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Mit Kevin Wimmer bekommt Hannover 96 den Ersatz für Salif Sane. Der Österreicher hat zwar Premier League gespielt, konnte dort aber kaum glänzen. Der Comunio-Check.

Position: Wimmer ist hierzulande noch bestens aus seiner Zeit beim 1. FC Köln bekannt, wo er ein absolut solider Innenverteidiger war. Der Österreicher hat in der vergangenen Saison aber auch gelegentlich als Linksverteidiger agiert. Bei Hannover ist er aber als Ersatz für den abgewanderten leistungsträger Salif Sane in der Zentrale eingeplant.

 

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Bisherige Karriere: 2012 holte der 1. FC Köln den damals 19-Jährigen Wimmer von LASK Linz in die Domstadt, wo er sich verhältnismäßig schnell in der 2. Bundesliga, später dann auch eine Klasse höher als Stammspieler unter Peter Stöger etablierte. 2014/15 machte er etwa 64 Comunio-Punkte. Das weckte Begehrlichkeiten auf der Insel und die Tottenham Hotspur sicherten sich den Österreicher für rund 6 Mio. Euro Ablöse. Doch der Wechsel auf die Insel kam einem Karriereknick gleich, denn Wimmer war nicht mehr als ein Backup-Verteidiger beim Klub aus London, kam in zwei Spielzeiten für die Spurs gerade einmal auf 15 Premier League Einsätze. Dennoch legte Stoke City im vergangenen Sommer 19 Millionen Euro (der englische Markt macht es möglich) für Wimmer auf den Tisch, nur um ihn dann zur Winterpause komplett auszusortieren. Darunter hat auch seine Laufbahn als Nationalspieler gelitten. Zuletzt lief Wimmer für Österreich im November 2016 auf, obwohl er jüngst nun wieder nominiert wurde.

Einstiegsmarktwert: Mit 3 Mio. ist Wimmer hinter Niclas Füllkrug und Ihlas Bebou gleich mal drittteuerster Hannoveraner. Ähnlich teuer sind aktuell Verteidiger wie Gladbachs Niko Elvedi oder Mainz‘ Abdou Diallo.

Situation: Wimmer ist zwar nur von Premier-League-Absteiger Stoke geliehen, doch die Niedersachsen besitzen eine Kaufoption in Höhe von 12 Millionen Euro. Sollte Hannover diese ziehen, müsste der Österreicher nicht  nur einschlagen, er müsste sich auch zu einem Führungsspieler – ähnlich wie sein Vorgänger Sane – entwickeln. Keine leichte Aufgabe für einen Mann mit extrem wenig Spielpraxis.

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Dennoch bekommt Hannover mit Wimmer einen Verteidiger, der seine Bundesliga-Tauglichkeit bereist bewiesen hat und mit 25 Jahren immer noch sehr viel Entwicklungspotenzial mitbringt. Auch seine Erfahrung in der Champions- und Europa League dürfte weiterhelfen.

Ein Stammplatz sollte für Wimmer auf jeden Fall herausspringen, die Konkurrenzsituation ist mit Felipe, Josip Elez, Florian Hübner und dem aufstrebenden Timo Hübers doch einigermaßen überschaubar.

Marktwertpotenzial: Ein wenig steigen dürfte es sicher noch, um die drei Millionen aber dauerhaft zu halten, müsste Wimmer zu einer Stütze seiner Mannschaft werden, was ihm aber durchaus zuzutrauen ist. Im unruhigen Umfeld von Hannover kann aber auch eine insgesamt sehr schwierige Saison anstehen.

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Autor: Karol Herrmann

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