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Jadon Sancho, Fiete Arp, Alexander Isak, Mikael Cuisance und Dan-Axel Zagadou: Wir haben uns die fünf jüngsten Spieler dieser Saison angeschaut und blicken auf ihr Comunio-Potenzial.

Jadon Sancho (Borussia Dortmund, Sturm, 2.760.000, 2 Punkte)

Mit 17 Jahren, 6 Monaten und genau 26 Tagen ist Jadon Sancho der jüngste eingesetzte Spieler der Saison 2017/18. Und als Ousmane Dembele zum FC Barcelona wechselte,  lagen wir mit unserer Prognose gehörig daneben, dass der Engländer frühestens in der Rückserie im BVB-Dress zu sehen sein wird. Nach seinem Kurzeinsatz gegen Frankfurt durfte Sancho sogar noch zehn Minuten im Klassiker gegen Bayern ran. Und das wunderte doch sehr, bekam er dort nämlich den Vorzug vor Andre Schürrle und Maximilian Philipp, der es überraschend gar nicht erst in den Kader geschafft hatte.

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Matthias Ginter (18 Jahre, 2 Tage): Man könnte meinen, hier wäre ein echter Torjäger am Start. Kurz nach seinem 18. Geburtstag ging es für den damaligen Freiburger los mit dem Toreschießen, am vergangenen Wochenende hat der heutige Gladbacher schon wieder zugeschlagen. Zwischen Ginters erstem und bislang letzten Bundesligatreffer liegen allerdings nur drei weitere. Und ein Weltmeistertitel. Auch nicht schlecht.

Der BVB setzt also weit früher auf sein Juwel als man ihm zugetraut hätte. Ein klares Indiz dafür auch die Absprache, dass Sancho nach der äußerst erfolgreichen Vorrunde bei der U17-WM in Indien wieder nach Dortmund zurückkehren musste, was bei Spieler und englischem Verband gleichermaßen für Irritationen sorgte. Nun ist Sancho ein ernstzunehmender Joker-Kandidat beim BVB, auch wenn die Konkurrenz auf seiner Position mit Spielern wie Pulisic, Yarmolenko, Philipp, Schürrle und perspektivisch Reus immens ist. Dennoch: Eine hoch interessante Personalie, die sich auch bei Comunio zumindest in Sachen Marktwert noch lohnen dürfte.

Jann-Fiete Arp (Hamburger SV, Sturm, 2.860.000, 18 Punkte)

Es deutet nicht gerade wenig darauf hin, dass diese Personalie so richtig durch die Decke gehen könnte. Ist sie ja auch eigentlich schon, denn mit 18 Punkten in gerade einmal 125 Einsatzminuten erübrigen sich weitere Fragen. Und noch einmal: Wir sprechen hier über einen 17-jährigen Schüler, der gerade das erste Mal Bundesliga-Luft schnuppert, sich aber so verhält, als wäre er schon immer dabei gewesen.

Nicht nur, dass Arp gegen Stuttgart volle 90 Minuten ran durfte, während ein namhafter Konkurrent wie Bobby Wood auf der Bank schmorte, nein, dieser junge Mann erinnert bisweilen an den jungen Lukas Podolski. Eiskalt im Abschluss, dazu äußerst gedankenschnell und auch noch technisch versiert. Wie Arp vor dem 3:1 gegen Stuttgart etwa seine Gegenspieler Pavard und Özcan wie lästige Fliegen mit einem Haken ins Leere laufen ließ und dann unhaltbar vollstreckte, hatte schon extreme Klasse. Und auch im Kombinationsspiel ist der erste 2000er-Jahrgang der Bundesliga-Historie versiert. Hier besteht eine dringende Kaufpflicht, denn neben einer rasanten Marktwertsteigerung – Arp legt aktuell nicht selten knapp eine halbe Million zu – darf man hier auch satte Punkte erwarten.

Alexander Isak (Borussia Dortmund, Sturm, 1.240.000, 0 Punkte)

So langsam erwartet man vom Wunderkind aus Schweden endlich mal den Durchbruch beim BVB – oder zumindest mal ein paar Einsatzminuten. In dieser Saison waren es nur fünf am 4. Spieltag gegen Köln. Was der gerade Volljährig gewordene Stürmer aber drauf hat, konnte man eindrucksvoll im Pokal gegen Magdeburg sehen. Mit einem Tor und einer Torvorlage und starker körperlicher Präsenz war er ein herausragender Aubameyang-Ersatz.

Bei allem Respekt vor Magdeburg , muss sich Isak in der Bundesliga aber erst noch beweisen. Doch er scheint sich langsam anzunähern. „Alex hat in der Vorbereitung einen großen Schritt nach vorn gemacht“, lobte etwa Teamkollege Nuri Sahin. Trotzdem fehlte Isak zuletzt gegen Bayern dann doch wieder im 18er-Kader. Die aktuelle Formkrise seines einzigen Konkurrenten Pierre-Emerick Aubameyang dürfte ihm jetzt aber in die Karten spielen. Der Gabuner kann die 90 Minuten schließlich auch nicht im 3-Tage-Rhythmus gehen. Comunio-Manager können sich aber leider nur in den seltensten Fällen sicher sein, dass Isak überhaupt zum Einsatz kommt. Von daher stellt der Schwede aktuell nur ein interessantes Spekulationsobjekt dar.

Mikael Cuisance (Borussia Mönchengladbach, Mittelfeld, 1.950.000, 12 Punkte)

Dass der 18-Jährige für sein Alter schon extrem weit ist, wird in Gladbach in aller Regelmäßigkeit betont und der Franzose hat tatsächlich auch schon einige beeindruckende Auftritte im Dress der Fohlen hingelegt. Cuisance tut vor allem dem Spiel nach vorne sehr gut, dass er bisweilen noch defensive Schwächen hat, zeigte die 1:5-Niederlage gegen Leverkusen.

Dennoch gibt es hier vor allem bei Comunio großes Potenzial. Selbst beim schwachen Auftritt gegen Leverkusen ging er nicht ins Minus. Ansonsten holte er pro benoteter Partie immer mindestens zwei Punkte. Auch wenn sein Marktwert aktuell ein wieder wenig sinkt, sollte man Cuisance dringend im Auge behalten.

Dan-Axel Zagadou (Borussia Dortmund, Abwehr, 2.770.000, 19 Punkte)

Der fünftjüngste Spieler dieser Saison ist in dieser Liste derjenige, der die meisten Einsätze auf dem Buckel hat. Neun Mal lief Zagadou in der Bundesliga auf, holte dabei  2,11 Punkte pro Spiel. Gar nicht mal schlecht für einen Spieler, der erst langsam herangeführt werden sollte und vor dieser Saison noch nie ein Profi-Spiel bestritten hat.

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Und sind wir mal ehrlich: Am Franzosen liegt es nicht, dass Dortmund derzeit ein Defensiv-Problem hat. Zagadou machte seine Sache als Aushilfs-Linksverteidiger richtig gut. Dort sollte er aber in naher Zukunft nicht mehr zum Einsatz kommen. Marcel Schmelzer und Raphael Guerreiro werden sich diesen Posten in den kommenden Wochen untereinander aufteilen. Als Innenverteidiger hat Zagadou, der seine Rotsperre abgesessen hat, aber gute Einsatzchancen an der Seite von Abwehrchef Sokratis: Marc Bartra wird derzeit auf der rechten Abwehrseite gebraucht und Ömer Toprak steckt aktuell zumindest in einem Formtief.

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Autor: Karol Herrmann

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