Auch noch da: Mario Götze

Foto: © imago / DeFodi

Ein teurer Bankdrücker durfte sich mal wieder in den Vordergrund spielen, einer auf dem Sprung markiert einen Viererpack und in Frankfurt sagt einer: „Ich bin auch noch da!“ Es war viel los…


VfL Osnabrück – Borussia Dortmund 0:6 (0:5)

Tore: 0:1, 0:2, 0:3, 0:5 Bruun Larsen (9., 24., 25., 41.), 0:4 Gómez (32.), 0:6 Philipp (78.)

Aufstellung: Bürki – Piszczek (46. Schmelzer), Toprak, Pieper, Toljan – Weigl – Kagawa, Götze – Gómez (67. Dahoud), Alcácer (74. Rode), Larsen (63. Philipp)

Comunio-Check: Eigentlich hätte es ja das Spiel des Neuzugangs werden sollen, stattdessen gehörten die Schlagzeilen nach Borussias Testkick beim Drittligisten aus Osnabrück einem ganz anderen: Jacob Bruun Larsen zerlegte den VfL schon in der ersten Halbzeit mit vier Treffern, Millionenneuzugang Paco Alcácer konnte nur staunend zuschauen. „Das war war spielerisch sehr gut, mit vielen Kombinationen, das war schön zu sehen“, war BVB-Coach Lucien Favre vor allem von der sehr starken ersten Halbzeit seiner Mannschaft angetan. Und auch für den Neuen hatte der Schweizer nette Worte übrig, auch wenn der sicher gerne ebenfalls getroffen hätte: „Paco hat kein Tor gemacht. Aber spielerisch funktioniert es.“ Ebenfalls erfreulich für Favre: Der seit Ende der vergangenen Saison mit Leistenproblemen kämpfende Julian Weigl meldete sich zurück und spielte 90 Minuten beschwerdefrei durch. Ebenfalls 90 Minuten auf dem Platz stand mal wieder Mario Götze – und brachte sich mit einer ansprechenden Leistung wieder in Erinnerung.

FC Ederbergland – Eintracht Frankfurt 0:5 

Tore: 0:1 Beyreuther (11.), 0:2 Paciencia (19.), 0:3 Fabián (61.), 0:4 Fabián (71.), 0:5 Paciencia (88.)

Aufstellung: Trapp (46. Rönnow) – Willems, Knothe (58. Stendera), Ndicka (46. Falette), Beyreuther (75. Da Costa) – de Guzman (75. Torró), Hasebe, Allan (58. Fabián) – Müller (58. Haller), Paciencia, Geraldes (58. Hrgota)

Comunio-Check: Schönes Schaulaufen für die Frankfurter „Trainingsgruppe zwei“: Mit Simon Falette, Marc Stendera, Branimir Hrgota und Marco Fabian durften vier der eigentlich aussortierten Profis mal wieder so etwas wie Wettkampfluft schnuppern – und zumindest Fabian wird den Ausflug ins Ederbergland in guter Erinnerung behalten. In besserer, als seinen Trip an den Bosporus, wo ihm jüngst ein Vertrag bei Fenerbahce in Aussicht gestellt wurde, der Transfer aber dann unter leicht dubiosen Begleituständen doch nicht zustande kam. Der Mexikaner jedenfalls traf drei Minuten nach seiner Einwechslung zum 3:0, wenig später noch einmal zum 4:0. Und damit ist die spannendste Geschichte dieses Spiels schon erzählt, das der Bundesligist souverän, konsequent aber glanzlos nach Hause brachte.

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TSG 08 Roth – 1.FC Nürnberg 1:17 (0:11)

Tore: 0:1 Knöll (1.), 0:2 Engelhardt (6.), 0:3 Knöll (11.), 0:4 Knöll (16.), 0:5 Pereira (19.), 0:6 Bauer (22.), 0:7 Knöll (24.), 0:8 Pereira (30.), 0:9 Engelhardt (31.), 0:10 Knöll (39.), 0:11 Engelhardt (41.), 0:12 Rhein (54.), 0:13 Engelhardt (60.), 0:14 Tillman (64.), 0:15 Engelhardt (65.) 0:16 Kubo (84.), 0:17 Behrens (86.)

Aufstellung: Mathenia (46. Klandt) – Goden (69. Valentini), Medic (74. Margreitter), Jäger (74. Behrens), Bauer (74. Fuchs), Tillman (74. Kubo), Pereira (46. Misidjan), Erras (46. Harlass), Rhein (74. Mühl), Engelhardt (74. Ishak), Knöll (74. Palacios)

Comunio-Check: Stell dir vor, du hast einen richtig schönen Tippschein ausgefüllt. Kantersieg für Dortmund, Gladbach gewinnt die erste Hälfte gegen Bochum und verliert die zweite, Mainz schlägt Koblenz und das letzte Tor im Spiel TSG 08 Roth gegen den 1.FC Nürnberg erzielt natürlich der Bundesligist. Und der erzielt Tor um Tor, in der 86. sind es schon 17 – und dann kommt in der 87. ein Herr Müller, daddelt die Murmel ins Tor des Bundesligisten und dann ist Schluss. Aua. 

FCN-Trainer Michael Köllner hatte derlei Probleme nach dem Kantersieg natürlich nicht, im Gegenteil: „In der ersten halben Stunde haben wir kaum Fehler gemacht, haben super Tore erzielt. Die Art und Weise wie die Spieler dieses Spiel angenommen haben zeigt, dass sie charakterlich gut drauf sind.“ Sportlich gut drauf waren vor allem die Angreifer Erik Engelhardt und Törles Knöll, beide trafen jeweils fünfmal.

Hertha Zehlendorf – Hertha BSC 0:3 (0:0)

Tore: 0:1 Kiprit (56.)0:2 Selke (82.), 0:3 Skjelbred (84.)

Aufstellung: Smarsch (46. Klinsmann) – Kade (58. Kastrati), Stark (58. O. Rekik), Luckassen, Klünter – Lustenberger, Skjelbred, Grujic (58. Albrecht) – Kalou (46. Kiprit), Selke, Köpke

Comunio-Check: Davie Selke ist wieder da: Die schönste Nachricht des Spiels gab es schon vor Anpfiff. Der aufgrund einer Lungenblessur ausgefallene Stürmer steht wieder auf dem Platz, spielte beschwerdefrei durch, arbeitete viel und traf sogar einmal. Und sonst? Natürlich war der Bundesligist über die volle Distanz die tonangebende Mannschaft, kam schon früh zu Chancen (zum Beispiel durch Köpke und Kalou), brauchte aber bis nach der Halbzeit, um das Spiel zu entscheiden. „Wir haben die Woche intensiv trainiert, insofern war die Partie in Ordnung. Wenn wir in der ersten Hälfte die Chancen nutzen, wird es auch ein höheres Ergebnis. Positiv ist, dass Davie sich über 90 Minuten gequält hat. Sein Tor war perfekt“, fasste Hertha-Coach Pal Dardai den Auftritt beim Namensvetter in der Nachbarschaft zufrieden zusammen.

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Autor: Till Erdenberger

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