Ridle Baku: Erstaunlich reif, erstaunlich gut.

Foto: © imago / Jan Huebner
Der erste Spieltag hat reichlich Gewinner produziert, nur eines der neun Auftaktspiel endete unentschieden. Wir haben vier junge Gewinnertypen mit Punktepotenzial für dich, die dir Freude machen könnten.

Ridle Baku (1.FSV Mainz 05, 1.970.000)

Die Geschichte von Ridle Baku ist schon tausendfach erzählt worden, auserzählt ist sie aber noch lange nicht: Der 20-Jährige, der zum Ende der vergangenen Saison buchstäblich aus dem Bus der zweiten Mannschaft in die Zentrale eines Bundesligisten gestolpert ist, hat in Mainz in der Vorbereitung überzeugt und sich den Platz neben Jean-Philipp Gbamin im 05-Mittelfeld erarbeitet. Und Baku erledigt seine Sache mit so großer Souveränität, dass er in der aktuellen Ausgabe von „11 Freunde“ neben Multimillionenmann Thilo Kehrer und Bayer Leverkusens Kai Havertz als eine der großen Nachwuchshoffnungen des deutschen Fußballs inszeniert wird. Mit einem Marktwert von unter zwei Millionen hat der Mann aus dem Bus noch lange nicht ausperformt.

Tobias Strobl (Borussia Mönchengladbach, 1.750.000)

Dieser Mann ist nichts für die Ewigkeit, aber Freunde des „Hire&Fire“, die gerne kurzfristig Punkte und Euro mitnehmen, können hier ein wachsames Auge riskieren. Denn Gladbachs Tobias Strobl hat sich nach einer Seuchensaison mit Kreuzbandriss auf Anhieb und durchaus überraschend in die erste Elf der Fohlen gespielt – und Weltmeister Christoph Kramer vorerst auf die Bank verdrängt. „Ich habe die Saisonvorbereitung voll durchziehen können, hatte keine Probleme, ich finde, dass ich wirklich momentan ganz gut drauf bin, der Trainer hat mir das Vertrauen gegeben, in der Startelf zu stehen. Ich hoffe, ich habe es zurückgezahlt. Aber wir haben eine sehr gute Mannschaft, da wird es den einen oder anderen noch öfters treffen“, gibt sic der 28-Jährige noch zurück haltend. Gegen den FC Augsburg wird Strobl nach dem erfreulichen 2:0-Auftaktsieg gegen Bayer Leverkusen sicher noch einmal das Vertrauen des Trainers genießen. Nach der Länderspielpause dürfte es für den Ex-Hoffenheimer dann aber schon eng werden.

05-Neuzugang Jean-Paul Boëtius: Neue Chance, neues Glück?
Flankt künftig für Mainz 05: Jean-Paul Boetius

Jean-Paul Boëtius hat sich bei Feyenoord aufs Abstellgleis manövriert, in Mainz soll er wieder auf die Überholspur wechseln. Wir checken: Was bringt der Linksaußen mit, wo geht die Reise hin?

weiterlesen...

Rani Khedira (FC Augsburg, 1.650.000)

Gute Quote: In seinem ersten Jahr beim FC Augsburg, stand Rani Khedira 2017/18 27-mal in der Bundesliga in der Startelf, insgesamt kam der Ex-Leipziger 30 Spiele für den FCA. Dass es für das Team von Trainer Manuel Baum am Ende nur gegen den Abstieg ging, hat in der Rosenau für wenig Begeisterung gesorgt. „Das ist nicht mein Anspruch und nicht unser Anspruch. Das muss man offen sagen“, kommentierte der 24-Jährige während der Vorbereitung – und den Worten folgten zum Saisonstart Taten, mit einem Auftaktsieg in Düsseldorf startete man bekanntlich erfolgreich in die neue Runde. Und der tunesische Nationalspieler lieferte eine ansprechende Leistung in der Mittelfeldzentrale ab und sammelte vier Comunio-Punkte. „Es macht Lust auf mehr. Das wollen wir jetzt im Heimspiel gegen Gladbach gleich bestätigen und einen draufpacken“, verriet der Sechser der Augsburger Allgemeine. Noch einmal so eine Vorstellung von Khedira und mindestens seine Manager dürfen sich freuen.

Ondrej Duda (Hertha BSC, 1.790.000)

Ob Herthas Spielmacher Ondrej Duda jetzt, im dritten Jahr in der Hauptstadt, endlich eskaliert? In seinen ersten beiden Spielzeiten bei der Alten Dame kam der Slowake auch verletzungsbedingt nur auf 20 Einsätze, jetzt soll es für den Hochbegabten endlich losgehen. „Ich will niemanden anlügen. Ich habe mir vor einem Jahr große Ziele gesetzt. Dann saß ich aber oft auf der Bank, bekam selten die Chance zu spielen. Ich muss regelmäßig spielen, dann kann ich sehen, wie weit ich bin und welche Ziele ich mir stecken kann“, sagte Duda in der Vorbereitung, aus der er als einer der Gewinner im Team von Pal Dardai hervorging. Und der 23-Jährige ist auf einem guten Weg, zum Saisonauftakt stand er in der Startformation und sicherte den 1:0-Sieg gegen den Aufsteiger aus Nürnberg mit. Sein Trainer setzte dem jungen Mann im August die Pistole auf die Brust: „Ich will nach seinem Vertragsende nicht sagen, dass der Manager und ich bei ihm daneben gelegen haben.“ Duda muss liefern. Gute Voraussetzungen für ein Investment.

Du spielst noch nicht Comunio? Hier entlang – kostenlos!

Autor: Till Erdenberger

Alle Beiträge von Till Erdenberger »