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Ein Schritt nach vorne oder einen zurück? Serge Gnabry und Nico Schulz wechseln innerhalb der Liga nach Hoffenheim, Jhon Cordoba und Jannes Horn schließen sich dem 1. FC Köln an. Wie steht es um ihre Chancen?

Serge Gnabry (1899 Hoffenheim, Mittelfeld, 11.030.000, 141 Punkte)

So ganz traut sich Serge Gnabry wohl selbst noch nicht zu, sich bei den Bayern durchzusetzen. Deshalb also die logische Leihe nach Hoffenheim, wo man ja nebenbei auch schon mal Champions-League-Erfahrung sammeln kann.

Comunio-Potenzial: Sicher gibt es günstigere Optionen in diesem Spiel, aber wer in seiner Debüt-Saison gleich mal 141 Punkte bei einem Verein wie Werder Bremen holt, von dem dürfen wir in Zukunft schon auch mal 200 Zähler erwartet . Mit 5,42 Punkten pro Spiel waren 2016/17 überhaupt nur zwölf Spieler besser. Auf seiner angestammten Position auf Linksaußen wird sich Gnabry mit Steven Zuber auseinandersetzen müssen – eine machbare Aufgabe. Und wenn er, was durchaus möglich ist, als Stürmer eingesetzt wird, bringt die Einordnung als Mittelfeldspieler zusätzlich Punkte.

Nico Schulz (1899 Hoffenheim, Mittelfeld, 2.680.000, 20 Punkte)

Dass das Kapitel Gladbach für Nico Schulz gescheitert ist, dürfte weniger an seinen Fähigkeiten, als an seiner Verletzungsanfälligkeit liegen. Schließlich hat man mustergültig seit der U15 alle U-Nationalmannschaften durchlaufen. Am Ende vertraute Dieter Hecking dem pfeilschnellen Mann auf der linken Seite vielleicht auch einfach zu wenig. Ob das unter Julian Nagelsmann nun besser gelingt?

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30 Punkte in der Saison 2016/17 und noch immer unter einer Million zu haben: Nur etwa ein Dutzend der Spieler erfüllen aktuell diese Kriterien. Diese fünf können wir Euch besonders empfehlen.

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Comunio-Potenzial: „Er passt genau in das Profil, dass wir gesucht haben“, sagte TSG-Direktor Profi Fußball Alexander Rosen bei Schulz‘ Vorstellung. Soll heißen: Der Mann kann sowohl hinten links in der Viererkette als auch auf Linksaußen. Im zuletzt präferierten Hoffenheimer System mit Dreierkette wäre er der ideale Mann für das linke Mittelfeld. Die Konkurrenten heißen auf diesen Position Jeremy Toljan, Steven Zuber und Serge Gnabry. Nicht unbedingt einfach, aber zumindest aufgrund seiner Schnelligkeit hat er gegenüber den Genannten Vorteile. An den letzten vier Spieltagen 2016/17 holte Schulz übrigens alle 20 Punkte.  

Jhon Cordoba (1. FC Köln, Sturm, 8.170.000, 87 Punkte)

Jhon Cordoba soll nicht weniger, als den Abgang von Anthony Modeste zu kompensieren. Kann das ein Stürmer überhaupt, der letzte Saison gerade einmal fünf Tore erzielt hat?

Comunio-Potenzial: Die Torquoten von Modeste und Cordoba gegenüberzustellen würde dem Kolumbianer schlicht nicht gerecht werden. Cordoba mag zwar vielleicht (noch) kein Torungeheuer sein, doch sein Potenzial ist weit größer als das von Modeste, als er von Hoffenheim in die Domstadt kam. Mit seinen erst 24 Jahren ist er bereits ein relativer kompletter Mittelstürmer, der vor allem wie ein Wahnsinniger rackert. Höchst unangenehm für jeden Innenverteidiger. Und auch ohne herausragende Torquote: Hätte Cordoba am 16. Spieltag nicht die Rote Karte gesehen (-11), wäre er wohl locker auf eine dreistellige Punktzahl gekommen.

Jannes Horn (1. FC Köln, Abwehr, 2.220.000, 0 Punkte)

Rund sieben Millionen soll der FC für den Linksverteidiger an den VfL Wolfsburg überwiesen haben. Zu viel für einen Spieler, der letzte Saison gerade einmal auf 13 Einsätze kam und am Ende bei Andries Jonker nur noch selten Verwendung fand?

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Comunio-Potenzial: Rein faktisch betrachtet muss Horn auf seiner angestammten Position als Linksverteidiger mit Nationalspieler Jonas Hector und Konstantin Rausch um einen Stammplatz kämpfen. Vieles deutet jedoch darauf hin, dass Hector beim FC künftig für das defensive Mittelfeld eingeplant wird. Und im Duell mit dem in Köln nicht unumstrittenen Rausch hat Horn klar die Nase vorne. Gemeinsam mit Lukas Klünter könnte er 2017/18 eine der wohl schnellsten Außenverteidiger-Zangen der Liga bilden. Dennoch: Ein stolzer Preis dafür, dass Horn letzte Saison genau null Punkte eingefahren hat.

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Autor: Karol Herrmann

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