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Das Götze-Thema nervt langsam gewaltig. Dabei gibt es diese Saison noch viele weitere Hochkaräter, die noch gar nicht zum Einsatz kamen. Die zehn großen Verlierer im Überblick.

Johannes Geis (Schalke 04, Mittelfeld, 470.000)

Es gab mal eine Saison, da ließ sich mit Johannes Geis 129 Punkte machen. Auf Schalke ist der Sechser aber hinter Rudy, Mascarell, Bentaleb, McKennie, Serdar maximal die sechste Wahl. Domenico Tedesco hat ihn neulich immerhin wieder mit den Profis mittrainieren lassen. Ein Kaderplatz ist dennoch in weiter Ferne.

Paul Verhaegh (VfL Wolfsburg, Abwehr, 510.000)

Der einst so solide Rechtsverteidiger, der obendrein immer noch ein sicherer Elfmeterschütze war, muss sich im betagten Fußballeralter mit der Reservebank begnügen. Mit nunmehr 35 Jahren ist Außenverteidiger eben kein Zuckerschlecken mehr, zumal Wolfsburg seit dieser Saison einen enormen Aufwand gegen den Ball betreibt und hier der aufstrebende William einfach der geeignetere Spieler ist.

Die teuersten Abwehrspieler im Oktober

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Platz 10: Jerome Boateng | FC Bayern München | 5,66 Mio. | 12 Punkte | Stand der Marktwerte: 1.10.18 | Bilderquellen: Imago

 

Jeremy Toljan (Borussia Dortmund, Abwehr, 390.000)

Der U21-Europameister sollte langfristig eigentlich Lukasz Piszczek beerben, doch zu limitiert ist sein Fußballspiel für die Ansprüche von Borussia Dortmund. Und das obwohl er so dynamisch wie flexibel ist. Toljan, der letzte Saison mal um die 4 Mio. wert war, hat es bei Favre noch nicht einmal in den Kader geschafft. In den nächsten zwei Jahren wird er an Achraf Hakimi nicht vorbeikommen. Immerhin durfte er neulich in der Regionalliga spielen.

Marc-Oliver Kempf (VfB Stuttgart, Abwehr, 310.000)

Er galt mal als eines der verheißungsvollsten Innenverteidiger-Talente Deutschlands. In Stuttgart angekommen, hat der Ex-Freiburger aber nicht nur mit Verletzungen zu kämpfen, sondern schaffte es auch nur einmal in den 18er-Kader. Die Konkurrenz auf seiner Position ist mit Pavard, Baumgartl und Badstuber einfach zu groß.

Pascal Köpke (Hertha BSC, Sturm, 360.000)

Als richtig gehrter Zweitligastürmer gekommen, hat es der Sohn des einstigen Nationaltorhüters in den letzten vier Spielen noch nicht einmal in den Kader geschafft. Das kann ja nicht der Anspruch gewesen sein, auch wenn Köpke mit 23 Jahren durchaus noch Entwicklungspotenzial hat.

Giulio Donati (1. FSV Mainz 05, Abwehr, 250.000)

Für seine Galligkeit von jedem Gegenspieler gefürchtet, hat der Italiener bei Sandro Schwarz so gar keine Perspektiven mehr. Der Mainzer Coach dürfte ihm wohl seinen im Sommer öffentlich gemachten Wechselwunsch übel genommen haben. Immerhin: Weil Daniel Brosinski hinten rechts ausfiel, rückte er am 6. Spieltag erstmals in den 18er-Kader. Sein derzeitiger Status ist aber nicht mehr als Rechtsverteidiger Nummer 3.

Sebastian Rode (Borussia Dortmund, Mittelfeld, 310.000)

Als zweifacher Meister, Pokalsieger und Champions-League-Routinier, der obendrein von den Bayern kam, dürfte es schon schmerzen, wenn man null Perspektive hat. Rode wird, will er seine Karriere nicht komplett ruinieren, im Winter dringend die Biege machen müssen. Auch wenn damit wohl oder übel Gehaltseinbußen verbunden sind.

Der Sofascore-Musterprofi: Jadon Sancho
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Jeffrey Bruma (VfL Wolfsburg, Abwehr, 320.000)

Der einst so gefürchtete Niederländische Innenverteidiger mit Premier-League-Erfahrung ist tatsächlich fit, hat es aber noch nicht in den Wolfsburger Kader geschafft. Nun sollte er eigentlich zu einem Wolfsburger Förderkader für ein Turnier in England abgeschoben werden, sagte dann aber verletzt ab.

Sebastian Kerk (1. FC Nürnberg, Mittelfeld, 330.000)

Na hoppla, Nürnbergs Spielmacher war doch bei so manchem Spiel in der Vorbereitung zu sehen, schaffte es bisher 2018/19 aber noch nicht in den Kader. Was war los? Nach seinem Achillessehnenriss muss der 24-Jährige sich die Fitness hart erarbeiten, kommt einfach nicht auf 100 Prozent. Jetzt durfte er wenigstens eine Halbzeit in der Reserve. Kerk wird langsam auch wieder in der Bundesliga ein Thema, also schnell noch zuschlagen für diesen Marktwert.

Sebastian Langkamp (SV Werder Bremen, Abwehr, 620.000)

Der langjährige Hertha-Stammverteidiger schafft es bei Werder nicht über den Status des Bankdrückers hinaus. Und dabei gibt es gewiss den ein oder anderen Bremen-Fan, der gerne mal Langkamp an Stelle von Milos Veljkovic in der Startelf sehen würde. Am 7. Spieltag dürfte es zumindest für ein Spiel so weit sein, da ist Veljkovic nämlich Gelb-Rot gesperrt.

 

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Autor: Karol Herrmann

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