Bester Neuzugang derzeit: Freiburgs Jerome Gondorf überzeugt auf Anhieb

Foto: © imago /Eibner 
Es ist ja immer so in der Pause: Der neue Stürmer aus Frankreich wird alles besser machen und das englische Supertalent wird mächtig einschlagen. Wir schauen, welche Neuzugänge schon liefern konnten.

Jerome Gondorf (SC Freiburg, Mittelfeld, 28 Punkte)

Das kommt durchaus überraschend: Mit 28 Punkten ist Freiburgs Jerome Gondorf nicht nur der derzeit zweitbeste Bundesligaspieler (nach Comunio-Punkten), sondern hat sich sofort und auf Anhieb im Mittelfeld des SC Freiburg festgespielt. Der ehemalige Darmstädter erlebte vergangene Saison beim SV Werder Bremen ein eher enttäuschendes Jahr, nach seinem Wechsel in den Breisgau blüht der flexible Mittelfeldspieler wieder auf, überzeugt individuell trotz des enttäuschenden Saisonstarts der Streich-Truppe. Zwei Tore gestern gegen den VfB Stuttgart und 28 Punkte – das freut alle Manager, die Gondorf von Anfang an auf dem Zettel hatten. Wer jetzt noch zuschlagen möchte, muss tief in die Tasche greifen: Der 30-Jährige ist aktuell für 3.150.000 zu haben.

Abdou Diallo (Borussia Dortmund, Abwehr, 21 Punkte)

So ein Tor (und damit 15 Punkte am dritten Spieltag) helfen natürlich, um schnell ordentlich Punkte aufs Konto zu laden. Aber auch in der Gesamtschau lässt sich konstatieren: 28-Millionen-Neuzugang Abdou Diallo funktioniert in Dortmund auf Anhieb. Der ehemalige Mainzer bildet mit Manuel Akanji eine Innenverteidigung, die trotz eines Durchschnittsalters von 22,5 Jahren sehr, sehr souverän wirkt. So solide stehen die beiden jungen Spieler, dass die Haudegen Sokratis (Abgang gen Arsenal London) und Ömer Toprak (derzeit verletzt, sonst auf der Bank) schon langsam in Vergessenheit geraten. 

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Matthias Zimmermann (Fortuna Düsseldorf, Abwehr, 19 Punkte)

Dass Fortuna Düsseldorf mit vier Punkten aus den ersten drei Spielen gut in die Runde gestartet ist, hat der Aufsteiger auch einem seiner letzten Transfers zu verdanken: Mitte Juli, als die Vorbereitung schon im vollen Gange war, lotsten die Verantwortlichen Matthias Zimmermann aus Stuttgart an den Rhein. Und damit schaffte man richtig Qualität ran. „Durch die Verpflichtung von Matthias Zimmermann gewinnt unsere Mannschaft weiter an Qualität“, sagte Fortuna-Trainer Friedhelm Funkel bei der Vorstellung seines Neuzugangs, der am zweiten Spieltag mit seinem Tor in Leipzig den ersten Punkt des Aufsteigers persönlich sicherte. Und ja, der 26-Jährige bringt Qualität mit, vor allem Dank seiner Flexibilität. Denn ob als Rechtsverteidiger oder – wie zuletzt auch beim 2:1 gegen die TSG Hoffenheim – im Mittelfeld bringt der Neuzugang eine große Lauf- und Zweikampfstärke ein. Erwartungen erfüllt. Fortunas Klassenerhalt geht nur über Matthias Zimmermann.

Aaron Martin (1.FSV Mainz 05, Abwehr, 18 Punkte)

„Es kann ein positives Jahr werden“, erklärte der neue 05-Linksverteidiger Aaron Martin, als ihn die Mainzer kurz vor Saisonstart vorstellten. Und es scheint, als könnte die Prophezeiung des Spaniers eintreffen, nicht nur für die mit sieben Punkten toll gestarteten Mainzer, sondern auch für Martin selbst. Der Neuzugang von Espanyol Barcelona kommt auf 18 Comunio-Punkte und überzeugt auf seiner linken Seite zunehmend. „Er hat ein sehr gutes Freilaufverhalten und auch in engen Räumen unter Druck ein sehr gutes Passspiel. Er ist auf der Seite immer anspielbar“, beschrieb 05-Trainer Sandro Schwarz die Erwartungen an den 21-Jährigen. „Er hat eine sehr gute Qualität.“ Ja, hat er.

Alassane Pléa (Borussia Mönchengladbach, Sturm, 15 Punkte)

Sein erstes Bundesligator erzielte Gladbachs 23-Millionen-Neuzugang schon am zweiten Spieltag gegen den FC Augsburg und es steht zu vermuten: Da kommt noch einiges. Denn die bisherigen Auftritte des Franzosen legen nahe: Der Kerl ist wirklich eine Rakete. Beim jüngsten 2:1 auf Schalke ließ der 25-Jährige noch eine Torbeteiligung folgen. „Er hat einen super Abschluss, das muss ich schon sagen. Das ist sehr beeindruckend. Wenn er rund um den Sechzehner frei zum Schuss kommt, dann ist der Ball auch meistens drin“, lobte Mannschaftskollege Fabian Johnson jüngst. Und Plea scheint immer besser in Schwung zu kommen, der Mittelstürmer wirkt schon voll integriert ins Gladbacher Angriffsspiel. Kein Wunder, das auch von Fohlen-Coach Dieter Hecking inzwischen gerne gespielte 4-3-3 ist auf die Qualitäten des Torjägers zugeschnitten. Und der zahlt mit großem Einsatz schnell erfolgreich zurück. 

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Autor: Till Erdenberger

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