Papadopoulos, Ostrzolek

Foto: © imago / DeFodi
Der Hamburger SV war trotz des Punktgewinns ein Verlierer des Spieltags und hängt weiter auf dem Relegationsplatz fest. Dabei ist der Trend absolut positiv. Seit die Spieler das System von Trainer Markus Gisdol verinnerlicht haben, gehören sie zu den besten Teams der Liga. Ist dieser Aufschwung auch bei Comunio zu spüren?

Nachdem Markus Gisdol die Mannschaft am sechsten Spieltag der laufenden Saison übernahm, brauchte er satte acht Bundesligaspiele, ehe er den ersten Sieg feiern konnte. Zuvor sprangen lediglich drei Punkte heraus und wie es in Hamburg üblich ist, wurde bereits wieder über eine Absetzung des Trainers spekuliert. 

Doch die Spieler brauchten einfach Zeit, um sich auf das umschalt-intensive Spiel Gisdols einzustellen. Zudem mussten sie erst ihre mit Steinen bepackten Rucksäcke, die der katastrophale Saisonstart mal wieder mit sich brachte, ablegen. 

Platz 4 seit dem 13. Spieltag

Das ist inzwischen gelungen und selbst ein kurzfristiger Rückfall in alte Zeiten – wie beim 0:8 in München – wirft die Mannschaft nicht mehr aus der Bahn. In den 13 Spielen seit dem ersten Gisdol-Sieg holte der HSV 23 Punkte. Legt man nur diese Spiele zu Grunde würde das Platz 4 in der Tabelle bedeuten, punktgleich hinter Hoffenheim. Und zwei Punkte vor dem Nordrivalen Bremen auf Platz 5. 

Eine Tatsache, die nicht so präsent ist, da Hamburg sich – wie auch Werder – trotz der Aufholjagd nicht aus dem Keller befreien konnte. Und so bleibt die Wahrnehmung der Rothosen eher negativ. Aber wie ist das bei Comunio? 

Drittbeste Abwehr! Schlägt sich Werders neue Stabilität auch bei Comunio nieder?
Robert Bauer, Felix Wiedwald

Bei Werder ist immer noch Abstiegskampf angesagt, aber defensiv haben sich die Bremer merklich stabilisiert. Doch spiegelt sich das auch bei Comunio wider? Comunioblog hat sich das mal angeschaut und reichlich Schnäppchenpotenzial entdeckt.

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Auf den ersten Blick sind die meisten Hamburger nämlich auch im Spiel nicht gerade die Punktehamster. Über die gesamte Saison gesehen, holt der HSV im Schnitt nur 14,4 Punkte pro Spiel. Nur Darmstadt ist schlechter. In der gesamten Ära Gisdol sind es auch 14,4 Zähler, mit dem Unterschied, dass die Lilien in dem Zeitraum sogar leicht besser (14,5) sind.

Das ist sicher kurios, lässt sich aber mit dem schwachen Start des Trainers begründen. Denn nimmt man nur die letzten 15 Spiele sind es immerhin schon 23,5 Punkte und Platz 15. Da fällt einem allerdings gleich die Diskrepanz ins Auge, stehen die Hamburger in der Tabelle im gleichen Zeitraum doch auf Platz 4.

Bayern-Desaster macht Schnitt kaputt

Das Desaster in München mit -76 Minuspunkten haut da natürlich richtig rein. Ohnehin zeigt die Mannschaft zwei Gesichter. Auswärts gab es seit dem 13. Spieltag nämlich nur zwei Siege (Darmstadt und Leipzig), im Volksparkstadion ist man dagegen seit Ende November ungeschlagen (sechs Siege, zwei Unentschieden). 

Und so liegen die Hamburger bei Comunio auswärts auf dem letzten Platz mit durchschnittlich 8,6 Punkten, in dem Heimspielen holen sie dagegen starke 41 Punkte pro Partie (Platz 6). Also sollte man vielleicht eher nur im Volkspark auf die Rothosen setzen.

Die besten Comunio-Spieler aller Zeiten

Bild 1 von 20

Platz 20: Timo Hildebrand (VfB Stuttgart, 1899 Hoffenheim, FC Schalke 04, Eintracht Frankfurt), 1058 Punkte

Das fällt vor allem bei den Offensivspielern auf. So finden sich mit Bobby Wood, Nicolai Müller, Filip Kostic und Aaron Hunt gleich vier Spieler unter den Top 100 der besten Heimspieler seit dem 13. Spieltag wieder. Rechnet man aber die Auswärtsspiele mit rein, sind nur noch Wood (73.) und Müller (77.) dabei und das auf den hinteren Plätzen. 

Nur eingeschränkt zu empfehlen

Die einzigen Abwehrspieler, die während des HSV-Aufschwungs gut gepunktet haben, sind Kyriakos Papadopoulos (46 Punkte) und Matthias Ostrzolek (47). Der Linksverteidiger ist aktuell für 2,2 Millionen zu haben. Mergim Mavraj, der in Köln eine sehr starke Hinrunde spielte, versaute sich durch das Bayern-Spiel den Schnitt und fällt noch länger aus. 

Und auch Gotoku Sakai, der beim Stolperstart noch einer der wenigen Lichtblicke war und auch dadurch zum Kapitän ernannt wurde, war zuletzt kein Faktor mehr. Nur 1,73 Punkte im Schnitt belegen das.

Trotz des Hamburger Aufschwungs sind die Rothosen nur eingeschränkt bei Comunio zu empfehlen. Das gilt in erster Linie für die Offensivabteilung und für Heimspiele. Aber wer kann es sich schon erlauben, Spieler nur für Heimpartien im Kader zu haben? 

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Autor: Marc-Oliver Robbers

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