Kein Gewinner des Tages: Adam Szalai (TSG Hoffenheim)

Foto: © imago / GEPA Pictures
Testspiele sind eine frühe Gelegenheit, sich dem Trainer nachhaltig ins Gedächtnis zu ballern, gerade, wenn es Abgänge zu kompensieren gilt. Manchem ist das heute gelungen – anderen allerdings so gar nicht. 

Wie sich Borussia Dortmund beim ersten Auftritt unter Lucien Favre schlug, die der VfL Wolfsburg im „Derby“ gegen Lupo Martini abschnitt und was Mainz 05 und der VfB Stuttgart veranstalteten, berichten wir euch morgen im zweiten Teil unserer Testspiel-Überblicks.

SpVgg Unterhaching – TSG Hoffenheim 0:3 (0:3)

Aufstellung 1. Halbzeit: Stolz – B.Hübner, Vogt, Akpoguma – Kaderabek, Felipe Pires, Nordtveidt, Amiri, Bittencourt – Szalai, Otto

Aufstellung 2. Halbzeit: Stolz, Brenet, Bicakcic, Demirbay, Grillitsch, Schulz, Zulj, Hoogma, Ochs, Grifo, Posch

Tore: 0:1 (19.), 0:2 (23.) Amiri, 0:3 Bittencourt (26.)

Comunio-Check: Eine der spannendsten Fragen bei der TSG Hoffenheim ist in der Saisonvorbereitung sicherlich, wer für den gen Schalke abgewanderten Torjäger Mark Uth in die Bresche springen kann. Klar, Andrej Kramaric ist vorne die Nummer 1 – aber da kann sich nach dem WM-Finale ja auch nochmal etwas tun. In einem durchaus ernsthaften Test gegen den bayerischen Drittligisten konnte zumindest Adam Szalai nicht für sich werben, der Ungar blieb in „seinen“ 45 Minuten torlos. Stattdessen erzielte Leonardo Bittencourt sein erstes Tor für die TSG und deute an, direkt wichtig für den Champions League-Teilnehmer werden zu können.  Nadiem Amiri erledigte den Rest und traf doppelt.

Erfreulich für die TSG: Kerem Demirbay und Stefan Posch, die beide schon Ende der vergangenen Saison verletzt ausgefallen waren, standen jeweils 45 Minuten auf dem Platz.

Hertha BSC – FK Dukla Prag

Aufstellung: Jarstein (45. Kraft) – Esswein (63. Covic), Friede (63. Stark), Torunarigha (63. Baak), Kade (63. Mittelstädt) – Dilrosun (63. Zografakis), Skjelbred (63. Duda), Lustenberger (63. Krebs), Kalou (63. Kurt) – Selke (63. Kiprit), Ibisevic (63. Pronichev)

Tore: 1:0 Ibisevic (12.), 2:0 Selke (38.), 3:2 Eigentor (72.)

Comunio-Check: Die Platzhirsche treffen bei Hertha und zeigen, dass es verdammt schwer für Neuzugang Pascal Köpke werden wird, auf Spielzeit zu kommen. Zumindest, wenn Ibisevic und Co. ihre Treffsicherheit in die Bundesliga retten können. Gegen die Tschechen, die nächste Woche bereits in ihre Meisterschaft starten, trafen Ibisevic und Selke, dazu kam ein Eigentor. Ebenfalls Werbung in eigener Sache konnte Salomon Kalou betreiben, der beide Hertha-Treffer in der ersten Halbzeit stark vorbereitete.

„Zum Glück hat das Wetter bis zum Ende gehalten – für die Spieler war das eine ordentliche Belastung gegen einen guten Gegner, der stark dagegengehalten hat, aber immer fair war. Es ist wichtig, dass alle Spieler weiter fit bleiben und das weitere Programm mitmachen können“, hakte Hertha-Trainer Dardai den Test schnell ab, in dem er wie am Vortag nach rund einer Stunde den Komplettwechsel vollzog.

Testspiele: Müller rettet die Eintracht, Uth trifft erstmals für Schalke

Die Königsblauen drehen ihr Testspiel in der Schlussphase. Neuzugang Uth erzielt seinen Premierentreffer. Auch bei der Eintracht trifft ein Neuzugang und sorgt für den Last-Minute-Ausgleich.

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VfB Lübeck – Borussia Mönchengladbach 0:2 (0:1)

Aufstellung 1. Halbzeit: Sippel – Beyer, Strobl, Mayer, Poulsen – Benger – Hofmann, Bénes – Herrmann, Raffael, Bennetts

Aufstellung 2. Halbzeit: Sippel – Egbo, Hanraths, Pazurek, Wendt – Kramer – Neuhaus, Herzog – Traoré, Müsel, Johnson

Tore: 0:1 Bennetts (3.), 0:2 Kramer (47.)

Comunio-Check: Der Sieg im ersten Testspiel der Vorbereitung gegen den Regionalligisten war für Dieter Hecking wohl nur eine charmante Randerscheinung. Viel interessanter war für den Übungsleiter sicher, wie seine Mannschaft das in der bisherigen Trainingsarbeit frisch einstudierte 4-3-3 auf den Platz bringen würde – und wie sich die Neuzugänge um Keanan Bennetts anstellen würden. Und das klare Votum dürfte in der Nachbetrachtung sein: Na, mal sehen. Den Fohlen gelangen diverse schöne Vorträge über die Flügel, entsprechend entstand auch die frühe Führung – durch Keanan Bennetts.

Hochrhein-Auswahl – SC Freiburg 2:14 (2:5)

Aufstellung 1. Halbzeit: Schwolow – Meffert, Schlotterbeck, Heintz, Stanko – Höfler, Haberer, Ravet, Frantz – Höler, Petersen

Aufstellung 2. Halbzeit: 

Tore:  0:1 (8.), 0:2 (13.), 2:3 (52.) Höler, 2:4 Petersen (54.), 2:5 Höler (56.), 2:6 Kleindienst (65.), 2:7 Niederlechner (75.), 2:8 Rüdlin (82.), 2:9 Stenzel (87.), 2:10 Niederlechner (94.), 2:11 Waldschmidt (102.), 2:12 Terrazzino (105.), 2:13 Niederlechner (112.), 2:14 Waldschmidt (113.)

Comunio-Check: In Freiburg etabliert man in der Vorbereitung seine eigenen Spielregeln: Testspiele dauern hier inzwischen in der Regel 2x2x30 Minuten. Reichlich Zeit zum Toreschießen also, die Niederlechner und Co. dann auch vorbildlich nutzten. Der endlich wieder genesene Niederlechner bleibt torhungrig und traf wie Höler gleich dreimal, Kollege Luca Waldschmidt netzte zweimal ein, Petersen nur einmal. Ansonsten dürfte ein 14:2 gegen eine Auswahl unterklassig(st)er Gegenspieler wenige Erkenntnisse bereit halten. Außer, dass es inzwischen nerven dürfte, dass es in jedem Test bisher Gegentreffer hinzunehmen galt. Bevor das wilde Scheibenschießen losging, stand es heute nach einer halben Stunde 2:2…

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Autor: Till Erdenberger

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