Jaroslav Drobny, Werder Bremen

Foto: picture alliance/ Pressefoto ULMER
Normalerweise wechseln Trainer selten ihren Torwart, wenn sie sich einmal festgelegt haben. Doch in dieser Saison tauschten schon zwei Coaches während der Saison ihren Keeper. Bei der Hertha gibt es das beste Preis/Leistungsverhältnis, in Ingolstadt werden die Karten wieder neu gemischt. 

Jaroslav Drobny (Werder Bremen, 450.000)

Der Tscheche stand am dritten Spieltag das erste Mal zwischen den Bremer Pfosten und auch wenn Viktor Skripnik nach diesem wenig erfolgreichen Spiel gegen Borussia Mönchengladbach beurlaubt wurde, blieb der Routinier auch unter Nachfolger Alexander Nouri im Tor – bis er sich im Training der Nationalmannschaft mehrere Brüche an der rechten Hand zuzog. Drobny könnte nach Ende der Länderspielpause ins Werder-Tor zurückkehren. Zwar ist der 37 Jahre alte Haudegen noch nicht wieder ins Mannschaftstraining integriert, aber auch nicht weit davon entfernt. Vorgänger und Nachfolger Felix Wiedwald machte zudem im letzten Spiel gegen Schalke keine gute Figur, indem er gleich zwei Mal den Ball nach Distanzschüssen nach vorne prallen ließ. Einen Abpraller nutzte Nabil Bentaleb zum 2:0. Wiedwald hat also nicht gerade Argumente für einen Verbleib im Tor sammeln können. Es scheint aktuell wahrscheinlich, dass Drobny ihn daher wieder verdrängen wird. Bei einem Marktwert von 450.000 sollte man nicht lange überlegen.

Rune Jarstein (Hertha BSC, 1,13 Millionen)

Blickt man auf alle Keeper, die in dieser Saison unumstritten im Tor stehen, bietet der Norweger das beste Preis/Leistungsverhältnis. Nur Hoffenheims Oliver Baumann und Darmstadts Michael Esser haben mehr Punkte (beide 42) gesammelt als Jarstein (40). Gleichzeitig ist er aber nur der zehntteuerste Keeper im Spiel. Die Marktwertunterschiede zu den anderen Torhütern sind jetzt nicht außergewöhnlich groß, aber es ist ja nie verkehrt, hier und da mal ein paar Hunderttausend einzusparen. Jarstein schlechteste Note in dieser Saison ist bisher eine 3,5. Punkte sind also garantiert.

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Diego Benaglio (VfL Wolfsburg, 690.000)

Auch beim Kapitän der Wolfsburger gibt es eine Menge Schnäppchenpotenzial, denn eigentlich ging der Schweizer als Ersatzkeeper von Koen Casteels in die Saison. Doch obwohl sich der Belgier nichts zu schulden kommen ließ, tauschte Interimscoach Valerien Ismael nach der Beurlaubung von Dieter Hecking seine Torleute aus. Zwar fiel Casteels aufgrund eines Magen-Darm-Infekts für zwei Spiele aus, aber auch nach seiner Genesung blieb dem Ex-Hoffenheimer nur die Zuschauerrolle. „Wir sind in einer Situation, in der es nicht um einzelne Spieler geht, sondern darum, was die Mannschaft braucht, um aus der jetzigen Situation herauszukommen. Diego Benaglio ist der Kapitän und in dieser Phase braucht die Mannschaft ihren Kapitän auf dem Platz. Das war unser Bauchgefühl“, begründete Ismael den Wechsel. Benaglio dürfte daher seinen Platz erst einmal sicher haben, denn der Franzose bleibt der Coach der Wölfe. Bei einem Marktwert von 690.000 muss man daher zuschlagen.

Örjan Nyland (FC Ingolstadt, 820.000)

Diese Kaufempfehlung macht auf den ersten Blick vielleicht nicht sonderlich Sinn, schließlich wurde Nyland erst vor der letzten Partie von Martin Hansen im Tor abgelöst. Der Norweger gewann keines seiner 15 Bundesligaspiele, holte aber dennoch beachtliche 32 Comunio-Punkte in neun Einsätzen in dieser Saison. Trainer Markus Kauczinski benutzte trotzdem seine letzte Patrone und wechselte vor seinem Schicksalsspiel den Torhüter aus – ohne Erfolg. Ingolstadt verlor auch gegen Augsburg, Kauczinski wurde anschließend beurlaubt, auch weil Hansen beim Freistoßtor von Raul Bobadilla alles andere als gut aussah. Noch haben die Ingolstädter keinen neuen Trainer präsentiert, aber solange Michael Henke interimsweise am Ruder ist, dürfte er eher auf Nyland setzen. Henke, der bis zum Sommer noch Co-Trainer der Schanzer war und nun eigentlich als Klub-Repräsentant arbeitet, kennt Nyland eben noch aus der Vorsaison. Hansen kam erst im Sommer aus Den Haag.

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Thomas Kessler (1. FC Köln, 160.000)

Wer vielleicht ein bisschen zocken will, sollte mal ein Auge auf Kessler werfen. Zwar ist Timo Horn die unumstrittene Nummer eins im Tor der Kölner, aber der olympischer Silbermedaillengewinner verletzte sich am Mittwoch im Training am Knie und humpelte in die Kabine. Sollte sich die Verletzung als schwerwiegender herausstellen, wäre Kessler der Vertreter. Da ist natürlich viel Konjunktiv dabei, aber wer Kessler gerade günstig bekommen kann, sollte es ruhig mal probieren. Bei einem Marktwert von 160.000 gibt es schließlich kein Risiko.

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Autor: Marc-Oliver Robbers

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