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Ein Schritt nach vorne oder einen zurück? Sven Bender, Bastian Oczipka, Matthias Ginter und Andre Hahn wechseln innerhalb der Bundesliga. Wie steht es um ihre Chancen?

Sven Bender (Bayer Leverkusen, Abwehr, 4.230.000, 10 Punkte)

Nach acht Jahren als Publikumsliebling beim BVB kam der Abgang von Sven „Manni“ Bender doch einigermaßen überraschend. Immerhin ist der 28-Jährige jetzt wieder mit seinem Zwillingsbruder Lars vereint. Sie spielten und harmonierten zuletzt im Olympia-Team zusammen. Dortmund dürfte sich über die knapp 15 Millionen Ablöse für den ständig von Verletzungen geplagten Defensiv-Spezialist wohl gefreut haben.

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Comunio-Potenzial: Eigentlich ist er ja auf der Sechs zu Hause, doch dort ist die Konkurrenz bei Bayer (Aranguiz, Baumgartlinger, Kohr, Lars Bender, Kampl) wohl selbst für einen erfahrenen Hasen wie Sven Bender zu hoch. In der Bundesliga hat er aber zuletzt ohnehin Anfang 2016 im Mittelfeld gespielt. Bei Thomas Tuchel war er meist Innenverteidiger. So könnte Bender also die Lücke von Ömer Toprak schließen. Im Vergleich zu den Konkurrenten Tin Jedvaj und dem bislang schwachen Aleksandar Dragovic sollte er die besseren Karten haben. Gut möglich wäre eine Innenverteidigung gemeinsam mit Jonathan Tah. Das Problem bei ihm bleiben die ewigen Verletzungen. Bleibt er fit, ist er sogar für bis zu 142 Punkte (2010/11) gut. Zumindest aber stellt Bender derzeit eine goldene Wertanlage dar.

Bastian Oczipka (FC Schalke 04, Abwehr, 4.070.000, 79 Punkte)

Oczipka ist vielleicht der beste Linksverteidiger, der es nie in die Nationalmannschaft geschafft hat. Dabei punktet der gebürtige Bergisch Gladbacher doch stets solide. Ob ihm nach fünf Jahren Frankfurt der nächste Schritt auf Schalke gelingt?

Comunio-Potenzial:  70 Punkte und mehr sind für Bastian Oczipka keine Seltenheit in einer Comunio-Saison. Und so wie es aktuell aussieht, hat er nach dem Abgang von Sead Kolasinac und Dennis Aogo auf seiner angestammten Position hinten links freie Fahrt, ist er aktuell doch der einzige gelernte Linksverteidiger im Kader. Zudem im besten Fußballeralter, würde es nicht wundern, wenn er unter Trainer-Senkrechtstarter Tedesco erstmals die 100 knackt.

Matthias Ginter (Borussia Mönchengladbach, Abwehr, 4.870.000, 72 Punkte)

Bei Matthias Ginter heißt es wohl eher: Einen Schritt zurück, um wieder zwei nach vorne zu kommen. Zwar ist der Wechsel von Dortmund nach Gladbach nicht unbedingt ein Karriereknick, beim BVB wird sein Abgang, der immerhin 17 Millionen in die Kassen spülte, jedoch verschmerzbar sein. Ginter hat bei Dortmund zwar recht viel gespielt, galt aber gerade in der Rückserie oft als Sicherheitsrisiko und dürfte hauptsächlich wegen der Konkurrenzsituation geflüchtet sein.

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Comunio-Potenzial: Nicht nur weil er der klubinterne Rekordtransfer ist, sollte Ginter bei Gladbach in der Innenverteidigung definitiv gesetzt sein. Seine Vita weist mit nur 23 Jahren auch schon einen WM-Pokal, Confed-Cup und Supercup auf, dazu ordentliche Champions League Erfahrung und nicht zuletzt 14 Einsätze in der A-Nationalmannschaft. Nun gilt es aber für den oft ein wenig schüchtern wirkenden Ginter auch mal Führungsqualitäten zu zeigen. Und auch bei Comunio sollte er für den aktuell recht stolzen Marktwert besser liefern. Bisher liegt sein Saison-Rekord bei 91 Zählern.

Andre Hahn (Hamburger SV, Sturm, 4.660.000, 17 Punkte)

Die Karriere von Andre Hahn gleicht einer Achterbahnfahrt: Mit Anfang 20 noch 3. Liga, dann der steile Aufstieg über Augsburg in die Nationalmannschaft und zum erweiterten Kader für die vergangene WM, schließlich eine schwere Verletzung in Gladbach , nach der er nie wieder an alter Stärke anknüpfen konnte. Bringt ein Wechsel „nach unten“ zum HSV die Karriere noch einmal in Schwung?

Comunio-Potenzial: Nach dem Abgang von Michael Gregoritsch hat Hahn beim HSV beste Aussichten, auf mehr Spielzeit als bei den Fohlen zu kommen. Im Sturm hat er lediglich in Bobby Wood einen ernst zu nehmenden Konkurrenten. Dabei könnte er auch mit diesem gemeinsam spielen, etwa als Doppelspitze oder etwas dahinter. Selbst auf den Außenbahnen wäre er die erste Alternative zu Filip Kostic und Nicolai Müller. Dennoch ein üppiger Preis für einen Spieler, der in den letzten drei Jahren nur einmal über 50 Punkte kam. Kommt er jedoch an seiner Bestmarke ran (158 Punkte), lohnt sich die Investition allemal.

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Autor: Karol Herrmann

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