Schalke 04 hat den Saisonstart verpatzt

Foto: © imago / Christian Schroedter

Vize-Meister 2017/18, Abstiegskampf 2018/19? So weit ist es noch lange nicht, dass die Schalker aber ergebnistechnisch aktuell in einer kleinen Krise stecken, kann niemand mehr abstreiten. Sechs Punkte nach acht Spieltagen, Tabellenplatz 16 – das haben sich die Königsblauen sicherlich etwas anders vorgestellt. Wir analysieren, welche Schalker sich bei Comunio dennoch lohnen.

Nach Comunio-Punkten steht S04 nicht ganz so schlecht da, wie sie es in der Bundesliga-Tabelle tun. 253 gesammelte Punkte reichen nach acht Spieltagen für Platz 13. Stuttgart, Hannover, Freiburg, Düsseldorf und Nürnberg reihen sich noch hinter den Schalkern ein.

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Naldo in dieser Saison noch kein Torjäger

Die Abwehr ist bei weitem nicht das Hauptproblem der Schalker: 11 Gegentore gab es in acht Spielen, die direkten Tabellennachbarn Leverkusen (15), Nürnberg (19), Hannover (16), Stuttgart (17) und Düsseldorf (18) kassierten allesamt mehr Gegentreffer. Dennoch war die Abwehr in der abgelaufenen Saison das strahlende Prunkstück der Knappen – allen voran natürlich Abwehrchef Naldo, der für einen Abwehrspieler famose sieben Saisontore erzielte und zwei weitere Treffer auflegte. In der aktuellen Spielzeit war sogar kurzzeitig sein Stammplatz in der Abwehrreihe in Gefahr (musste am 5. und 6. Spieltag auf die Bank, wir rieten ihn aufgrund seines hohen Preises sogar zu verkaufen), obwohl er erst vor kurzem seinen Vertrag verlängert hatte. Ohne den glänzenden Naldo scheint auch der Rest der 04-Truppe nur noch wenig glamourös.

Im Mittelfeld noch die besten Leistungen, auch wenn der Rudy-Effekt ausbleibt

Die Schalker haben im Sommer 16 Millionen Euro für den Sechser Sebastian Rudy an die Münchner überwiesen. Die Hoffnungen waren entsprechend groß, die Enttäuschung über die bisherige Leistung Rudys dürfte nicht bedeutend kleiner sein. Rudy sei nicht fit, weshalb er an Spieltagen öfter auf der Bank sitzt als er auf dem Platz steht. Rudys Konkurrenten sind da schon etwas besser drauf, die drei Spieler mit den meisten Comunio-Punkten sind allesamt im Mittelfeld gelistet. Da wären Bentaleb (27) und McKennie (24), einer der absoluten Marktwertgewinner, die ebenfalls auf Rudys Position spielen können, Caligiuri (32) kommt in dieser Saison meist auf der rechten defensiven Außenbahn zum Einsatz und zeigt die konstantesten Leistungen aller Königsblauen. Wer also bislang auf das Schalker Mittelfeld gesetzt hat, wurde punktemäßig nicht komplett enttäuscht – solange auf die richtigen Spieler gesetzt und nicht wie mit Rudy Comunio-Millionen verbrannt wurden.

Die Schalker Offensive zeigt sich so harmlos wie selten zuvor

Ein weiterer Grund für das bisher schlechte Abschneiden? Die Stürmer treffen einfach nicht! In der Fußball-Historie muss man 51 Jahre zurückblicken, um noch harmlosere Schalker nach acht Spieltagen zu finden (2018/19: 5 Tore, 1967/68: 3 Tore). Sommerzugang und Neu-Nationalspieler Mark Uth zeigt sich unerwartet ungefährlich vor dem Tor, nichtsdestotrotz ist er nach acht Spieltagen punktbester S04-Stürmer mit 16 Punkten. Embolo (13), Burgstaller (11) und di Santo (10) folgen dahinter. Das bisherige Preis-Leistungsverhältnis ist bei di Santo das beste (10 Punkte, 1.100.000), auch wenn die Punkte-Ausbeute natürlich alles andere als zufriedenstellend ist. An Uth glauben immer noch viele Comunio-Manager, sein Marktwert liegt bei rund 4,2 Millionen.

Die fünf Schalker Saisontore kamen bislang von fünf unterschiedlichen Spielern: Bentaleb, Embolo, McKennie, Burgstaller und Schöpf waren je ein Mal erfolgreich. Woran liegt die Torflaute? S04-Coach Tedesco nennt unter anderem die Schwäche bei eigenen Standards, die 2017/18 noch zur großen Stärke der Knappen gehörten, als 26 von 53 Treffern nach ruhenden Bällen fielen – nach acht Spieltagen steht unter dem Strich erst ein Treffer nach Standards.

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Platz 10: Amine Harit - 6,94

Die nächsten Gegner: Leipzig, Hannover, Frankfurt

Der Spielplan auf Sicht der nächsten drei Spiele könnte einfacher sein. Leipzig ist zwar auch nicht ganz so stark wie in den vergangenen Spielzeiten, muss aber dennoch immer ernst genommen werden. Mit Hannover kommt ein Gegner, der zumindest auf dem Papier mehr als schlagbar sein sollte – und dann wartet mit der Eintracht ein Gegner, der sich zuletzt immer mehr in bestechender Form zeigt. Nicht zuletzt dank Jovic schwebt man in Frankfurt aktuell auf Wolke 7. Als Vizemeister haben die Gelsenkirchener aber sicherlich dennoch den Anspruch, gegen jeden dieser Gegner zu punkten – ob das in der derzeitigen Form möglich ist, werden die nächsten Wochen zeigen.

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Autor: Markus Teschner

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