Vedad Ibisevic beim Testspiel bei Anker Wismar

Foto: © imago/objectivo

Am Freitagabend absolvierten die Bundesligisten Hertha und Köln ihre nächsten Testspiele. Ein Hertha-Neuzugang zeigte seine Holzfäller-Qualitäten und musste früh vom Platz. Zwei Langzeit-Verletzte treffen für die Blau-Weißen. Köln mühte sich in einem müden Kick gegen Regionalligist Uerdingen. Eine Zusammenfassung der beiden Bundesliga-Testspiele in der Comunio-Analyse.

Freitag, 17:30 Uhr: FC Anker Wismar – Hertha BSC 1:5 (0:1)

Aufstellung Hertha BSC 1. Halbzeit: Schaffran – Pekarik, Langkamp, Rekik (20. Baak), Skjelbred, Mittelstädt – Leckie, Kade, Covic, Haraguchi – Ibisevic

Aufstellung Hertha BSC 2. Halbzeit: Schaffran – Weiser, Lustenberger, Baak, Plattenhardt – Kurt, Maier, Dardai jr, Duda, Stocker – Esswein

Tore: Ibisevic (27.), Stocker (54.), Duda (66., Elfmeter), Weiser (70.)

Besondere Vorkommnisse: Rot für Rekik (9.)

Comunio-Analyse: Schon der erste Blick auf die Aufstellung der Hauptstädter gegen den Teilnehmer der NOFV-Oberliga Nord verrät: Herthas Torwart-Engpass hält weiter an. Rune Jarstein, Thomas Kraft und Klismann junior mussten verletzt passen, dafür durfte U23-Schlussmann Schaffran ran.

Bereits in der neunten Minute musste Herthas Innenverteidiger-Neuzugang Karim Rekik vom Platz, da er den davongezogenen Henry Haufe nur mittels einer Notbremse stoppen konnte. Hier sollten Comunio-Manager hellhörig werden, denn die Kategorie „Holzfäller-Verteidiger“ möchten nur die wenigsten gerne in ihrem Team haben – Minuspunkte-Alarm! Natürlich kann diese Szene ein Ausrutscher gewesen sein, schließlich hat er sich bislang gut ins Team eingefügt – es gilt, die Personalie Rekik weiter aufmerksam zu beobachten.

Hertha-Neuzugang Karim Rekik im Comunio-Check: Chancen, Marktwert, Potenzial

Da ist er, der Brooks-Nachfolger. Doch was kann Rekik eigentlich? Mit seinen 22 ist er schon viel rumgekommen, setzt er sich bei der Hertha durch? Comunioblog gibt eine Einschätzung.

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Kurios an der Szene: Hertha musste das Testspiel nicht zu zehnt zu Ende spielen. Die Trainer beider Teams verständigten sich darauf, dass Nachwuchs-Innenverteidiger Florian Baak Rekiks Position einnehmen darf. Es ging also elf gegen elf weiter.

Das 1:0 aus Berliner Sicht erzielte schließlich Herthas Sturmtank Vedad Ibisevic (sichtlich zufrieden, oben im Bild) in der 27. Minute. Schöne Offensivszenen hatte auch Neuzugang Matthew Leckie. Für viele Comunio-Punkte muss der Australier jedoch ein wenig mehr Torgefahr entwickeln.

In der zweiten Hälfte spielt ein komplett anderes Team nur Baak und Schaffran dürfen bleiben. Das klappt gleich zu Beginn gut: Duda scheitert noch am Wismar-Schlussmann, Stocker staubt zum 2:0 ab. Der lange verletzte Slowake, der als gefühlter Neuzugang durchgeht, strahlt Selbstbewusstsein aus und erzielte schließlich das 3:0 höchstpersönlich vom Elfmeterpunkt – er könnte diese Saison endlich zeigen, warum die Berliner rund vier Millionen Euro Ablöse an Legia Warschau überwiesen.

Mitch Weiser versenkte einen wunderschön direkt ausgeführten Freistoß direkt in den Winkel – 4:0. Weiser kann also nicht nur mit dem Ball die rechte Seite beackern, sondern empfiehlt sich auch als gefährlicher Standard-Schütze.

