Foto: © imago / Sven Simon

Pal Dardai hat sein Korsett für den Saisonendspurt längst gefunden. Als beste Heimmanschaft der Liga gibt es ohnehin wenig Grund zum Wechseln. Doch jetzt wackeln einige Kandidaten.

Im von Dardai bevorzugten 4-2-3-1 haben tatsächlich ganze neun Akteure eine Stammplatzgarantie. Angefangen im Tor bei Rune Jarstein, in dieser Saison mit 104 Punkten übrigens der beste Comunio-Keeper, über die Innenverteidigung mit John Brooks und Sebastian Langkamp, bis hin zum zentralen Mittelfeld, wo Niklas Stark und Per Skjelbred auf der Sechs- und Valdimir Darida auf der Zehn gesetzt sind.

Neun Stammplätze sind sicher

Weiter vorne haben die Oldies Salomon Kalou (Linksaußen) und Vedad Ibisevic (Sturmzentrum) ihre Plätze sicher. Fehlt noch einer: und das ist Freistoßkönig Marvin Plattenhardt, der sich inzwischen als Linksverteidiger sogar in das Notizbuch von Jogi Löw gespielt haben müsste.

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Da Hertha sowieso nur noch auf einer Hochzeit tanzt, auf der es aber durchaus ernstzunehmende Europapokal-Ambitionen gibt, und Alternativen aktuell rar sind, lässt sich die Startelf der Berliner einigermaßen sicher vorhersagen. Wäre da nicht die Rückkehr von Mitchell Weiser. „Er macht den Unterschied“, sagte Dardai nach dem Comeback des rechten Flügelspielers gegen Dortmund.

Pekarik oder Haraguchi müssen weichen

Weiser hat in der Hinserie wahlweise als Rechtsverteidiger oder Rechtsaußen überragende Leistungen geboten, auch zu sehen am Comunio-Schnitt von 4,17 Punkten pro Partie. Je nachdem wo Weiser aufläuft, müssen Peter Pekarik oder Genki Haraguchi weichen. Es deutet vieles darauf hin, dass Dardai Weiser eher in der Offensive einsetzen will, zumal Haraguchi schlicht die Torgefähr fehlt.

Ansonsten drängen sich nur wenige Spieler für Einsätze auf: Fabian Lustenberger ist die erste Back-Up-Option im defensiven Mittelfeld. Er kommt außerdem ins Spiel, wenn ein Innenverteidiger ausfällt und Niklas Stark dann nach hinten rückt. Der Stellenwert des Schweizers ist unter Dardai aber insgesamt gesunken, deutlich zu sehen am Fakt, dass er ihm die Kapitänsbinde weggenommen hat.

Stocker aktuell außen vor

Regelmäßige Einsatzzeiten kann dann noch der amtierende Fritz-Walter-Medaillen-Gewinner in Bronze, Maximilian Mittelstädt, aufweisen. Sein Problem ist aber aktuell die bärenstarke Form von Marvin Plattenhardt.

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Zu den Verlierern zählt neben Alexander Esswein, der immer weniger Spielzeit bekommt, vor allem Valentin Stocker. In der Hinrunde schien es noch, als habe er den Durchbruch bei Hertha endlich geschafft, doch spätestens seit der Rückkehr von Vladimir Darida bleibt ihm nur noch die Bank. Zuletzt sogar viermal über die vollen 90 Minuten.

Das Prunkstück der Hertha bleibt aber sowieso die Defensive. Nur bei Comunio spiegelt sich die viertbeste Abwehr der Liga, die im Olympiastadion gerade einmal sechs Gegentore zugelassen hat, nicht unbedingt wider: Mit Marvin Plattenhardt und Sebastian Langkamp finden sich nur zwei Berliner in der Liste der Top-25 Verteidiger. Und das auch noch auf Platz 18 und 20.

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Autor: Karol Herrmann

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