Paulinho

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Bayer Leverkusen hat sich trotz namhafter Konkurrenz mit Paulinho ein brasilianisches Ausnahmetalent gesichert. Die Rheinländer untermauern damit ihren Ruf als ausgezeichnetes Sprungbrett nach Europa. Trotz seiner erst 17 Jahren soll der Offensivspieler direkt weiterhelfen. Comunioblog macht den Check. 

Position: Da ist gar nicht so einfach bei Paulinho. Der 17-Jährige sagte selbst in einem Interview mit FIFA.com: „Ich bin Stürmer, aber ich habe auch schon als Außenverteidiger und im Mittelfeld gespielt. Auf verschiedenen Positionen zu spielen, hat mir mehr Überblick für mein Spiel gegeben. Ich kann dem Team überall helfen, egal, wo der Trainer mich aufstellt.“ Bei Comunio ist er als Stürmer gelistet, da er wohl vornehmlich über die offensive Außenbahn kommen dürfte. 

Bisherige Karriere: Seine Karriere begann wie im Märchen. Mit gerade einmal 16 Jahren schoss er Vasco da Gama in seinem erst zweiten Profispiel mit einem Doppelpack zum Sieg. Ab da kannte der Hype keine Grenzen mehr. 24 Spiele bestritt er für den brasilianischen Traditionsverein, bei dem er zeitweise neben der Legende Ze Roberto auflief, und erzielte dabei fünf Tore und drei Assists. 

In seiner Heimat wird er schon mit Philippe Coutinho verglichen. Der heutige Barca-Spieler begann seine Karriere auch einst bei Vasco da Gama und erlebte einen ähnlich komentenhaften Aufstieg.Und auch auf internationaler Ebene konnte er schon auf sich aufmerksam machen. 

Mit Brasiliens U17-Auswahl wurde er erst Südamerikameister und holte dann bei der U17-WM den dritten Platz. Dabei gelangen ihm in 15 Spielen, fünf Tore und fünf Assists. Unter anderem kegelte er die DFB-Auswahl mit seinem Treffer aus dem Turnier. 

Die internationale Comunio-Elf der Saison 17/18

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Tor: Jan Oblak (Atletico Madrid) - 196 Punkte | Bildquelle: Imago

 

Einstiegsmarktwert: 7,5 Millionen. Damit ist Paulinho bisher der teuerste Comunio-Neuzugang in diesem Sommer. Das ist sicher ein stolzer Preis, aber Dortmunds Jadon Sancho, der nur unwesentlich älter ist, hat bereits bewiesen, dass man auch in jungen Jahren eine Duftmarke in der Bundesliga setzen kann. Sancho kostet aktuell ebenfalls 7,5 Millionen, lag aber vor dem Saisonübergang auch schon bei weit über zehn Millionen. 

Situation: Es kann natürlich niemand erwarten, dass Paulinho gleich alles in Grund und Boden spielen wird. Das Talent ist 17, erstmals von zuhause weg und kommt zudem mit einem gebrochenen Arm nach Leverkusen. „Der Junge hat uns mit seinen technischen Fähigkeiten, seiner Dynamik, Durchsetzungsfähigkeit und Torgefahr schnell überzeugt. Er ist trotz seiner jungen Jahre bereits sehr weit“, traut Bayers Manager Jonas Boldt dem Talent eine schnelle Eingewöhnung zu.

Leverkusen ist schließlich bekannt dafür, bei Südamerikanern ein gutes Händchen zu haben und außergewöhnlich gut darin zu sein, diese auch schnell zu integrieren. Der Armbruch soll zudem Mitte Juli auskuriert sein. Viel verpassen dürfte er daher nicht. Und trotz seiner erst 17 Jahren besitzt er schon einen Körper, mit dem er auch im Profibereich dagegenhalten kann. 

Dann gilt es für Trainer Heiko Herrlich die passende Position für ihn zu finden. Aber letztlich wird es egal sein, wo Paulinho spielen wird, die Konkurrenz ist in Bayers Offensive überall stark. Auf der angestammten linken Seite wird Leon Bailey vor ihm stehen, rechts ist Julian Brandt gesetzt, auch Karim Bellarabi will wieder angreifen. In der Mitte kämpfen Kai Havertz, Kevin Volland und Lucas Alario um Spielzeit. 

Marktwertpotenzial: Es würde nicht verwundern, wenn Paulinho trotz seines gesalzenen Einstiegswerts erst einmal weiter steigen würde. Doch wer mit dem Brasilianer spekulieren möchte, muss aufpassen, den richtigen Absprung nicht zu verpassen. Es ist nämlich eher nicht davon auszugehen, dass Paulinho direkt Startelf-Einsätze bekommen wird. Und auch wenn der Bewertungspartner SofaScore bereits nach acht Minuten Einsatzzeit eine Bewertung vergibt, so muss in dieser Zeit schon Außergewöhnliches geschehen, um Punkte zu bekommen. 

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Autor: Marc-Oliver Robbers

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