Renato Steffen: Das Momentum auf seiner Seite?

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Um für unter 2 Millionen das Momentum ins Team zu holen, lohnt sich ein Blick in die vermeintliche zweite Reihe. Dort sind die Preise noch nicht verdorben und es gibt sie noch: Die schönen Überraschungen.

Marco Richter (FC Augsburg, Sturm, 1.630.000)

Für den FC Augsburg verlief der Saisonstart äußerst erfolgreich, nach zwei Partien stehen gute vier Punkte auf der Habenseite. Und das ist auch ein Verdienst von Marco Richter, für den es sogar richtig gut läuft: Zweimal in der Startelf, eine Vorlage, acht Comunio-Punkte. Dass sich der junge Mann, der 2012 aus der Bayern-Jugend in den FCA-Nachwuchs wechselte und in der vergangenen Saison sein Debüt im Profibereich feierte, in der Vorbereitung in die erste Elf spielen würde, war angesichts der prominenten Offensivkonkurrenz um Ji, Gregoritsch, Caiuby, Hahn und Co. nicht unbedingt zu erwarten – umso nachhaltiger verankert sich der 20-Jährige gerade in der Stammformation. Eine Investition, über die man nachdenken sollte.

Renato Steffen (VfL Wolfsburg, Mittelfeld, 1.620.000)

Hätte man so auch nicht gedacht: Der VfL Wolfsburg, in der vergangenen Saison noch beinahe abgestiegen, muss die neue Runde gegen den hochambitionierten FC Schalke und den selbsternannten Champions League-Kandidaten Bayer Leverkusen ran – und geht mit zwei Siegen und sechs Punkten als Zweiter der Bundesligatabelle in die Länderspielpause. Uff. Ein Gesicht des Superstarts: Renato Steffen. Der Schweizer scheint von den langen Bemühungen der VfL-Verantwortlichen um Maxim Cornet angestachelt worden zu sein. „Wenn ich gute Leistungen zeige, brauchen wir keinen mehr auf der rechten Seite“, kommentierte der Rechtsaußen den letztlich (vorerst) gescheiterten Transfer seines Konkurrenten – und beantwortete die derart geäußerte Kritik gleich noch mit einem Tor gegen Bayer Leverkusen. „Ich muss diese Leistung jetzt konservieren“, nahm sich der Nationalspieler schließlich für den weiteren Saisonverlauf vor. Wenn das gelingt, könnte er doch dein Mann sein, oder?

Marktwertgewinner der Woche – KW 36: Camacho und andere Momentum-Spieler
In Form: Ignacio Camacho vom VfL Wolfsburg

Fünf Spieler waren an den ersten zwei Spieltagen überraschend gut aufgelegt. Neben Wolfsburgs Camacho befindet sich ein Stürmer der TSG Hoffenheim auf dem aufsteigenden Ast. Comunio-Schnäppchen gibt's in Hannover und Düsseldorf.

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Pierre Kunde (1.FSV Mainz 05, Mittelfeld, 1.900.000)

Jean-Philippe Gbamin: Verletzt. Danny Latza: Verletzt. Pierre Kunde: Mann der Stunde! In der Mainzer Mittelfeldzentrale hat sich die einst komfortable Personalsituation schon zum Saisonstart kurz mal angespannt. Gbamin verletzte sich im Auftaktspiel, sodass Neuzugang Kunde (kam für 7,5 Millionen Euro von Atlético Madrid) schnell Verantwortung neben Ridle Baku übernehmen musste. Und der Kameruner erledigte seine Sache, wie erhofft: Robust, dynamisch und mit der Lust auf Abschlüsse, sobald der gegnerische Strafraum in Sichtweite ist. Da sowohl Gbamin als auch Latza nach der Länderspielpause noch ausfallen werden, wird Kunde auch gegen den FC Augsburg wieder seinen Platz auf der Mainzer „Sechs“ einnehmen – und wieder torgefährlich sein. Wenn es mal einschlägt, gibt es richtig Punkte – aber nicht nur.

Matthias Zimmermann (Fortuna Düsseldorf, Abwehr, 1.830.000)

Wenn sie in Düsseldorf am Saisonende tatsächlich den Klassenerhalt feiern können, werden sie in der Analyse diesen Transfer als einen der wichtigsten Mosaiksteinchen feiern: Matthias Zimmermann, gekommen vom VfB Stuttgart, bringt richtig Qualität in die Hintermannschaft des Aufsteigers – und sicherte mit seinem Treffer sogar gleich persönlich den durchaus überraschenden ersten Punkt der Rheinländer in Leipzig. „Ich kann nach meinem Kreuzbandriss ja erst seit fünf Monaten wieder Vollgas geben – und dann kann ich so eine Leistung abrufen in der Bundesliga, das ist für mich ein Riesenschritt“, kommentierte der Verteidiger seinen Auftritt in Leipzig. „Noch ein paar Spiele – dann bin ich noch besser. Es gibt keine Grenzen!“ Mit 17 Punkten nach zwei Spieltagen ist Zimmermann aktuell der sechstbeste Spieler der Liga – zumindest bei Comunio.

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Autor: Till Erdenberger

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