Würden Sie diesem Herrn Ihr Geld anvertrauen? Wir schon!

Foto: © imago / Photoarena/Eisenhuth
Keine Schnapper, aber eine punktebringende Abrundung für jeden Kader – mindestens in der Breite. Wir haben für euch vier Kandidaten für die finale Investition vor Saisonstart.

Christian Günter (SC Freiburg, Abwehr, 1.610.000)

Christian Günter spielt seit der C-Jugend beim SC Freiburg, erst im Juni wurde sein Vertrag verlängert: Keine Frage, der Verteidiger ist eines der Gesichter beim Sportclub. Das aber nicht nur aus Gründen der Gewohnheit, sondern vor allem aus sportlichen: In der vergangenen Saison stand der Linksverteidiger in jeder einzelnen Bundesligasekunde der Breisgauer auf dem Platz, überzeugte mit einem Tor und drei Vorlagen. In der anstehenden Runde ist der 25-Jährige natürlich wieder gesetzt – und dürfte wieder viel Zeit mitbringen, um Punkte zu sammeln.

Pablo de Blasis (FSV Mainz 05, Sturm, 1.690.000)

Es ist ein bisschen paradox, wie sich die Situation um den FSV-Argentinier Pablo de Blasis in der Sommerpause entwickelt hat. Unmittelbar nach dem letzten Spieltag und dem gesicherten Klassenerhalt – zu dem der kleine Außenstürmer mit wichtigen Toren beigetragen hatte – gab der Publikumsliebling einigermaßen überraschend bekannt, dass er sich bei den Rheinhessen nicht gewertschätzt fühle. Also werde er seinen bis 2019 laufenden Vertrag nicht erfüllen und seine Karriere lieber in Spanien oder Italien ausklingen lassen werde. Nun ist es aber so – und das mussten auch de Blasis und sein Berater lernen – dass man auch in Serie A und La Liga nicht auf einen 30-Jährigen aus dem deutschen Tabellenkeller wartet.

So zogen die Tage ins Land, de Blasis trainierte fleißig, präsentierte sich tadellos – und hat sich inzwischen ziemlich sicher in die Startelf für den Bundesligaauftakt gegen den VfB Stuttgart gespielt. Den deutlichen Pokalsieg in Aue leitete der Argentinier mit einem wichtigen Ballgewinn schon einmal mit ein.

Marktwertgewinner KW 34: Maxim und Co. – Pokalhelden und andere Schnäppchen obenauf
Guter Start: Alexandru Maxim von Mainz 05 im Pokal

Neben dem Mainzer Maxim konnten sich auch Spieler von Hertha BSC, der TSG Hoffenheim und Hannover 96 in der Vorbereitung sowie im Pokal empfehlen – und so vor dem Bundesligaauftakt ihren Wert steigern.

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Fabian Johnson (Borussia Mönchengladbach, Mittelfeld, 1.640.000)

„Wenn man trifft, bekommt man Bestätigung von außen. Und mir selbst zeigt es, dass ich nichts verlernt habe“, beschrieb Fabian Johnson Ende Juli seinen Blitzstart in die Vorbereitung. Und warum es für in im neuen, von Dieter Hecking eingeführten 4-3-3 so gut passt: „Ich kann meine Schnelligkeit gut einbringen. Ein Spieler, der unbedingt zwei Gegner ausspielen muss, bin ich nicht. Bei mir geht es direkt nach vorne. Ich bin am liebsten Linksaußen. Das weiß der Trainer auch und setzt mich deshalb dort ein. Ich gehe davon aus, dass ich bei ihm auf dieser Position eingeplant bin.“ Inzwischen ist klar, dass der US-Nationalspieler angesichts der starken Konkurrenz nicht die allererste Wahl ist, sondern sich wohl hinter Raffael anstellen muss. Aufgrund seiner defensiven Qualitäten dürfte Johnson jedoch je nach Gegner und Ausrichtung auf seine Spielzeit kommen.

Dominik Kohr (Bayer Leverkusen, Mittelfeld, 1.940.000)

In Leverkusen haben sie diese Saison Großes vor, eine Rückkehr in die Champions League dürfte es schon sein. Das mühsame Pokal-1:0 in Pforzheim konnte mit diesen Zielen noch nicht so richtig mithalten, doch so ging es in der ersten Runde ja vielen „Großen“. Bayers Mittelfeldspieler Dominik Kohr verriet vor der Saison, wo die Reise hingehen soll – und warum: „Unser Ziel ist primär ein Champions-League-Platz – aber es ist natürlich ein großer Traum, endlich auch mal einen Titel zu gewinnen. Wir haben großes Potenzial und sind heiß auf die neue Saison. Ob es dann Meisterschaft, Europa League oder Pokal wird, werden wir sehen. (lacht) In jedem Fall hat unser junges Team ein weiteres Jahr Erfahrung gewonnen und wir sind als Mannschaft weiter zusammengewachsen.“ Kohr selbst hat in der vergangenen Saison 28 Bundesligaspiele an Erfahrung zugelegt – ein bemerkenswerter Wert in einem starken Bayer-Ensemble. In diese Runde geht „Hard-Kohr“ voraussichtlich erstmal als Backup, angesichts der Mehrfachbelastung wird der 24-Jährige aber ganz schnell auf Einsätze kommen!

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Autor: Till Erdenberger

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