Yussuf Poulsen, Jean-Kevin Augustin

Foto: © imago/Team2

Der Vizemeister der Saison 2016/17 gehört auch in der aktuellen Saison wieder zur Top 5 – ganz so fulminant wie in ihrer ersten Bundesligaspielzeit spielen die Bullen jedoch nicht. Lohnen sich die Leipziger trotzdem bei Comunio oder sind sie schlichtweg überteuert?

23 Spieltage sind absolviert – RB Leipzig steht mit 38 Punkten auf Platz 5. Bei Comunio reicht es „nur“ für Platz 7 – woran liegt’s und lohnen sich die Spieler des Vizemeisters in dieser Saison bei Comunio?

Die Abwehr: Könnte besser laufen, System wurde umgestellt

Torverhältnis von 36 zu 31. Hinten könnte es in dieser Saison durchaus besser laufen, schließlich haben selbst Clubs wie Werder Bremen (15. Tabellenplatz) weniger Treffer (28 Gegentore) kassiert. Die Schwäche in der Defensive ist auch dem Trainer der Bullen nicht entgangen und Hasenhüttl hat mit einem System-Wechsel reagiert. Abwehrchef und Kapitän Willi Orban, der mit 60 Punkten zugleich bester Leipziger Abwehrspieler bei Comunio ist, sagt dazu: „Wir haben umgestellt, sind viel griffiger und schärfer darauf, den Ball zu klären.” „Dass wir defensiv wieder kompakt sind, wird der Schlüssel zum Erfolg in den nächsten Wochen sein.”, meint der RB-Coach. Der Plan scheint aufzugehen: Gegen Gladbach und Augsburg stand zuletzt die Null, nur im Spiel am vergangenen Spieltag gegen Frankfurt waren die Leipziger wieder etwas nachlässiger (das Spiel ging 1:2 verloren).

Im vergangenen Jahr blühte mit David Compper ein Oldie bei den Leipzigern auf – in der aktuellen Saison spielte er aber überhaupt keine Rolle mehr und wurde mehr oder minder durch den 19-jährigen Dayot Upamecano ersetzt. Dieser spielt oft durchaus abgeklärt und dirigiert die Abwehr – doch ganz fehlerfrei spielt der Jungspund noch lange nicht. Bei Comunio hat der junge Innenverteidiger bislang 54 Punkte gesammelt und steht bei einem Marktwert von rund 4 Millionen. Seinen derzeit hohen Marktwert hat er vor allem seinem hervorragendem Spiel gegen den FC Augsburg am 22. Spieltag zu verdanken, an dem er sein erstes Saisontor erzielte und 13 Punkte einfuhr. Bekommt der Franzose noch ein wenig mehr Konstanz in sein Spiel, könnte er bei Comunio richtig interessant für die Zukunft werden. Noch ist er allerdings zu unkonstant (fünf Mal minus, vier Mal unbewertet und fünf Mal nur zwei Punkte), um zu den Comunio-Topscorern zu gehören.

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„SFK“-Mittelfeld kommt einfach nicht ins Rollen

SFK lautete das Mittelfeld-Traum-Trio der Leipziger in der Saison 2016/17. Sabitzer, Forsberg und Keita harmonierten hervorragend und es lief wie am Schnürchen für die drei und das komplette Team. Von dem fulminanten Trio sind zwar noch alle im Verein, doch so richtig will es einfach nicht mehr laufen. Über Forsberg und Keita hört man mehr Wechselnews als Neuigkeiten über gelungene Spiele und Torbeteiligungen. Keita wechselt im Sommer zum Klopp-Team nach Liverpool – ob es Forsberg ebenfalls wegzieht, steht noch nicht fest, ist aber durchaus im Bereich des Denkbaren (vielleicht ja zum AC Mailand?).

Forsberg hat in dieser Saison gerade einmal 27 Punkte geholt und einen Marktwert von 8 Mio. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt im Moment mal so gar nicht. Nun war der Schwede lange verletzt und dürfte schon bald wieder öfter spielen – dennoch bleibt abzuwarten, ob Forsberg nochmal so richtig Gas geben wird und an die Leistungen der Vorsaison anknüpfen kann. Keita hat 44 Punkte und einen Marktwert von 7,83 Mio. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist hier schon ein wenig besser, jedoch auch nicht wirklich berauschend – aktuell plagt sich Keita ebenfalls mit Wehwehchen herum. Besser schaut es da schon bei Sabitzer aus: Aktuell zahlen Comunio-Manager mindestens 8,13 Mio. und hätten in dieser Saison 66 Punkte mit dem Mittelfeldflitzer gemacht.

Bester Leipziger im Mittelfeld ist allerdings Neuzugang Bruma (der nach einem Schlag auf’s Knie momentan etwas kürzer treten muss). Der Portugiese hat sich bei den Sachsen gut eingelebt und in dieser Saison drei Tore erzielt (davon zwei in der Rückrunde). Ebenfalls solide präsentiert sich Defensiv-Allrounder Diego Demme (62 Punkte) – fliegt jedoch die meiste Zeit unter dem Radar. Dies führt dazu, dass er neben seinen namhaften Kollegen im Mittelfeld noch verhältnismäßig günstig zu haben ist und fast immer mindestens zwei Pluspunkte nach Hause bringt – Fans von „Kleinvieh macht auch Mist“ finden in Demme den perfekten Spieler.

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Werner/Poulsen hieß das fantastische RB-Sturmduo in der Vizemeister-Saison. Werner ist auch in diesem Jahr wieder bester Leipziger mit momentan 76 Punkten (10 Saisontore) – Poulsen blieb jedoch hinter seinen Erwartungen und brachte Comunio-Managern bisher maue 25 Punkte ein. Nichtsdestotrotz liegt sein Marktwert bei über 3 Mio. – das ist einfach zu teuer für die Leistung. Ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis lässt sich bei Sommer-Neuzugang Jean-Kevin Augustin finden: 60 Punkte bei einem Marktwert von knapp 4,5 Mio. – kann man mal machen. Im Spiel gegen Frankfurt erzielte der Franzose sein drittes Saisontor, seine stärkste Phase hatte er jedoch gleich zu Beginn der Saison und ließ dann etwas nach, weshalb sich sein Marktwert von über 9 Mio. (Stand November) fast halbiert hat.

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Autor: Markus Teschner

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