Ein Kellerkind, das punktet: Niklas Moisander

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Ihre Teams krebsen im Keller rum, aber es gibt im Untergeschoss der Tabelle eine Reihe Spieler, die heraus stechen. Wir verraten, wer sich dem Trend entgegen stemmt und zumindest was fürs eigene Punktekonto tut.

Marco Terrazzino (SC Freiburg, 2.020.000, Sturm)

Der SC Freiburg hat seit der bitter vergeigten EL-Qualifikation nur wenige Gewinner hervor gevracht. Einer konnte im Breisgau seinen Marktwert aber dennoch vervielfachen: Auf dem Weg von der Bank der TSG Hoffenheim in die Stammelf des SC Freiburg explodierte der Marktwert Terrazinos von 370.000 (August 2017) auf Stand heute 2.020.000. Und das, obwohl bisher noch kein Tor im Arbeitsnachweis des Stürmers geführt wird. Trotzdem: 22 Punkte in elf benoteten Spielen bedeuten Team-Bestwert.

Niklas Moisander (SV Werder Bremen, 2.510.000, Abwehr)

Elf Spiele ohne Sieg, knietief im Schlamassel und dennoch gibt es in Bremen echte Lichtblicke? Und dann auch noch in der in der Hansestadt eigentlich traditionell überforderten Defensive? Tatsächlich: Neben Torwart Pavlenka (mit 40 Punkten punktbester Bremen) liefert vor allem der finnische Innenverteidiger ordentlich ab: 29 Punkte in sechs Spielen sind bärenstark. Noch bemerkenswerter wird dieser Wert, wenn man sich die zwei Serien des Niklas Moisander anschaut: Die ersten fünf Spiele musste er verletzungsbedingt aussetzen, danach platzierte der Bremer sechs Partien über jeweils 90 Minuten in der Wertung – und alle im Plus. Gekrönt wurde die ganz individuelle Erfolgsgeschichte am 11. Spieltag vom ersten Bundesligator. Dass das Spiel dennoch verloren ging, passt zur Situation: Starker Moisander, unglückliche Bremer. Moisander-Managern kanns egal sein.

Kaderanalyse Werder Bremen: Die eigenen Werte verkauft oder nur Teil der Entwicklung?

Werder steht auf einmal defensiv stabil, wartet aber weiter auf den ersten Sieg! Nur eine Ergebniskrise oder haben die Bremer die eigenen Werte verkauft? Und was bedeutet das für Comunio? Comunioblog nimmt den Kader unter die Lupe.

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Dominique Heintz (1. FC Köln, 2.630.000, Abwehr)

Elf Spiele, allesamt über die volle Distanz, und „trotzdem“ 31 Punkte? Würde der 1. FC Köln so effektiv und ausdauernd Punkte sammeln, wie sein Innenverteidiger, würden man am Geißbockheim sorgenfrei in die Winterpause gehen können. Überhaupt darf man festhalten: Es mag vielerlei Gründe für die sportlichen Schwierigkeiten des EuroLeague-Starters geben, an der Innenverteidigung lässt sich die Schieflage nicht festmachen. Denn auch Heintz´ Kollege Frederik Sörensen hat mit 29 Punkten schon nachgewiesen, dass man eigentlich stabil verteidigen kann. Am zwölften Spieltag wartet der 1. FSV Mainz 05 – und die neigen in dieser Saison auch noch nicht dazu, gegnerische Abwehrreihen auseinander zu nehmen. Hier winken wohl die nächsten Punkten.

Update: Allerdings gab der 1. FC Köln am Freitag bekannt, dass Heintz mit einem Muskelsehneneinriss im linken Oberschenkel bis zur Rückrunde ausfallen wird. 

Yunus Malli (VfL Wolfsburg, 3.850.000, Mittelfeld)

Die VW-Aktie ist in dieser Saison ein Phänomen: Vom Teamwert liegt der VfL Wolfsburg auf Platz acht im Ligavergleich, die gesammelten Teampunkte reichen immerhin für Platz 11, in der Realität reicht eine historische Unentschiedenserie bisher nur für Rang 14. Und dennoch: Es herrschen bei einigen Spielern noch Einstiegskurse, denn so langsam kommt der Motor nach Stotterstart auf Touren. Einer, der inzwischen hochtourig läuft, ist Yunus Malli. Trotz der Ausstrahlung eines VW Käfer ist der türkische Nationalspieler jederzeit in der Lage, Außergewöhnliches zu leisten. Hier ist vor allem in Sachen Marktwert noch Luft nach oben, die Punkte werden nach und nach auf dem Konto des ehemaligen Mainzers landen. Nach lahmem Start ein noch vergleichsweise günstiges Versprechen auf die Zukunft.

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Autor: Till Erdenberger

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