Sebastian Rudy

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Sebastian Rudy ist seit vielen Jahren bei Comunio dabei. Der Hoffenheimer Leistungsträger spricht im Interview über den Saisonstart der TSG, seine vielen Positionswechsel und die Enttäuschung nach der Nichtnominierung für die EM. Außerdem: Seine Meinung über RB Leipzig. 

Comunioblog: Lassen Sie uns über das aktuelle Bundesliga-Geschehen sprechen. Der Saisonstart verlief ja eigentlich recht ordentlich, aufgrund der vier Unentschieden, hat man aber das Gefühl, dass vielleicht sogar noch mehr drin gewesen wäre. Trauern Sie da noch ein wenig den verpassten Chancen hinterher?

Rudy: Wenn man die Spiele sieht, hatten wir teilweise ein bisschen Glück, aber dann auch wieder etwas Pech. Das gleicht sich aus. Es ist für uns wichtig, dass wir als Mannschaft immer einen Schritt weiterkommen. Das haben wir bislang in jedem Spiel gemacht, aber wir sind noch lange nicht am Ende und wollen noch mehr aus uns herausholen.

Comunioblog: Sie wandern in dieser Saison wieder zwischen verschiedenen Positionen. Sehen Sie es eher als Fluch oder als Segen, dass Sie flexibel einsetzbar sind?

Rudy: Das kann man von beiden Seiten sehen. Als Spieler ist es natürlich ein Vorteil, wenn man verschiedene Positionen spielen kann. Man muss sich dann aber auch irgendwann mal festspielen auf einer Position und sich an diese gewöhnen. Wenn man mehrere Spiele auf einer Position macht, kann man noch konstanter und besser spielen, als wenn man die ganze Zeit hin- und hergeschoben wird.

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Comunioblog: Sie sind mittlerweile Führungsspieler und haben ein gewisses Standing im Team. Haben Sie darüber mal mit dem Trainer gesprochen?

Rudy: Ich spiele da, wo der Trainer mich im jeweiligen Spiel braucht, aber der Trainer weiß auch, dass meine eigentliche Position im zentralen Mittelfeld ist und ich dort am besten bin.

Comunioblog: Sie galten nach der WM schon als Nachfolger von Philipp Lahm als Rechtsverteidiger in der Nationalmannschaft und waren bei allen EM-Quali-Spielen im Kader. Wie enttäuscht waren Sie, als Sie dann aus dem vorläufigen EM-Kader gestrichen wurden und wie haben Sie das verarbeitet?

Rudy: Natürlich ist man im ersten Moment enttäuscht, vor allem wenn man das ganze Jahr dabei gewesen ist, aber so ist es nun mal im Fußball. Da kann alles passieren. Ich habe die Zeit genutzt, um mich zu erholen und will jetzt wieder angreifen.

Comunioblog: Sie wurden nach der EM noch nicht wieder nominiert. Wie schätzen Sie aktuell Ihre Chancen ein?

Rudy: Wenn man Leistung bringt und auch die eigene Mannschaft erfolgreich ist, hat man immer die Chance, wieder reinzurutschen. Wenn die Mannschaft Erfolg hat, heißt es ja meistens, dass man selbst auch nicht so schlecht spielt. Ich will mich einfach über Leistung im Verein wieder anbieten.

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Comunioblog: Gibt es aktuell Kontakt zum Bundestrainer?

Rudy: Nein, den gibt es aktuell nicht, aber wenn wir erfolgreich spielen, wird man automatisch wieder wahrgenommen.

Comunioblog: In dieser Woche jährte sich zum achten Mal das spektakuläre 5:4 zwischen Werder Bremen und Hoffenheim. Die TSG mischte damals als Aufsteiger die Liga auf, so wie es aktuell auch Leipzig macht. Kann man beide Vereine miteinander vergleichen? Der Strippenzieher ist mit Ralf Rangnick schließlich auch derselbe.

Rudy: Das ist schwer zu vergleichen. Man kann sagen, dass Leipzig zur Zeit guten Fußball spielt, aber man muss natürlich abwarten, wie sich das entwickeln wird. Die Liga wird sich auf die Spielweise der Leipziger einstellen. Das war vielleicht bei den ersten Spielen noch nicht so, aber das wird kommen.

Comunioblog: Die Ablehnung vieler Fans anderer Vereine, die lange Zeit Hoffenheim als Emporkömmling entgegengebracht wurde, projiziert sich nun auf Leipzig. Sind Sie froh, dass Ihr Verein nun ein wenig aus der „Schusslinie“ gerät, oder hat Sie diese Ablehnung eher gepusht?

Rudy: Damit beschäftige ich mich gar nicht. Ich bin da, um Fußball zu spielen und meine Leistung zu bringen. Was dann da abseits des Spielfeldes passiert, kümmert mich nicht.

Comunioblog: Bekommen Sie das auf dem Rasen überhaupt mit?

Rudy: Hier und da bekommt man das schon mit, aber das muss man auf dem Platz ausblenden.

Seite 1: Rudy über Rudy bei Comunio, die harte Konkurrenz der Mutter und die Noten

Seite 2: Rudy über die vielen Positionswechsel, die verpasste EM und RB Leipzig

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Autor: Marc-Oliver Robbers

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