Jubelt und verteidigt künftig in Mainz: Philipp Mwene

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Neuer Rechtsverteidiger für Mainz 05: Phillipp Mwene kommt von Zweitliga-Absteiger Kaiserslautern und hat gute Chancen, auf Anhieb durchzustarten. Der Comunio-Check.

Position: „Phillipp Mwene ist ein fußballerisch sehr veranlagter, laufstarker und flexibler Außenbahnspieler, der sich in seiner Karriere konstant zu einem Leistungsträger in der Zweiten Bundesliga entwickelt hat. Wir sehen in ihm das Potenzial, bei uns die nächsten Schritte auf diesem Weg zu gehen.“ So beschreibt 05-Sportchef Rouven Schröder seinen ersten Transfer für die kommende Saison. Vor allem wird man den Österreicher (16 U21-Länderspiele) wohl auf der rechten Position in der Vierer- oder Fünferkette ins Rennen um den Stammplatz schicken, auch wenn Mwene in der vergangenen Runde auch einige Partien als Linksverteidiger oder im rechten Mittelfeld bestritten hat.

Bisherige Karriere: Sechs Jahre stand Phillip Mwene, der aus der Jugend von Austria Wien stammt, beim VfB Stuttgart unter Vertrag, durchlief U17 und U19, bevor er schließlich 2016/17 nach 73 Dritte Liga-Spielen aus der zweiten Mannschaft der Schwaben an den Betzenberg wechselte. Dort etablierte sich der nur 1,70 Meter große Rechtsfuß schnell, machte in der ersten Saison alle 34 Spiele, in der zweiten 31, konnte trotz vor allem im Saisonendspurt unter Michael Frontzeck starker Leistungen den Abstieg der Roten Teufel nicht verhindern. Der Wechsel nach Mainz ist nach drei Saisons in der dritten Liga und zwei im Unterhaus der konsequente nächste Schritt.

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Einstiegsmarktwert: 1.500.000 sind eine ganze Menge, auch wenn Mwene sicher nicht als Perspektivspieler für einen Kaderplatz weit, weit hinten geholt wurde. Zum Vergleich: Platzhirsch Donati taumelt nach einer lahmen Saison derzeit bei 430.000 herum, Aushilfsrechtsverteidiger Brosinski bei 680.000. Das ist schon ein gewaltiger Vertrauensvorschuss für einen, der gerade aus der zweiten Liga abgestiegen ist.

Situation: Dass man Mwene nicht nur als Sparringspartner geholt hat, dürfte klar sein – allen voran wohl auch dem lange gesetzten, wenngleich selten völlig unumstrittenen etatmäßigen Rechtsverteidiger Giulio Donati. Der Italiener hat eine eher schwache Runde gespielt und genügt vor allem offensiv spielerisch nicht gerade gehobenen Ansprüchen.

05-Trainer Schwarz plant für die kommende Saison, seinem Team noch konsequenter den von seinem Vorgänger Martin Schmidt implementierten eindimensionalen Umschaltfußball auszutreiben und dafür auf mehr Ballbesitz und einen konsequenteren Spielvortrag über die Flügel zu kultivieren. Ein Plan, der den limitierten Donati überfordern könnte. Die Chance für Philipp Mwene, schon früh Akzente zu setzen und sich Spielzeit zu erarbeiten! Der Österreicher kommt mit der Empfehlung von vier Toren und sieben Vorlagen an den Bruchweg. Gut möglich auch, dass Donati die 05er noch vor der neuen Saison verlässt.

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Marktwertpotenzial: Von den 1.500.000 wird es traditionell erstmal runter gehen, bis dann irgendwann im Juli die übliche Marktwerttalsohle erreicht ist. Danach kann es jedoch auch wieder gut und gerne fix nach oben gehen, denn es ist alles andere als ausgeschlossen, dass Mwene sich erst langsam für höhere Bundesligaaufgaben empfehlen muss. Der offensivstarke Österreicher passt gut in den Plan von Sandro Schwarz, künftig ein effektiveres Flügelspiel aufziehen zu wollen und wurde sicher mit der Maßgabe geholt, schnell zu einem Bundesligaspieler werden zu können. 1.500.000 sind also alles andere als utopisch – auch wenn ein Verteidiger die erstmal erwirtschaften muss.

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Autor: Till Erdenberger

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