Ausrufezeichen: Alexander Isak

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Mit Alexander Isak und Anthony Ujah haben sich zwei Stürmer als Optionen für die kommende Saison angemeldet, die man noch nicht so richtig auf dem Zettel hatte. Ihr solltet sie im Auge behalten.

Lupo-Martini Wolfsburg – VfL Wolfsburg 0:3 (0:1)

Aufstellung 1. Halbzeit: Pervan – Seguin, Bruma, Jaeckel, Itter – Camacho – Steffen, Arnold, Gerhardt – Ginczek, Weghorst

Aufstellung 2. Halbzeit: Pervan – William, Knoche, Brooks, Uduokhai – Guilavogui – Malli, Rexhbecaj (68. Bazoer) – Ntep, Brekalo – Mehmedi

Tore: 0:1 Weghorst (28.), 0:2 Brekalo (83.), 0:3 Mehmedi (85.)

Comunio-Check: VfL-Trainer Bruno Labbadia zeigte sich nach dem Test gegen den Viertligisten zufrieden: „Für uns war das ein guter Test und wir haben das auch gut organisiert gespielt. Natürlich hat dem Team, nach dem Trainingsprogramm in dieser Woche, der letzte Schritt aber ein wenig gefehlt. In der ersten Halbzeit hat der Gegner noch ein bisschen mehr mitgespielt, da kamen auch wir zu ein paar mehr Offensivaktionen. Im zweiten Durchgang standen sie dann geordneter, fast im Strafraum. Aber auch das ist für uns eine super Übung. Als wir es dann einmal geschafft haben, auf engem Raum tiefzugehen, ist dann auch sofort das 2:0 gefallen.“

Beiden VfL-Teams merkte man zu Beginn „ihrer“ Halbzeit nach einer intensiven Trainingswoche die fehlende Frische an, entsprechend dauerte es, bis sich die individuelle Überlegenheit in zwingende Möglichkeiten übersetzen lies. Gelang es den Wölfen, sich spielerisch über die Flügel in die Tiefe zu kombinieren, fielen dann die Tore, jeweils eingeleitet über die Außenbahnen. Mit Admir Mehmedi meldete sich nach Weghorst und Ginczek der dritte Stürmer mit Ambitionen an. Bruno Labbadia gefällt das.

Sporting Charleroi – 1.FSV Mainz 05 0:2 (0:1)

Aufstellung: Müller (46. Huth) – Mwene (60. Donati), Bell (60. Gürleyen), Niakhaté (60. Bussmann), Brosinski  – Baku (60. Maxim), Gbamin (60. Barreiro), Onisiwo (60. Öztunali), Holtmann (60. Seydel)  – Quaison (60. Burkardt), Mateta (46. Ujah) 

Tore: 0:1 Brosinski (45.+1, Foulelfmeter), 0:2 Ujah (63.)

Comunio-Check: Anthony Ujah war bisher einer der Verlierer der Mainzer Vorbereitung. Der Nigerianer traf in den ersten Testspielen gegen unterklassige Gegner kaum, beim ersten ernsthaften Test gegen den KFC Uerdingen wirkte der Nigerianer durchsetzungsschwach und strahlte kaum mal etwas Torgefahr aus. Im Rennen um einen Platz in der ersten Elf konnte der Winterneuzugang kaum Boden gut machen. Gegen den belgischen Erstligisten aus Charleroi konnte Ujah, der zum Team „Zweite Halbzeit“ gehörte, endlich mal wieder für sich werben, zeigte eine engagierte Leistung und traf auch.

Ebenfalls einen guten Tag hatte Jannik Huth erwischt, der sich bekanntlich mit Robin Zentner und Florian Müller einen offenen Dreikampf um den Platz im Tor zum Saisonstart liefert. Der 24-Jährige zeigte starke Paraden und dürfte gestern Punkte für sich gesammelt haben.

SSV Reutlingen – VfB Stuttgart 0:4 (0:2)

Aufstellung 1. Halbzeit: Zieler – Maffeo, Baumgartl, Kempf, Insua – Gentner, Ascacibar, Aogo, Kopacz – Donis, Didavi

Aufstellung 2. Halbzeit: Grahl – Allgair, Groiß, Kaminski, Sosa – Castro, Tomic, Thommy, Özcan – Akolo, Mangala

Tore: 0:1 Aogo (18.), 0:2 Donis (43.), 0:3 Akolo (80.), 0:4 Kaminski (84.)

Comunio-Check: VfB-Coach Tayfun Korkut nahm es locker und maß dem Test beim Regionalligisten offensichtlich nicht allzu große Bedeutung bei. „Im ersten Spiel kann man nicht von Erkenntnissen sprechen. Wir sind erst am Ende der zweiten Trainingswoche und haben viel durchgemischt und ausprobiert. Insgesamt war es mittelmäßig. Wir haben zu null gewonnen, hatten aus den Chancen aber auch mehr machen können.“ In der ersten Hälfte schickte Korkut mit Daniel Didavi, Pablo Maffeo und Marc-Oliver Kempf drei seiner hochkarätigen Neuzugänge aufs Feld, nach dem Seitenwechsel feierte Gonzalo Castro sein Debüt für die Schwaben.

Testspiele am Freitag: Bitterer Tag für die Uth-Nachfolger
Kein Gewinner des Tages: Adam Szalai (TSG Hoffenheim)

Testspiele sind eine frühe Gelegenheit, sich dem Trainer nachhaltig ins Gedächtnis zu ballern, gerade, wenn es Abgänge zu kompensieren gilt. Manchem ist das heute gelungen - anderen allerdings so gar nicht.

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FK Austria Wien – Borussia Dortmund 0:1 (0:1)

Aufstellung 1. Halbzeit: Hitz – Toljan, Pieper, Diallo, Wanner – Burnic – Pulisic, Götze, Schürrle – Philipp, Isak

Aufstellung 2. Halbzeit: Hitz – Bockhorn, Toprak, Zagadou, Schmelzer – Wolf, Rode, Sahin, Sancho – Bruun Larsen, Gómez

Tore:  0:1 Isak (39.)

Comunio-Check: Erfolgreiches Debüt für Lucien Favre als BVB-Coach. Im ersten Spiel unter der Regie des Schweizers, zeigten sich die Schwarz-Gelben gleich mal als schlechte Gäste und verdarben der Wiener Austria ihre Stadioneröffnung. Hinten stand man – mit den Neuzugängen Hitz und Diallo – sicher und vorne machte man das Tor – fertig war der spielerisch maßvoll glänzende erste Sieg der Vorbereitung, der allerdings aufgrund dicker Chancen noch deutlicher hätte ausfallen können. 

Alexander Isak, der in der ersten Halbzeit stürmte und nicht nur mit dem Siegtreffer Ansprüche auf mehr Spielzeit anmeldete, hätte noch einmal treffen können, Christian Pulisic, Maximilian Philipp (zweimal) und Neuzugang Marius Wolf vergaben aber gute Möglichkeiten.

Am interessantesten dürfte – neben Isaks guter Vorstellung – aber die Rolle von Mario Götze gewesen sein: Der 26-Jährige trug nicht nur die Kapitänsbinde, sondern wurde von Favre auch zentral im defensiven Mittelfeld aufgeboten. Eine Option für die Zukunft in dieser für Götze so entscheidenden Spielzeit?

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Autor: Till Erdenberger

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