Hoffenheim am Boden

Foto: © picture alliance / Laci Perenyi

Die TSG Hoffenheim ist da angelangt, wo sie vor zwei Jahren fast schon einmal war: auf dem letzten Tabellenplatz! Wie geht es weiter mit der Elf aus dem Kraichgau?

Die Situation ist, wie vor zwei Jahren, ähnlich brisant. Damals überwinterte 1899 Hoffenheim nur auf dem 12. Tabellenplatz und schaffte unter dem neuen Trainer Markus Gisdol am Ende den Klassenerhalt. Zwei Relegationsspiele gegen Kaiserslautern waren nötig, um Hoffenheim weiterhin in der Beletage des Vereinsfußballs zu halten. Nun steht Hoffenheim mit lediglich 13 Punkten auf dem letzten Tabellenplatz.

Vor zwei Jahren hatte die TSG 18 Punkte auf dem Konto, im letzten Jahr wies sie zum Hinrundenabschluss ganze 26 Punkte auf und belegte Platz sieben in der Tabelle – damals noch unter Gisdol.

Jener Trainer ist aber nicht mehr da und wurde im Herbst von Dauer-Feuerwehrmann und Trainerveteran Huub Stevens abgelöst. Er soll den Karren aus dem Dreck ziehen und die TSG in der 1. Bundesliga halten.

Der komplette Kader von 1899 Hoffenheim

Die TSG am Boden

An der Situation der Hoffenheimer ist, neben dem Abgang von Leistungsträger Roberto Firminio, auch eine verfehlte Transferpolitik im Sommer verantwortlich. Ein Kevin Kuranyi (-12 Comuniopunkte) ist nur ein Schatten seiner selbst und auch der mit viel Vorschusslorbeeren bedachte Mark Uth konnte sein Potential noch nicht zeigen. Lediglich Stürmerkollege Kevin Volland liefert in der Offensive konstant gute Leistungen ab. Dieser dürfte aber spätestens im Sommer nicht mehr zu halten sein, auch wenn Hoffenheim die Klasse hält.

Es ist trotzdem nicht alles schlecht in Hoffenheim, doch sind die herausragenden Spieler, wie etwa jener Volland oder Jonathan Schmid, der ebenso im Sommer neu nach Hoffenheim kam, genauso wie Torwart Oliver Baumann, in der Minderheit und können das Spiel nicht alleine steuern, bzw. erfolgreich gestalten. Dass es gehen kann, hat Hoffenheim zuletzt im Spiel gegen Borussia Mönchengladbach gezeigt. Trotz einer 3:1-Führung der TSG reichte es am Ende aber nur zu einem Remis.

Neben neuem Offensivgeist fehlt es der TSG aber auch an defensiver Stärke. Lediglich Niklas Süle hält hier die Fahne hoch. Fabian Schär, dem zu Saisonbeginn die Aufgabe in der Innenverteidigung neben Süle zugetraut wurde, hat eine bescheidene Hinrunde abgeliefert. Luft nach oben hat jedoch noch jeder Abwehrspieler bei 1899 Hoffenheim.

Es wird Stevens Hauptaufgabe sein, den Laden hinten stabiler zu machen und weniger Tore zuzulassen.

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Das sagten wir vor der Saison

Der Abgang von Roberto Firminio wurde schon im Sommer als riskant bewertet und stellt sich nun als fatal heraus. Natürlich liegt es nicht an seinem Abgang allein, aber die vielen Abgänge und Neuzugänge haben die Spielweise von Markus Gisdol ordentlich durcheinander gebracht. Dies konnte auch durch Huub Stevens noch nicht korrigiert werden.

Sagte man der TSG im Sommer noch einen Platz im gesicherten Mittelfeld voraus, muss der Klub nun um die Klasse bangen.

Comunio-Player to watch: Nadiem Amiri

Amiri hat jüngst im Spiel gegen Gladbach auf sich aufmerksam gemacht und gehört seitdem zur Startelf der Kraichgauer. In seinem zweiten Spiel von Anfang an brillierte er regelrecht! Amiri schoss ein Tor und legte die anderen beiden auf. Ganze 16 Punkte bekam er in der Bewertung durch Comunio und ist seither eine wahre Belebung des Hoffenheimer Mittelfelds. Mit großer Sicherheit wird Stevens auch in der Rückrunde auf den wendigen und spielstarken Amiri setzen. Insgesamt hat er in dieser Saison in acht Einsätzen 20 Punkte erspielt. Für Comunio-Manager könnte er, bei einem momentanen Marktwert von 2.430.000, durchaus eine Option fürs Mittelfeld sein.

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Prognose

Wenn es den Hoffenheimern nicht gelingen sollte mehr Struktur in ihr Spiel zu bekommen, wird am Ende der Saison der Abstieg unvermeidlich sein. Noch gibt es keine nennenswerte Verstärkungen zu vermelden, aber die Transferperiode hat gerade erst begonnen. Bedarf im Sturm und auf den Außenpositionen besteht jedenfalls. Inwiefern Alexander Rosen dort tätig werden wird und welches Budget ihm dafür zur Verfügung steht, ist nicht bekannt.

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Autor: Peter Johann Friedrich

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