verschuldete ausgerechnet Neuzugang Jaroslav Drobny, der doch eigentlich voll in den Zweikampf um den Stammplatz im Tor einsteigen sollte. Der Tscheche, bis zum Saisonende von Werder Bremen verpflichtet, spielte einen Pass unbedrängt in die Füße von Hertha-Stürmer Salomon Kalou, der Pascal Köpke bediente, der nur noch einschieben musste.

Naturgemäß war die Stimmung beim Gegner der Rheinländer eher geht so: „Man hat gesehen, dass wir bis zum Rückrundenauftakt noch eine Menge zu trainieren haben“, legte Geschäftsführer Michael Preetz den Finger in die Wunde und sein Trainer wurde noch etwas konkreter: „Spielerisch hat es mir nicht gut gefallen und werden das genau analysieren. Dennoch haben wir einige Erkenntnisse gesammelt. Nächste Woche sehen wir, wo wir stehen.“ Die beste Nachricht für Dardai: Mit Karim Rekik und Niklas Stark haben sich zwei lange verletzte Verteidiger wieder voll in Wettkampfform zurück gemeldet, auch wenn zumindest Stark noch ein paar Einheiten benötigen wird, um wieder voll auf der Höhe seiner Leistungsfähigkeit zu sein.

Finale:

FC Bayern München – Borussia Mönchengladbach 4:2 n.E. (0:0)

Tore: 1:0 James, Ulreich hält gegen Herrmann, Wagner scheitert an Nicolas, 1:1 Drmic, 2:1 Thiago, 2:2 Strobl, 3:2 Goretzka, Zakaria verschießt, 4:2 Hummels

Aufstellung FC Bayern München: Ulreich – Rafinha, Boateng, Hummels, Lungwitz – Sanches (27. Goretzka), Thiago – Davies, James, Jeong (39. Zirkzee) – Wagner

Aufstellung Mönchengladbach: Nicolas – Beyer, Strobl, Jantschke, Poulsen – Cuisance (37. Villalba) – Herrmann, Benes, Neuhaus (23. Zakaria), Traore (23. Müsel) – Drmic

Comunio-Check: Willkommen in der Bundesliga, Alphonso Davies! Bei den Bayern durfte der jüngste Neuzugang des Rekordmeisters im Finale des Telekom Cups erstmals ran, ohne jedoch besonders auffällig zu werden. Auffällig dagegen: Beide Teams hatten Spaß an diesem Endspiel, es entspann sich schnell eine muntere Partie mit diversen guten Gelegenheiten, unter anderem durch Drmic, den man wohl noch einmal prominent ins Schaufenster stellen wollte. Der Schweizer scheiterte doch an Sven Ulreich, genauso wie wenig später auf der Gegenseite Sandro Wagner an Moritz Nicolas. Und obwohl beide Mannschaften überaus bemüht waren, zu Zählbarem zu kommen, musste auch das Finale im Elfmeterschießen entschieden werden. Und die Bayern hatten wieder die besseren Nerven und Schützen.

Gute Nachrichten für beide Trainer: Alle gesund durchgekommen, viele Dinge sitzen schon wieder – wir dürfen uns aufs kommende Wochenende freuen! Die beste Nachricht für Comunio-Manager: Thorgan Hazard ist gesund!

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Autor: Till Erdenberger

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