Endlich wieder dabei: Marcel Halstenberg

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Spielpraxis für die zweite Reihe oder Feuertaufe für die Neuen: Die Testspiele in der Länderspielpause sind spannend für alle Manager. Und unterhaltsam waren die ersten Spiele des Tages auch allemal.

SC Freiburg – SV Sandhausen 0:0 (0:0)

Tore: Fehlanzeige

Aufstellung: Flekken – Kübler, Koch, Heintz (46. Gulde), Günter – Höfler (46. Gondorf), Kammerbauer – Terrazzino (46. Haberer), Frantz – Ravet, Niederlechner (46. Kath)

Comunio-Check: Eigentlich sollte dieser ambitionierte Test den Sportclub ein Schrittchen weiter bringen, die Natur machte dem Bundesligisten jedoch einen Strich durch die Rechnung: Nach 60 Minuten wurde die Partie der Freiburger gegen den SV Sandhausen wegen eines Unwetters abgebrochen. Bis dahin gabs schon reichlich Regen und statt offensiver Automatismen regierten hüben wie drüben stark und sicher stehenden Verteidigungslinien. Der Erkenntnisgewinn dürfte für das Freiburger Trainerteam (heute noch ohne den immer noch darnieder liegenden Christian Streich) übersichtlich geblieben sein. Immerhin feierte Yoric Ravet nach einer Muskelverletzung im Oberschenkel seinen ersten Saisoneinsatz und steht ab sofort als Alternative im Mittelfeld wieder zur Verfügung.

RB Leipzig – Zaglebie Lubin 1:0 (0:0)

Tore: 1:0 Majetschak (49.)

Aufstellung: Müller – Mukiele, Orban, Konaté – Laimer, Halstenberg, Krauß– Mekonnen, Majetschak – Poulsen, Augustin

Comunio-Check: „Wir haben das ordentlich gemacht. Wir haben so gut wie nichts zu gelassen. Halstenberg hat sein Comeback gegebenen, das war vor zwei Wochen noch nicht absehbar. Er hatte keine Probleme, darüber sind wir sehr froh. Außerdem haben die Jungen es auch ganz gut gemacht, finde ich“, resümierte RB-Coach Ralf Rangnick die zuvor gesehenen 90 Minuten und stellte gleich den positivsten Aspekt aus Sicht der Sachsen in den Vordergrund: Außenverteidiger Marcel Halstenberg konnte nach seinem Kreuzbandriss und 9 Monaten Zwangspause erstmals wieder im RB-Dress auflaufen, zeigte in beide Richtungen gute Ansätze, bevor dann nach 30 Minuten wieder Schluss war. Bis der Nationalspieler wieder ein Thema für Bundesligaeinsätze wird, dürfte es also noch die eine oder andere Woche dauern.

Für den Siegtreffer sorgte dann tatsächlich auch einer der von Rangnick gelobten „Jungen“: Erik Majetschak, erst kürzlich mit einem Profivertrag ausgestattet, traf kurz nach der Pause mit einem platzierten Schuss. Taktische Randnotiz: Ralf Rangnick ließ seine Mannschaft in einem 3-5-2 auflaufen, das der polnische Erstligist allerdings nicht ernsthaft auf die Probe stellen konnte.

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Borussia Mönchengladbach – VfL Bochum 2:1 (2:0)

Tore: 1:0 Strobl (4.), 2:0 Raffael (34.)

Aufstellung: Sippel (46. Nicolas) – Elvedi (55. Egbo), Jantschke (81. Doucouré), Strobl, Wendt – Kramer, Hofmann, Müsel (64. Pazurek) – Plea, Raffael (41. Pfalz), Traoré (46. Makridis)

Comunio-Check: Diese erste Halbzeit dürfte Dieter Hecking richtig Spaß gemacht hatte: Der Gladbacher Trainer konnte mit Kramer, Elvedi und Traoré nicht nur wieder auf eine ganze Reie zuletzt verletzter oder angeschlagener Spieler zurück greifen, sondern sah auch 45 Minuten, in denen seine Mannschaft den Zweitligisten teilweise regelrecht vorführte. Dass die Bochumer nur mit 0:2 in die Kabine gingen, verdankten sie vor allem der freundlichen Unterstützung von Pfosten und Latte, die insgesamt dreimal einen Einschlag verhinderten. Dazu hätte der starke Pléa noch zweimal treffen können, auch Müsel scheiterte aus aussichtsreicher Position. 

Emotionaler Höhepunkt einer weniger unterhaltsamen zweiten Hälfte: Rund zehn Minuten feierte auch noch Mamadou Doucouré tatsächlich sein Debüt im Borussia-Dress – nach zwei Jahren Verletzungspause!

TuS Koblenz – 1.FSV Mainz 05 0:2 (0:1)

Tore: 0:1 Brosinski (22.), 0:2 Ujah (78.)

Aufstellung: Huth – Donati, Müller, Bell, Bussmann – Brosinski (46. Mateta), Mwene, Issah (59. Onisiwo), Boetius – Burkardt (46. Papela), Ujah

Comunio-Check: Lockere Nummer, die die Mainzer hier beim „Rettungsspiel“ für die finanziell arg angeschlagene TuS Koblenz hinter sich gebracht haben. Diverse A-Jugendliche durften ran, ohne sich aber groß in den Vordergrund spielen zu können, dazu durfte Feyernoord-Neuzugang Jean-Paul Boetius zum ersten Mal von Anfang an ran und Last Minute-Neuzugang Issah Abass feierte sein Debüt im Dress des Bundesligisten. Die Tore aber schossen die Alteingesessenen: Verteidiger Daniel Brosinski schlenzte einen Freistoß in den Winkel, den Endstand markierte Anthony Ujah nach Boetius-Flanke. 

Spannend aus Mainzer Sicht war vor allem der Auftritt des 19-jährigen Issah Abass, am Deadline Day aus Ljubljana gekommen: Der Ghanaer deutete mehrfach dynamisch und gedankenschnell an, dass er auf der Außenbahn durchaus auch kurzfristig in der Bundesliga auftauchen könnte.

Wie der 1.FC Nürnberg, Eintracht Frankfurt, Hertha BSC und der BVB heute getestet haben, fassen wir euch morgen zusammen.

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Autor: Till Erdenberger

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