Marvin Compper

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Marvin Compper musste gegen Leverkusen mit einer Kapselverletzung ausgewechselt werden. Die Leipziger geben die Ausfallzeit mit zehn bis 14 Tagen an. Damit verpasst der Abwehrchef des Tabellenführers mindestens die Partie beim SC Freiburg, auch für das Heimspiel eine Woche später gegen den FC Schalke 04 könnte es nicht reichen.

Bei einem Marktwert von 1,68 Millionen ist es schon eine Überlegung wert, Compper abzugeben. Gute und günstige Abwehrspieler gibt es in dieser Saison eine Menge. Augsburgs Martin Hinteregger oder Hoffenheims Benjamin Hübner wären Alternativen in der gleichen Preisklasse.

Für RB-Coach Ralph Hasenhüttl stellt sich aber vielmehr die Frage, wie er den Ausfall kompensiert. Gerade im Abwehrbereich drückt nach den Ausfällen von Lukas Klostermann und Bernardo der Schuh. Im Grunde hat der Österreicher zwei Möglichkeiten. Nach dem Kyriakos Papadopoulos für das Spiel gegen Leverkusen noch mit Knieproblemen ausgefallen war, meldete sich der Grieche pünktlich zum Wochenstart zurück und absolvierte das Mannschaftstraining.

Papadopoulos oder Schmitz?

Als gelernter Innenverteidiger wurde er eigentlich genau für solche Situationen verpflichtet. Allerdings plagten ihn immer wieder kleinere Verletzungen, sodass Papadopoulos erst zu einem Einsatz für die Roten Bullen in dieser Saison kam. Beim Spiel gegen Borussia Mönchengladbach wurde er in der 63. Minute eingewechselt und verdiente sich immerhin eine 3,5.

Die zweite Möglichkeit, die sich Hasenhüttl bietet, griff schon in der Partie am Freitag. Nach der Verletzung Comppers rückte Aushilfsrechtsverteidiger Stefan Ilsanker in die Mitte und Benno Schmitz übernahm die rechte Defensivseite. Ilsanker ist eigentlich ein Sechser, rotierte aber aufgrund des Überangebots vor der Abwehr und der gleichzeitigen Verletztungsmisere hinten rechts außen in die Viererkette. Dort fehlen aktuell Klostermann (Kreuzbandriss) und Bernardo (Knorpelschaden).

Schmitz machte seine Sache ordentlich und holte sich nach der Partie ein Sonderlob von Sportchef Ralf Rangnick ab.  „Er hat ein Riesenspiel gemacht. Für den Jungen hat mich das brutal gefreut, weil er ein bisschen unter Wert weggekommen ist. Er ist einer der lernbegierigsten und lernfähigsten Spieler bei uns.“, sagte der Sportdirektor über den 22-Jährigen.

Es entscheidet sich also zwischen Papadopoulos (690.000) und Schmitz (590.000). Hasenhüttl wird die Trainingseindrücke auf sich wirken lassen und abwarten, in welcher körperlichen Verfassung sich Papadopoulos nach seiner Verletzung befindet. Da beide für kleines Geld zu bekommen sind, kann man ruhig ein wenig pokern. Selbst wenn man aufs falsche Pferd bzw. Bullen gesetzt hat, dürfte sich der Verlust in Grenzen halten.

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Autor: Marc-Oliver Robbers

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