Hat einen langen Weg hinter sich: Augsburgs Andreas Luthe

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Torhüter sind eh schon ein rares Gut. Umso wichtiger ist es, schnell zuzuschlagen, wenn die Gelegenheit da ist. Wir schärfen eure Sinne und stellen vier Kandidaten vor, die ihr im Auge behalten solltet.

Andreas Luthe (FC Augsburg, 1.810.000)

Der Weg, den Andreas Luthe ins Tor des FC Augsburg genommen hat, war denkbar lang: Erst Ersatztorhüter hinter dem unumstrittenen Marvin Hitz, dann ein sich über die gesamte Vorbereitung erstreckender offener Zweikampf mit Fabian Giefer – und dann musste sich der 31-Jährige auch noch vier Spieltage wieder mit dem Platz auf der Bank begnügen. Nach mehreren schlimmen Patzern von Konkurrent Fabian Giefer durfte Luthe dann ran – und holte gegen den FC Bayern direkt zehn Punkte. Auch, wenn dem ehemaligen Bochumer in den folgenden fünf Spielen nur noch weitere zehn Punkte gelangen, ist klar: Luthe ist ein solider Erstligakeeper. Und der ist in der Phalanx der Topkeeper (nach Punkteschnitt) mit Abstand die günstigste Variante.

Ralf Fährmann (FC Schalke 04, 2.290.000)

Bei Ralf Fährmann herrschen derzeit Einstiegskurse! Bekanntlich musste Schalkes unangefochtene Nummer eins zuletzt verletzungsbedingt dreimal aussetzen, entsprechend ist der Marktwert des 30-Jährigen ordentlich in den Keller gerauscht. Zumindest für die Verhältnisse des so konstanten Schlussmanns, der in den letzten fünf Saisons satte 566 Punkte sammelte. So stand Fährmann vor seinem Ausfall bei einem Marktwert von 3.240.000, zum Ende der Vorbereitung waren es sogar 3.970.000. Am Sonntag dürfte der Torwart gegen seinen Ex-Verein Eintracht Frankfurt nun wieder in den Kasten der Königsblauen zurück kehren. Mit einem Schnitt von 3,14 Punkten pro Spiel ist Fährmann derzeit der fünftbeste Keeper der Liga.

Comunio aktuell: Schmerzen. Überall Schmerzen.
Genug rumgelegen: Schalkes Ralf Fährmann ist wohl wieder einsatzbereit

Das Wochenende hat wieder allerorten seinen Tribut gefordert: Hier zwickt´s, dort ist es ein bisschen mehr und woanders ist Pause angesagt. Es gab allerdings auch ein Comeback - und ein Schalke-Star steht wieder in den Startlöchern.

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Alexander Schwolow (SC Freiburg, 1.550.000)

Es ist schon ein bisschen her, dass Alexander Schwolow eine echte Sahnesaison hinlegte: 116 Punkte sammelte der Keeper 2016/17, auch den starken Leistungen seines Schlussmanns verdankte es der SC Freiburg, dass er damals ganz kurz Europa-Atmosphäre schnuppern durfte. Danach: Tristesse und enttäuschte Comunio-Hoffnungen. Denn letzte Saison gab es nur 66 Punkte und auch wenn der 26-Jährige von seinen Topwerten von damals noch entfernt ist, zeigt die Kurve wieder nach oben. Zwar gab es direkt zum Saisonauftakt -2 Punkte, danach gab es aber auch schon Glanzleistungen, die mit acht (gegen den VfL Wolfsburg) und zuletzt sechs Punkten (gegen den FC Bayern) honoriert wurden. Man weiß: Dieser Torwart kann ein echter Punktehamster sein, wenn er wieder zu alter Konstanz zurück findet. Bis dahin ist der Freiburger Schlussmann mit einem Marktwert von 1.550.000 ein Schnäppchen.

Jiri Pavlenka (SV Werder Bremen, 2.150.000)

Einer, der seinen Werten und seiner Form derzeit hinterher läuft, ist Jiri Pavlenka. Der Bremer Schlussmann holte letzte Saison 126 Punkte – und damit knapp vier Punkte im Schnitt pro Spiel. In der laufenden Runde krebst der Tscheche bei zwei Punkten pro Einsatz herum, das ist meilenweit entfernt von der Ligaspitze (Yann Sommer: 3,60, Peter Gulacsi: 3,80). Dabei wissen alle, zu was Pavlenka imstande ist. Und er hat es ja auch in dieser Saison schon gezeigt: Acht Punkte gab es beim 2:0 auf Schalke, sechs beim 2:0-Heimsieg gegen den VfL Wolfsburg. Doch vier Nullrunden haben dem 26-Jährigen den Schnitt versaut. Da ist so viel mehr drin!

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Autor: Till Erdenberger

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