Gut in Form: Hannovers Walace

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Während sich die einen in Europa verausgaben, können die anderen sich gezielt aufs Wochenende vorbereiten. Wir haben vier Kandidaten für euer Mittelfeld Garantiert frei von internationalem Stress!

Walace (Hannover 96, 2.740.000)

Die letzte Saison war ein Jahr zum Vergessen für Walace: Mit dem HSV abgestiegen, dazwischen immer wieder ordentlich für Ärger gesorgt, aus dem Kader verbannt und dann doch schon auf dem Weg mit in die zweite Liga – bis Hannover 96 spät in der Vorbereitung doch noch zugriff und den Brasilianer verpflichtete. Wie sich inzwischen immer mehr andeutet: Ein Deal, der sich für alle Beteiligten auszahlt. Die Niedersachsen sicherten sich einen zuverlässigen Mittelfeldspieler, Walace selbst konnte sich in einem etwas stabileren Umfeld wieder ins Blickfeld der Selecao spielen, Ende September gehörte er sogar wieder mal zum Aufgebot von Nationaltrainer Tite.

Nur 45 Minuten verpasste der Goldmedaillengewinner von Rio in dieser Saison bisher (am 6. Spieltag gegen Eintracht Frankfurt), ansonsten liefert der 23-Jährige in der Mittelfeldzentrale solide Wertarbeit ab, sammelte 24 Punkte und überzeugte zuletzt beim 2:2 in Leverkusen. Für unter drei Millionen ein sinnvolles Investment.

Danny Latza (1. FSV Mainz 05, 1.470.000)

Aus dem Krankenstand quasi direkt in die Startelf gegen die Bayern? Diese „Blitzkarriere“ könnte dem wieder genesenen Danny Latza am kommenden Wochenende bevor stehen. Der Sechser, der seit April mit Adduktorenbeschwerden ausgefallen war, hat sich inzwischen wieder in den Kader zurück gearbeitet und durfte (oder „musste“?) zuletzt beim bitteren 0:4 in Gladbach sogar schon für eine halbe Stunde ran.

Unfreiwillig profitieren dürfte Latza jetzt von der Verletzung eines Teamkollegen: Wie der Verein gestern verkündete, fällt Ridle Baku, bisher in der Mittelfeldzentrale – egal, ob in der Raute oder im klassischen 4-4-2 – gesetzt, für den Rest des Jahres aus. Traut Schwarz seinem routinierten Mittelfeldspieler, immerhin jahrelang Dreh- und Angelpunkt im Mainzer Umschaltspiel, schon mehr zu? Dann ist der 28-Jährige tatsächlich die erste Wahl als Baku-Ersatz für den Rest der Hinrunde. Und dann ist hier mindestens eine satte Wertsteigerung drin.

Marktwertgewinner der Woche – KW 43: Youngsters auf Höhenflügen

Neben Frankfurts Fünferpacker Jovic sticht in dieser Woche besonders ein Hoffenheimer heraus. Einen Dortmunder Defensivspieler hätten angesichts der starken BVB-Offensive wohl nicht viele erwartet. Die Spitze gehört Hannover.

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Mike Frantz (SC Freiburg, 1.820.000)

Solide Hausmannskost gibt es in Freiburg: Das gilt für die Punktausbeute des Sportclubs genauso wie für die Leistungen ihres Mittelfeldspielers Mike Frantz. Der ehemalige Nürnberger, der immerhin auch schon seine neunte Bundesligasaison spielt (und tatsächlich zwei Jahre mit Minuspunkten in der Vita stehen hat), hat sich nach einer schweren Verletzung in der Vorsaison längst wieder im Mittelfeld der Streichtruppe festgebissen. Dass seine Mannschaftskollegen ihn vor der Saison zum Kapitän wählten zeigt, welchen Stellenwert sich der 32-Jährige im Breisgau erarbeitet hat. Mit großem Zweikampfhunger dürfte sich die Allzweckwaffe auf die anstehenden, durchaus ambitionierten Aufgaben freuen: Am Wochenende kommt Borussia Mönchengladbach an die Dreisam, dann führt der Spielplan Frantz und Co. nach München.

Valentino Lazaro (Hertha BSC, 5.080.000)

Dieser Österreicher ist eine echte Granate: Valentino Lazaro begeistert in dieser Saison die Hertha-Fans und vor allem alle Comuniomanager, die sich früh die Dienste des 22-Jährigen gesichert haben. Nachdem der ehemalige Salzburger in der abgelaufenen Runde mit zwei Toren und sechs Assists schon auf Leihbasis überzeugt hatte, macht der 14-fache Nationalspieler – inzwischen fest verpflichtet – einfach genauso weiter: Schnelligkeit, Kreativität, Spielwitz und eine dynamische Vorwärtsverteidigung sind die Zutaten, die Lazaro dem Berliner Menü beimischt. Dass Pal Dardai den Mittelfeldspieler inzwischen zum Rechtsverteidiger umgeschult hat, hat dessen Einfluss auf das Spiel der Alten Dame nicht gemindert – im Gegenteil.

Nachdem der Marktwert von Lazaro vor zwei Wochen auf 7.610.000 hochgeschnellt war, gibt es den verteidigenden Mittelfeldspieler aktuell rund eine Million günstiger. Für 38 Punkte und Stammplatzgarantie in einer der positiven Überraschungsteams der Liga ist das ein mehr als sinnvoller Kurs.

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Autor: Till Erdenberger

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