Umgekehrte Vorzeichen: Neuer stürmt, Lazaro verteidigt

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Nur neun Feldspieler haben in dieser Saison noch keine Liga-Sekunde verpasst. Wir haben für euch die Übersicht, welche Kräfte bei den 18 Teams absolut unverzichtbar sind. Teil 2: Bayer bis BVB.

Bayer Leverkusen

Bei Bayer Leverkusen, das mit so großen (Champions League-)Ambitionen in die Saison gestartet war, setzte Trainer Heiko Herrlich bis zu seinem Rausschmiss einen Tag vor Weihnachten 21 Spieler ein – und zwei davon durften an jedem Spieltag ran: Kai Havertz, mit 82 Zählern eifrigster Punktesammler der Werkself, sammelte mit 1496 auch die meisten Einsatzminuten. Außerdem in 17 Partien dabei war Kevin Volland, der allerdings dreimal ein- und sechsmal ausgewechselt wurde und so auf weniger Einsatzzeit kommt als Verteidiger Jonathan Tah, der sechzehnmal aufgeboten wurde und zweimal vorzeitig raus musste. Julian Brandt durfte ebenfalls sechzehnmal ran, allerdings nur in sieben Spielen über die volle Distanz (drei Ein- und acht Auswechslungen).

Hertha BSC

Der Dauerbrenner beim Hauptstadtverein ist Valentino Lazaro. Der Österreicher, seit Anfang 2018 bei der Hertha, absolvierte jede einzelne der 1530 Bundesligaminuten der Hinrunde – und das so gut, dass er mit 74 Comuniopunkten der eifrigste Sammler seines Teams ist. Auch siebzehnmal dabei: Vedad Ibisevic. Der Routinier ist jedoch der Auswechselkönig der Liga: Bei 13 seiner 15 Startelfeinsätze wurde der Stürmer vorzeitig vom Feld beordert. Arne Maier verpasste ein Spiel verletzungsbedingt.

TSG Hoffenheim

Julian Nagelsmann schickte in der ersten Champions League-Saison der Vereinsgeschichte keinen seiner 23 eingesetzten Akteure in jedem Bundesligaspiel aufs Feld. Torwart Oliver Baumann und Stürmer Joelinton durften immerhin jeweils sechzehnmal auf den Rasen, die Verteidiger Nico Schulz und Pavel Kaderabek sowie- das überrascht ein bisschen – Stürmer Adam Szalai in 15 Partien.

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Eintracht Frankfurt

Bei den Hessen hat Neu-Trainer Adi Hütter ein Ensemble geformt, das wohl zu den größten Überraschungen der Hinrunde avancierte. Viele Experten hatten dem Pokalsieger eine schwere Saison prognostiziert, stattdessen pflügte man verlustpunktfrei durch die Gruppenphase der Europa League und in der Bundesliga rangierten Jovic, Rebic und Co. zwischenzeitlich auf einem Champions League-Platz. Eine Halbserie wie im Rausch. Produziert haben dieses maßgeblich gleich fünf Feldspieler, die in jedem Hinrundenspiel auflaufen durften: Evan N´Dicka, Danny Da Costa, Filip Kostic, Sebastien Haller und Jonathan de Guzman heißen die Dauerbrenner bei der Eintracht.

VfL Wolfsburg

Noch eine Überraschung: Der VfL Wolfsburg ist nach diversen Last-Minute-Klassenerhalten mit dem Umweg über die Relegation diesmal tatsächlich auf dem direkten „Kurs Europa“. Bewerkstelligt haben das maßgeblich die Torjäger Wout Weghorst und Daniel Ginczek, sowie Mittelfeldspieler Maximilian Arnold. Alle kamen in edem Spiel zum Einsatz. Auch bemerkenswert: Renato Steffen lief sechzehnmal in der Liga auf, allerdings nur einmal über volle 90 Minuten (acht Ein- und sieben Auswechslungen).

RB Leipzig

Auf personell ganz schlankem Fuß kam RB Leipzig durch eine in der Bundesliga vor allem daheim starke, auf internationalem Parkett aber ganz bittere Hinrunde. Nur 19 Spieler setzte Ralf Rangnick ein, weniger als jeder andere Bundesligist. So ist es kein Wunder, dass der RB-Coach zusätzlich zu Torwart Peter Gulacsi gleich drei Feldspielern in jedem Spiel das volle Vertrauen schenkte: Die Stürmer Timo Werner und Yussuf Poulsen, dazu Sechser Diego Demme sind die Unantastbaren bei den Sachsen.

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Borussia Mönchengladbach 

Sieg um Sieg fuhr Borussia Mönchengladbach in der Hinserie ein, teilweise schien die Mannschaft von Dieter Hecking durch ihre Spiele zu fliegen. Getragen wurde das Ganze natürlich maßgeblich durch den Comunio-Überflieger der Saison: Thorgan Hazard verpasste bisher ganze acht Bundesligaminuten. Etwas überraschend fand auch der junge Florian Neuhaus in jedem Spiel ein Plätzchen im Fohlen-Ensemble. Ebenfalls echte Dauerbrenner: Torwart Yann Sommer, Verteidiger Oscar Wendt und Neuzugang Alassane Pléa.

FC Bayern München

Auch der FC Bayern hat einen „Mr. 100%“ in den eigenen Reihen: Joshua Kimmich war beim Rekordmeister schlicht unersetzbar, der Nationalspieler gönnte sich nicht nur keine Schwächen (103 Comuniopunkte in der Hinrunde!), sondern auch keine Pausen. David Alaba tat es seinem Abwehrkollegen nach und kam ebenso unfallfrei durch die Halbserie, wurde jedoch zweimal ein- und dreimal ausgewechselt. Die Achse SüleMüllerLewandowski kommt auf 16 Einsätze.

Borussia Dortmund

Bei Borussia Dortmund ist in der ersten Hälfte der Saison 2018/19 Wunderliches passiert. Nicht nur spielt der BVB unter Lucien Favre groß auf und steuert dem ersten Meistertitel seit Jürgen Klopp entgegen, nein, man reibt sich auch verwundert die Augen über Marco Reus: Der in den letzten Jahren von Verletzungen so hart gebeutelte Stürmer kam unbeschadet durch die Hinserie und absolvierte 17 von 17 Bundesligaspielen. Darüber dürften sich nicht nur die Fans in Schwarz-Gelb ehrlich gefreut haben. Freuen durften sich auch Neuzugang Axel Witsel und Außenstürmer Jadon Sancho: Beide punkteten nicht nur überaus erfolgreich, sondern kamen auch jeweils zu 17 Einsätzen.

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Autor: Till Erdenberger

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