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Der BVB schlittert seit Rückrundenbeginn durch ein Formtief, der sicher geglaubte Punktevorsprung ist dahin. Trotz der Schwächephase bietet der Dortmunder Kader weiterhin attraktive Spieler für Comunio-Manager. Comunioblog zeigt, welche Borussen sich aktuell lohnen.

Stand der Marktwerte: 06.03.2019

Jadon Sancho (13.620.000, 140)

Dass der Junge gut ist hat er bereits vergangene Saison angedeutet, dass er allerdings so gut ist, damit konnte nun wirklich niemand rechnen. Jadon Sancho ist in dieser Saison so richtig beim BVB eingeschlagen, ist mit 140 Comunio-Punkten bester Dortmunder und im Gesamt-Ranking auf Platz sechs hinter Hazard, Lewandowski, Haller, Kimmich und Poulsen.

Für einen erst 18-jährigen sind Leistungsschwankungen normal, Sancho liefert jedoch fast jede Woche konstant ab. In der im Vergleich zur Hinrunde eher schwachen Dortmunder Rückrunde ist Sancho hinter Götze zweitbester Dortmunder, in sieben Spielen schoss der Engländer zwei Tore und sammelte 44 Punkte ein. 

Die Top-Elf des 24. Spieltags

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Abwehr: Ozan Kabak (VfB Stuttgart) - 20 Punkte

Lukasz Piszczek (Abwehr, 3.460.000, 75)

Dem BVB fehlt aktuell schlichtweg die nötige Abgezocktheit – vor allem in der Defensive. Dies ist auch kein Wunder, schließlich ist der aktuelle Abwehrchef Manuel Akanji gerade einmal 23 Jahre alt. Die Nebenmänner in der Viererkette Diallo (22), Hakimi (20) und Zagadou (19) sind allesamt jünger. Beim BVB dürfte man förmlich darauf warten, dass Routinier Piszczek (33) wieder einsatzfähig ist und mit seiner Erfahrung Sicherheit in die Abwehrreihen bringt. Der erfahrene Pole holte vor seiner Verletzung durchschnittlich 4,41 Punkte pro Partie.

Sein Marktwert fiel von über fünf Millionen auf inzwischen knapp über drei Millionen. Mit etwas Glück kann Vizekapitän Piszczek noch vor der Länderspielpause wieder mitwirken, ansonsten sollte er danach wieder dabei sein. Wenn er fit ist, ist er auf der rechten Seite gesetzt – Diallo oder (wohl eher) Zagadou dürften für den Oldie auf die Bank rutschen.

Mario Götze (Mittelfeld, 10.100.000, 76)

Ex-Nationalspieler (und „Bald-Wieder-Nationalspieler“?) Mario Götze schien beim BVB bereits seit längerem auf dem Abstellgleis, Lucien Favre schien zu Beginn der Saison – wie schon Stöger – nicht viel mit dem Spielertypen Götze anfangen zu können. An vorderster Front war Philipp von Spieltag eins an gesetzt, ein gewisser Paco Alcacer traf zudem aus fast jeder Lage. Auf der Zehn spielte zunächst Dahoud, dann Kapitän Reus. Ende September fand sich Götze sogar auf der Tribüne wieder. Ein Abgang im Winter? Kein Ausweg für Götze.

Der 26-jährige biss die Zähne zusammen – und erkämpfte sich schließlich seinen Platz im Team. Nicht im Mittelfeld, sondern als Mittelstürmer. Zugute kam ihm die Verletzung des zu Beginn so treffsicheren Alcacer, der inzwischen nicht mehr all zu treffsicher ist. Götze scheint seinen Stammplatz als Mittelstürmer aktuell sicher zu haben, steht aktuell bei vier Saisontoren. Über die gesamte Saison betrachtet holte Götze 4,47 Punkte pro Partie, sein Schnitt in der Rückrunde (6,68) liegt sogar deutlich darüber. Götze ist nicht mehr ganz günstig, in der aktuellen Form aber ein lohnender Mittelfeldmann.

Marktwertgewinner der Woche – KW 10: Stark und Co. mit Bestwerten!

Nach einer turbulenten Partie finden sich sowohl Herthas Stark als auch ein Stürmer von Gegner Mainz unter den Tops wieder. Ein BVB-Killer setzte sich an die Spitze – vor Bayerns zuletzt torgefährliches Arbeitstier.

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Marius Wolf (Sturm, 1.230.000, 17)

Zum Abschluss werfen wir noch einen Spieler aus der Kategorie „Spekulation“ in den Ring. Marius Wolf ist der absolute Shootingstar der abgelaufenen Saison. Mit hohen Erwartungen startete der 23-jährige beim BVB in die Saison – ab dem 5. Spieltag blieb Wolf aufgrund der großen Konkurrenz auf den offensiven Außenbahnen nur noch der Bankplatz. Die aktuelle Delle in der sonst so sauberen schwarz-gelben Saison könnte eine Chance für Wolf sein. Statt in der Offensive zu agieren, probierte Favre seinen Schützling aus der Not heraus auf der Rechtsverteidigerposition aus.

Gegen Nürnberg klappte dies am 22. Spieltag gut (0 Gegentore, 6 Comunio-Punkte), am Dienstag durfte wohl dann auf der großen Champions League-Bühne ran und spielte die meiste Zeit ebenfalls souverän. Nach Sofascore-Noten lieferte der Aushilfs-Rechtsverteidiger neben Axel Witsel die beste Dortmunder Leistung ab (beide 7,4). Besser bewertet wurden nur Tottenhams Jan Vertonghen (7,6) und Spurs-Keeper Hugo Lloris (8,8), der über sich hinaus wuchs. Sobald Piszczek zurück ist, dürften auch Wolfs Chancen wieder sinken. Bis dahin könnte man – aufgrund mehrer unsicherer Spiele Hakimis auf dieser Position – mit Wolf spekulieren.

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Autor: Markus Teschner

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