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Das Achtelfinale des DFB-Pokals brachte nicht nur diverse Überraschungen mit sich, sondern lieferte auch Lehren, die dir für’s Wochenende helfen könnten. Wir haben uns die Spiele angeschaut und fassen zusammen.

Der 1.FC Nürnberg ist verloren!

Das spät erkämpfte 1:1 gegen den SV Werder Bremen vom letzten Bundesligaspieltag wäre eigentlich geeignet gewesen, zumindest ein Mindestmaß an Aufbruchstimmung beim Aufsteiger zu produzieren. Und immerhin konnte man durch den Punktgewinn ja auch die Rote Laterne an den kommenden Gegner Hannover 96 übergeben. Und dann kam der Pokalauftritt in Hamburg. Club-Kapitän Hanno Behrens versuchte sich nach der 0:1-Niederlage beim Zweitligisten an einer Erklärung für den schwachen Auftritt: „Es war eine verdiente Niederlage. Das war viel zu wenig von uns. So kannst du hier in Hamburg nicht bestehen. Ich weiß nicht, ob einige nicht frei im Kopf waren, weil wir am Samstag ein wichtiges Spiel haben. Hamburg war die klar bessere Mannschaft.“ Und Torwart Christian Mathenia, der am Dienstag trotz seiner Kopfverletzung aus dem Werder-Spiel auflief, teilte mit dem kicker seine Sorgen: „Wir haben schlecht gespielt. Der HSV ist absolut verdient weitergekommen. Unsere Leistung ist unerklärlich. Wir müssen uns bei unseren tollen Fans entschuldigen. Mit dieser Leistung gibt es am Samstag in Hannover ein böses Erwachen.“

Bosz-Fußball bleibt anfällig

In Dortmund legte Peter Bosz einst einen fulminanten Start hin, nach der Hälfte der Vorrunde 2017/18 sah man die Schwarz-Gelben schon auf Meisterschaftskurs – bis auch der letzte Gegner den Code gefunden hatte, den Bosz-Fußball der konsequenten Offensive zu knacken. Wenige Wochen später schloss man in Dortmund das Kapitel Bosz. Jetzt ist der Holländer wieder da und begeisterte mit seinen Leverkusenern zuletzt mit einem hochverdienten 3:1 über die Bayern die Liga. Doch am Dienstag in Heidenheim traten dann gleich wieder die Schwachstellen im Bosz-System zutage, die zusammen mit einer offensiv verkorksten zweiten Hälfte das Aus beim Zweitligisten Heidenheim bedeuteten. „Heidenheim hat darauf nur gewartet“, fluchte Julian Baumgartlinger nach dem Spiel gegenüber dem kicker und meinte mit „damit“ Fehler im Spielaufbau und unnötige Ballverluste. „In der Spielweise, die wir jetzt haben, darf es nicht sein, dass wir dann hinten das Eins-gegen-eins verlieren“. Informationen, die man auch in Mainz mit Freude registriert haben dürfte. Bei den Rheinhessen, bei denen der zuletzt pausierende Pierre Kunde wieder mitmischen dürfte, muss die Bosz-Elf schon am Freitag ran.

Der BVB fliegt nicht mehr durch die Saison

Ist der BVB in der Krise? Das wäre natürlich angesichts von sieben Punkten Vorsprung in der Bundesliga eine freche Aussage, aber gerade am Beispiel Paco Alcacer zeigt sich, dass der schwarz-gelbe Saisonverlauf kein Selbstgänger mehr ist. Der Spanier, der in der Hinrunde noch alles zusammen geschossen hatte, sammelte in der Rückrunde erst vier Zählerchen und wartet noch auf den ersten Treffer nach Weihnachten. Da passte es ins Bild, dass der Torjäger a.D. im Elfmeterschießen gegen Werder Bremen direkt den ersten Elfmeter einigermaßen zahnlos versiebte.

