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Die Geißböcke starteten stark in die Saison und waren zeitweise erster Verfolger des FC Bayern. Zum Ende der Rückrunde schwanden beim 1. FC Köln dann aber die Kräfte. Dennoch läuft’s bislang rund in dieser Spielzeit. Wohin führt der Weg des Effzeh? Reicht’s am Ende für Europa?

Kaderwert: 44.260.000
Kaderpunkte: 603
Comunio-Platzierung: 5
Bester Spieler: Anthony Modeste – 111 Punkte

Die Situation: Am 5. Spieltag stand der 1. FC Köln auf dem 3. Platz, die Euphorie war – wie fast immer bei sportlichen Erfolgen in der Domstadt – riesengroß. In der Regel schlug diese Euphorie beim FC bei dem ersten kleinen Nackenschlag direkt in heftige Depressionen um.

Das hat sich aber sei Peter Stöger und Jörg Schmadtke geändert, der Effzeh geht in aller Ruhe seinen Weg. Ganz so, wie es Schmadtke in einem inzwischen schon kultigen YouTube-Video den Fans damals mitteilte: „Ruuuuhig. Ganz ruuuuuuuhig.“

So stehen die Geißböcke nach dem Ende des 16. Spieltag auf Platz 7, weder herrscht übertrieben Euphorie, noch krasse Tristesse – die Stimmung ist realistisch. Mit Anthony Modeste hat man inzwischen einen der besten Stürmer der Liga, allerdings steht und fällt das FC-Spiel noch mit dieser Personalie.

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Trifft Modeste nicht, siegt Köln auch nicht. Zudem wiegt der Ausfall von Comunio-Monster Marcel Risse schwer, auch Leo Bittencourt wird erst langsam wieder ans Team herangeführt werden, so dass die Verantwortlichen noch im Winter aktiv wurden und Christian Clemens aus Mainz nach zwei Jahren wieder nach Hause holten.

Mit Filip Mladenovic verließ ein Akteur den Verein in Richtung Lüttich, der eher zur Kategorie Ergänzungsspieler zählte (lediglich neun Bundesligaminuten in der Hinrunde). Bei Mergim Mavraj sieht die Sache da eher anders aus. Der Innenverteidiger war uneingeschränkter Stammspieler und wechselt nun zum HSV, wo er eine wichtige Rolle einnehmen soll.

Seine Position in Köln wird Dominic Maroh übernehmen, der seit dem Sommer immer wieder mit Verletzungsproblemen zu kämpfen hatte (erst Rippen-, dann Schlüsselbeinbruch) und nun wieder uneingeschränkt zur Verfügung steht. Dagegen fehlt Keeper Timo Horn nach seiner Knie-OP wohl länger als angenommen, mit Thomas Kessler hat man aber einen zuverlässigen Ersatz.

Nationalspieler Jonas Hector hat sich noch einmal auf ein neues Level gehoben (62 Punkte) und war ein absoluter Leistungsträger.

Das sagten wir vor der Saison: Wir hatten den Kölnern schon vor der Saison eine ähnliche Leistung zugetraut und sehen uns nun bestätigt. Die neue, alte Unaufgeregtheit trägt immer weiter Früchte.

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Comunio-Player to watch: Christian Clemens. Der kölsche Jong ist wieder da! Nach dreieinhalb Jahren bei Schalke und Mainz ist Clemens wieder zurückgekehrt und nimmt bei seinem Heimatverein direkt eine wichtige Rolle ein. Die Risse-Verletzung traf die Kölner hart, Clemens soll ihn nun so gut es geht ersetzen. Im ersten Testspiel gegen den VfL Bochum war er sofort auffälligster Akteur und Siegtorschütze. Doch der Rückkehrer gibt sich zunächst demütig: „Für mich zählt erst einmal, gesund zu bleiben. Ich bin seit zwei Monaten wieder gut dabei, durfte leider in Mainz nicht mehr spielen. Aber ich bin jetzt wieder voll drin, versuche, mich dem Trainer anzubieten.“

Prognose: Der FC ist auch im neuen Jahr sehr stark von Modeste abhängig (klar, dass er als Kölner 111 Punkte vorweist) Knipst der Franzose weiter, wird es bei den Kölnern laufen. Auch Rückkehrer Clemens muss genauso funktionieren wie Comebacker Maroh – wenn das alles funktioniert, dann könnten die Kölner tatsächlich ins internationale Geschäft einziehen. Das Team und das Umfeld scheinen gefestigt und bereit dafür.

Zugänge: Christian Clemens (1. FSV Mainz 05, 2,75 Mio.)

Abgänge: Mergim Mavraj (Hamburger SV, 1,8 Mio.), Filip Mladenovic (Standard Lüttich, 1,2 Mio.)

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Autor: Florian Schimak

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