Dreht gut auf: Hoffenheims Reiss Nelson

Foto: © imago / Jan Huebner
Wer zu wenig Geld oder zu viel Phantasie hat, um sein Team mit Paco, Alfred oder Lewa zu verstärken, sollte jetzt gut aufpassen. Denn wir präsentieren drei Knaller und ein Schnäppchen.

Reiss Nelson (TSG Hoffenheim, 3.210.000)

Reiss Nelson ist mit reichlich Vorschusslorbeer aus London nach Hoffenheim gekommen – und mit großen Ambitionen. Bei Arsenal packte der dynamische Außenstümer (noch) nicht den Sprung aus der Nachwuchsabteilung in den Profikader von Unay Emery, in der Bundesliga wollte Nelson es seinem Landsmann Jaden Sancho (Borussia Dortmund) gleich tun und auf hohem Niveau Spielpraxis sammeln. Der Plan scheint für beide Seiten aufgehen zu können: Dreimal kam der 18-Jährige inzwischen zum Einsatz, zwei Tore gelangen dem jungen Engländer bereits.

18 Punkte stehen so zu Buche, zu denen sich noch einige weitere gesellen könnten. Denn der schnelle Mann aus London entwickelt sich zum Vorzeigeeinwechsler im Arsenal von TSG-Trainer Julian Nagelsmann und wie wir alle inzwischen wissen, haben sich die Chancen mit neuem Bewertungspartner erhöht, mit Jokern ordentlich zu punkten. 

Jean-Paul Boëtius (1.FSV Mainz 05, 1.010.000)

„Ballsicherheit in torgefährlichen Räumen, sich zwischen den Linien viel zu bewegen, mit dem ersten Kontakt weg zu sein. Dynamik für den Tiefensprint, wenn Mateta oder Burkardt seitlich ausbrechen, damit wir von der Zehn aus auf geradem Weg in den Strafraum laufen können“, so will 05-Trainer Sandro Schwarz für Dominanz und Torgefahr sorgen. „Das bringt Jean-Paul alles mit und seit Samstag wissen wir auch, dass er es in der Bundesliga umsetzen kann“, berichtete Schwarz jüngst über den Auftritt seines Neuzugangs von Feyenoord Rotterdam. Und Dominanz und Torgefahr sind die Grundvoraussetzung dafür, dass die Reinhessen auf ihre schmalen vier Saisontore schleunigst ein paar weitere draufsatteln. Der torgefährliche Boëtius könnte zu einem echten Schlüsselspieler werden, sollte der Trainer weiter – wie gegen Hertha BSC praktiziert – im weiteren Saisonverlauf öfter im 4-4-2 mit Raute auflaufen lassen.

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Luka Jovic (Eintracht Frankfurt, 3.830.000)

„Er hat eine Kaufoption, da brauchen wir uns gar keinen Kopf machen. Und zum gegebenen Zeitpunkt werden wir die auch ziehen, das ist klar“, verkündete Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic jüngst zum Status seines Leihspielers Luka Jovic, der bis Ende der Saison von Benfica Lissabon ausgeliehen ist. Der technisch starke, kreative Stürmer mit dem explosiven Antritt läuft langsam heiß und positioniert sich neben Sebastian Haller, der an den ersten fünf Saisontoren direkt beteiligt war und WM-Fahrer Ante Rebic als weitere Offensivwaffe bei den Hessen. Mit zwei Treffern in den beiden letzten Spielen dürfte Jovic vorerst gesetzt sein, zumal Rebic bekanntlich am kommenden Spieltag gesperrt fehlen wird.

Max Kruse (SV Werder Bremen, 10.290.000)

Werfen wir zum Abschuss noch einen Blick nach ganz oben im Regal: Da liegt mit Max Kruse ein echter Punktehamster, denn der Bremer punktet immer, egal ob mit oder ohne Tor. Diese Sammelleidenschaft sorgte zuletzt für zweimal torlose vier Punkte, was eine solide „Fall back“-Punktzahl ist, wenn dein Stürmer nicht trifft. Totalausfälle sind im System Kruse nicht vorgesehen. Der Joker: Der Werder-Kapitän ist der sicherste Elfmeterschütze der Liga, alle zwölf Versuche landeten im Netz. In dieser Saison traf der 30-Jährige bisher einmal vom Punkt und einmal aus dem Spiel – das reicht für starke 38 Punkte. Das haben noch teurere Kollegen wie Lewandowski (37), Reus (36), Robben (35)oder Werner (34) noch nicht zustande gebracht.

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Autor: Till Erdenberger

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