Vedad Ibisevic

Foto: © picture alliance / City Press

Für Hertha lief es in den letzten Wochen nicht mehr so gut, dennoch mischen die Berliner weiter oben mit. Auf welche Spieler sollte man setzen? Und auf welchen Positionen ist das Gedränge groß? Comunioblog analysiert den Kader der Hauptstädter.

Gerade mal sechs Punkte holten die Berliner aus den letzten sieben Partien. Das ist nicht gerade viel und weit von den Leistungen des ersten Saisondrittels entfernt, als man sogar auf einem Champions-League-Platz stand. Trainer Pal Dardai hielt schon damals den Ball flach und bemühte sich zu betonen, dass sein Team nicht so gut sei.

Ob das Understatement war oder die Wahrheit lässt sich noch nicht abschließend sagen, aber die Hertha muss auf jeden Fall schleunigst zurück in die Spur kommen, möchten sie abermals einen internationalen Wettbewerb erreichen.

Tor

Herthas Keeper befindet sich dabei nicht auf Abwegen. Rune Jarstein spielt eine herausragende Saison. Kein Torhüter holte bislang mehr Punkte (84) als der Norweger. In seiner vierten Saison hat er sich zum absoluten Leistungsträger entwickelt. Dementsprechend ist Ersatzmann Thomas Kraft auch chancenlos im Kampf um den Platz im Tor. Youngster Nils Körber spielt nach einer Meniskusverletzung ohnehin keine Rolle.

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Abwehr

Hinten rechts hat Peter Pekarik seinen Platz aktuell sicher. Das hängt aber in erster Linie damit zusammen, dass Mitchell Weiser schon seit sieben Partien aufgrund von Rückenproblemen ausfällt. Der U21-Nationalspieler zeigte bis zu seiner Verletzung starke Leistungen auf der rechten Seite, sei es als Verteidiger oder als Flügelspieler. Ein Comeback ist aber nicht in Sicht.

„Es ist wie verhext, Mitch ist immer noch nicht fit. Erst wenn er das Training bei Fitness-Coach Henrik Kuchno übersteht, kann er zu uns ins Mannschaftstraining. Ich wünsche mir, dass Mitchel die letzten acht bis zehn Spiele für uns bestreiten kann. Gerade in der Endphase wäre seine Dynamik wichtig fürs Team“, sagt Dardai in der „BZ“. 4,18 Punkte im Schnitt holte Weiser in seinen elf bewerteten Einsätzen.

In der Innenverteidigung haben die Berliner auch immer mal wieder Verletzungsprobleme. Dort sind sie aber so gut aufgestellt, dass der Coach Luxusprobleme hat, wenn alle Mann an Bord sind. Das Stamm-Duo ist John Anthony Brooks (13 Einsätze/ 3,23 Punkte pro Spiel) und Sebastian Langkamp (14 / 3,54), aber beide fielen immer mal wieder mit kleineren Blessuren aus, so dass auch Niklas Stark schon neun Einsätze in der Innenverteidigung (1,78 Punkte pro Spiel) sammeln konnte. Im Notfall ist auch Fabian Lustenberger eine Option – und sicher keine schlechte.

Links spielt Marvin Plattenhardt eine sehr gute Saison. 56 Punkte konnte er schon einsammeln, nur ein einziges Mal kassierte er Minuspunkte. Sollte er mal passen müssen, wie zuletzt gegen den FC Ingolstadt, steht mit Youngster Maximilian Mittelstädt eine vielversprechende Alternative bereit.

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Mittelfeld

Im defensiven Mittelfeld herrscht Gedränge. Mit Lustenberger, Per Ciljan Skjelbred und Stark gibt es eigentlich drei potenzielle Stammkräfte für zwei Positionen. Starks Polyvalenz sorgte dafür, dass bisher alle genug Einsatzzeiten bekamen. Zuletzt zog Skjelbred allerdings den Kürzeren. Auch der Brasilianer Allan und Vladimir Darida sind (offensivere) Optionen auf der Positionen.

Die Leihgabe aus Liverpool ist allerdings ins Hintertreffen geraten, weil er aktuell bei der U20-Südamerikameisterschaft weilt. Darida muss sich seine unumstrittene Stammposition nach seiner Sprunggelenksverletzung erst wieder erarbeiten. Valentin Stocker hat in der Abwesenheit des Slowaken im zentralen, offensiven Mittelfeld aufgeholt und bekam zuletzt sogar den Vorzug, wenn gleich Dardai diese Entscheidung schon zur Pause korrigierte.

Auf der rechten Außenbahn hat sich in Abwesenheit von Weiser Genki Haraguchi breit gemacht. Der Japaner, der auf der linken Seite furios in die Saison startete, fiel gegen Ende des Vorjahres in ein Leistungsloch. Jetzt hat sich Haraguchi wieder freigekämpft und 14 Punkte in den letzten vier Partien gesammelt. Stocker, der auch mal rechts randurfte und Alexander Esswein sind die Konkurrenten – zumindest solange Weiser nicht einsatzfähig ist.

Links hat Salomon Kalou eine erstaunliche Entwicklung genommen. Nachdem er in den ersten sieben Ligaspielen zumeist nicht mal im Kader stand, feierte er spätestens mit seinem Dreierpack am zehnten Spieltag gegen Gladbach ein beachtliches Comeback. Seitdem verpasste er nur ein Spiel aufgrund des Afrika-Cups. Allerdings sind die Leistungen des Ivorers zuletzt eingebrochen (-1 Punkt in den letzten sechs Spielen).

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Sturm

Er steht damit nicht alleine da, denn auch Kapitän Vedad Ibisevic sucht schon länger nach seiner Form. Der Angreifer traf zuletzt am zwölften Spieltag, handelte sich dabei eine Gelb-Rote-Karte ein und steht seitdem bei -10 Punkten. Hertha hat große Probleme, Chancen zu kreieren, schafft es häufig gar nicht im gegnerischen Strafraum zum Abschluss zu kommen und der ist nun mal der Lebensraum des Ex-Hoffenheimers.

Auch sein Backup Julian Schieber hat ähnliche Probleme. Außer einem Tor am 18. Spieltag gelang dem Brecher nicht so viel zuletzt. Das gilt ebenso für Stürmer Nummer drei. Sami Allagui konnte sich in seinen Jokereinsätzen nicht empfehlen, was nicht zwingend immer an den Stürmern festgelegt werden muss.

Vielleicht kann Mittelfeldspieler Ondrej Duda (MW 700.000) Abhilfe schaffen. Der slowakische Neuzugang, der aufgrund einer Kniereizung noch kein Spiel für die Hertha machen konnte, ist nun endlich fit und könnte dem Offensivspiel neue Impulse bringen. Duda ist seit dieser Woche im Mannschaftstraining und soll sich in der U23 Wettkampfhärte holen, um dann auch für die Bundesliga bereit zu sein.

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Autor: Marc-Oliver Robbers

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