Ärgerlicher dürfte aber noch sein, dass viele Manager bis kurz vor knapp um Marco Reus zittern müssen. Der Stürmer, der in den letzten vier Pflichtspielen immer traf und mit 129 Punkten einer der effektivsten Punktesammler der Liga ist, musste am Dienstag in der Halbzeit raus. Der Grund: Eine schmerzhafte Oberschenkelverletzung. „Er hat etwas gespürt. Es wäre dumm, dann mit ihm weiterzuspielen“, sagte BVB-Coach Lucien Favre nach dem Spiel und der Spieler selbst ergänzte: „Ich kann noch nicht sagen, ob ich am Wochenende spielen kann.“ Eine genauere Diagnose soll heute eine Untersuchung bringen. Egal, wie die dann ausfällt könnte es auch eine Option für Lucien Favre sein, seinen wohl wichtigsten Mann am Wochenende für das anstehende Hinspiel des Champions League-Achtelfinals gegen Tottenham zu schonen. 

Frag' Comunioblog: Was ist los mit Philipp Max?

Diesmal in der User-Rubrik: Ist die Zeit des Augsburger Linksverteidigers vorbei? Was tun mit Paco, Coman und Waldschmidt? Und wen sollte man am Wochenende aufstellen? Die Antworten der Redaktion.

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Emil Forsberg ist zurück!

In der Bundesliga durfte Emil Forsberg nach seiner etwas rätselhaften, langen Verletzungspause schon zweimal ran, gestern durfte sich der Schwede über den dritten Kurzeinsatz in Serie freuen. Das ist natürlich nicht der Anspruch der Offensivkraft, aber der Beweis, dass es nach dem langen Ausfall konstant wieder in Richtung gutes Wettkampfniveau geht. Und das ist eine gute Nachricht, nicht nur für den Spieler und die Verantwortlichen, sondern auch für viele Comuniomanager, die dem 27-Jährigen während seiner Leidenszeit die Treue gehalten haben. Mit 7.500.000 ist Forsberg inzwischen schon wieder leider kein Schnäppchen mehr.

Gnabry muss spielen!

Dass Serge Gnabry in der Rückrunde noch gar nicht von Anfang an ran durfte, verwundert manchen Beobachter, denn der deutsche Nationalspieler hatte ja gegen Ende der Hinrunde stark abgeliefert. Auch unter den Bayern-Fans gibt es viele, die sich Gnabry mal anstellen von Thomas Müller in der Startelf wünschen würden, der in dieser Saison nicht über einen längeren Zeitraum überzeugen kann. Gestern Abend exerzierte Niko Kovac dann tatsächlich das Gedankenspiel mal durch, ließ Müller draußen – und Gnabry sammelte fleißig Argumente dafür, das zur Dauerlösung zu machen. Oder wenigstens öfter mal so spielen zu lassen. Nicht nur seine beiden Treffer zahlten ordentlich aufs eigene Konto ein, auch die permanente Präsenz in den gefährlichen Zonen machte den 23-Jährigen zu einem Gewinner des Pokal-Achtelfinals.

Mit Schalke kann man wieder rechnen!

Das war mal eine erfreuliche Vorstellung gestern Abend: Der in dieser Saison so arg gebeutelte und wenig begeisternde FC Schalke 04 lieferte gegen Fortuna Düsseldorf mal eine souveräne Leistung ab, auch wenn bei Weitem noch nicht alles Gold war, was da vierfach glänzte. Mit Ahmed Kutucu traf ein Eigengewächs, dazu feierten die beiden WInterneuzugänge Jeffrey Bruma und Rabbi Matondo ihr Pflichtspieldebüt in Königsblau. Und so ein klares 4:1 gegen Fortuna Düsseldorf, das ja bekanntlich am Wochenende noch ein Remis bei der ambitionierten TSG Hoffenheim geholt hatte, könnte ja vielleicht ein Brustlöser für die anstehenden Aufgaben sein. Mit Kutucu und dem ebenfalls erfolgreichen Angriffskollegen Mark Uth hat sich dazu vielleicht sogar ein neues, schlagkräftiges Sturmduo gefunden.

Übrigens: Hier findet ihr unsere aktuelle Einschätzung zum S04-Kader!

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Autor: Till Erdenberger

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