Gestern Mbappe, morgen Lewandowski: Mainz-Neuzugang Niakhaté ist schwere Aufgaben gewohnt.

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Voila, das nächste Talent aus Frankreich: In Mainz setzen sie immer mehr auf topausgebildeten Nachwuchs aus dem Nachbarland. Moussa Niakhaté soll Rekordverkauf Diallo schnell ersetzen.

Position: Der 1,90-Hüne unterschrieb am vergangenen Wochenende bei den Rheinhessen einen Fünfjahresvertrag und hat seine Arbeit bereits aufgenommen. Als Innenverteidiger soll der 22-Jährige die Mainzer Hintermannschaft verstärken und die Ablösesumme in Höhe von sechs Millionen Euro macht deutlich: 05-Sportvorstand Rouven Schröder erwartet viel von Niakhaté. Notfalls kann der Neuzugang vom FC Metz auch Linksverteidiger spielen.

Bisherige Karriere: Schon nach einem Jahr beim FC Metz in der Ligue 1 steht für Moussa Niakhaté der berühmte „nächste Schritt“ an. Dieses Tempo ist der 22-jährige Linksfuß allerdings gewöhnt, bisher ging es stetig weiter nach oben im EInjahrestakt. Aus dem Nachwuchs des OSC Lille ging es zunächst über die Stationen Wasquehal und Boulogne in die zweite Mannschaft des Valencienne FC und schließlich in dessen Erstvertretung in der zweiten Liga Frankreichs. Dort machte der junge Mann in immerhin zwei Jahren 63 Spiele, bevor es weiter zum FC Metz ging – und jetzt schließlich nach Mainz, wo sich die Verantwortlichen natürlich eine etwas längere Verweildauer erhoffen. Oder aber nach einem Jahr eine Rendite, wie man sie bei Vorgänger Diallo erzielte. Der kam für fünf Millionen und ging nach einem Jahr für 28 Millionen.

Einstiegsmarktwert: 3.280.000 sind zum Start der Comunio-Karriere für Moussa Niakhaté aufgerufen, damit bewegt sich der junge Franzose in Sichtweite von RB Leipzig-Kapitän Orban (79 Punkte) und Eintracht Frankfurts David Abraham (102 Punkte). Leistungen, die der Neuling erstmal bringen muss. Im Mainzer Kader ist der U21-Nationalspieler direkt der zweitteuerste Spieler – nach dem ebenfalls aus Frankreich gekommenen Jean-Philippe Mateta (4.290.000)

Situation: Stürmer Jean-Philippe Mateta kam bereits, Jean-Philippe Gbamin und Gaetan Bussmann waren schon da: Mit der Verpflichtung von Innenverteidiger Moussa Niakhaté ist die Franzosen-Fraktion im Mainzer Kader auf vier Mitglieder angewachsen. Und es ist alles andere als ausgeschlossen, dass alle vier zum Saisonstart gegen den VfB Stuttgart auf dem Rasen stehen werden. Zumindest Gbamin ist gesetzt und sollte Niakhaté nicht arge Probleme mit der Anpassung an die Bundesliga haben, dürfte der 22-Jährige nach der Verletzung von Kollege Alexander Hack neben Kapitän Stefan Bell in die Runde starten.

„Moussa Niakhaté war unter anderem durch seine Einsätze in den französischen U-Mannschaften schon länger in unserem Blickfeld. Er ist ein topausgebildeter Spieler mit sehr guten Anlagen und physischem Spielstil. Nach Abdou Diallo ist er der nächste U21-Nationalspieler Frankreichs für unsere Abwehr, der sowohl die Innen- als auch die Außenverteidigerposition bekleiden kann. Er ist ein sehr ehrgeiziger Typ mit einem guten Charakter, der sich hier sehr schnell integrieren wird. Wir sind überzeugt davon, dass er seinen Weg in der Bundesliga gehen wird“, ist sich Schröder sicher.

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Marktwertpotenzial: Mit 3.280.000 steigt Niakhaté nicht überbewertet ein, schaut man sich im Kader der Mainzer allerdings so ein bisschen um, wird klar: In diesem Umfeld muss man diesen Wert erstmal bestätigen. Tendenz: Niakhaté bleibt wertvoll, wird aber bis Saisonbeginn nicht mehr groß im Wert steigen. Der 22-Jährige ist eine sportliche Wertanlage, kein finanzielles Spekulationsobjekt.

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Autor: Till Erdenberger

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