Ähnlich wie Duda wurde Sinan Kurt seit seinem Wechsel zur Hertha durch Verletzungen zurückgeworfen und konnte sich bislang nicht bei den Berlinern beweisen – zu allem Überfluss kritisierte ihn auch noch Trainer Pal Dardai, weil Kurt sich nach der Sommerpause mit Übergewicht zurückmeldete. In der 85. Minute gelang ihm das 5:0, die sehenswerte Vorlage kam von Duda. Wismar gelang kurz vor Schluss noch der Anschlusstreffer zum 5:1.

Nach einem stolprigen Start fanden die Berliner gut ins Spiel. Diesen Eindruck bekräftigte auch Hertha-Coach Pal Dardai kurz nach der Partie: „Mit den ersten 20 Minten war ich nicht so zufrieden, danach lief es besser und wir haben ein gutes Spiel gemacht. Valentin Stocker hat mir in der zweiten Halbzeit gut gefallen und über die Qualitäten von Weiser brauchen wir nicht zu sprechen.“

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Freitag, 19:00 Uhr: KFC Uerdingen 05 – 1. FC Köln 0:0 (0:0)

Aufstellung 1. FC Köln: T. Horn (46. Müller) – Olkowski, Maroh, Heintz (63. Sörensen), J. Horn (68. Rausch) – Bittencourt, Lehmann, Nartey, Zoller – Osako, Guirassy

Tore:

Comunio-Analyse: Keine Tore fielen im zweiten Testspiel des Abends zwischen dem Bundesligisten Köln und dem Regionalligisten Uerdingen. Fiese Zungen würden behaupten, das Spiel war wie das Ergebnis. In der Tat gab es sehr wenig gefährliche Torraumszenen und die Spieler wirkten ein wenig geplättet von den Trainingseinheiten der letzten Tage. Natürlich konnten Comunio-Manager aber auch etwas aus diesem Match mitnehmen.

FC-Neuzugang Jannes Horn (diesen Sommer für sieben Millionen Euro aus Wolfsburg gekommen) durfte als einziger Sommer-Neuzugang in diesem Testspiel ran und ist als Linksverteidiger ins Spiel gestartet. Er zeigte hin und wieder seine Sprintqualitäten, indem er der rechten Uerdinger Seite davonlief – der Junge ist verdammt schnell! Horn könnte gute Chancen auf einen Platz in der Startelf zu Beginn der Saison haben. Ob er Rausch wirklich verdrängen kann, wird sich in den nächsten Wochen zeigen.

Von den anderen Neuzugängen saß Jhorn Cordoba 90 Minuten auf der Bank und Joao Queiros sowie Jorge Mere waren bei diesem Testspiel noch nicht im Kader.

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Jorge Mere

Jetzt kommt der Wunschspieler also doch! Die Kölner holen mit Mere ein spanisches Talent mit reichlich Erfahrung! Kann sich der Youngster direkt durchsetzen? Comunioblog macht den obligatorischen Check!

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Ebenfalls gut in Form zeigte sich der 17-jährige Nartey, der im Kölner Mittelfeld sehr ballsicher agierte und auch präzise Flanken schlug. Eine dieser Flanken hätte in der 81. Minute fast zur Kölner Führung geführt, Osako köpfte jedoch daneben.

Comunio-Manager, die Bittencourt in ihrem Team haben, sind Sekunden vor Schluss böse zusammengezuckt. Dörfler senste den Kölner an der Seitenlinie mit gestrecktem Bein brutal um. Es kann durchgeatmet werden, denn es ist nichts weiter passiert.

Köln-Trainer Peter Stöger beurteilt das Spiel seines Teams folgendermaßen: „Es war klar, dass es für unsere Jungs nicht einfach wird nach so einer Trainingswoche. Wir haben in dieser Formation bisher noch nicht zusammengespielt, aber es war eine gute körperliche Einheit für unsere Mannschaft. Die Uerdinger sind sehr gut aufgestellt.“

 

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Autor: Markus Teschner

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