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Der BVB macht es vor: In Frankreich gibt es Toptalente zu bezahlbaren Preisen. Und vermutlich werden bald noch mehr Franzosen in der Bundesliga spielen. Aktuell sind es 15 und sie haben 2016/17 beeindruckende 41 Tore erzielt. Der Franzosen-Check.

Ein Trio macht 71 Prozent der Punkte

Um es gleich vorweg zu nehmen: Drei Spieler sind für ganze 71 Prozent der Comunio-Punkte der Franzosen in dieser Saison verantwortlich. Ganz oben thront natürlich Anthony Modeste mit 193 Punkten. Mit 25 Saisontoren wäre er in den meisten Bundesliga-Spielzeiten locker Torschützenkönig geworden, so reicht es noch nicht einmal für eine Nominierung in der Equipe Tricolore.

Und selbst im optimistischen Köln haben alle auf den Einbruch von Modeste gewartet. Er kam aber nicht, weil er sich enorm weiterentwickelt hat und vor allem aus allen Lagen trifft, wie er will. Schade, dass es wohl seine letzte Saison sein wird, denn wenn die Chinesen wieder ernst machen, wäre es grob fahrlässig vom 1. FC Köln, den inzwischen 29-Jährigen nicht für 50 Millionen plus X ziehen zu lassen.

Senkrechtstarter Dembele – Ribery über dem Zenit?

Auf Platz 2 folgt Dortmunds Senkrechtstarter Ousmane Dembele (164). Bei diesem Jahrhundert-Talent hat der BVB einen besseren Riecher erwiesen als etwa Bayern bei Renato Sanches. Die Bilanz des 20-Jährigen: Sechs Tore, zwölf Assists und unzählige Dribblings für die Galerie.

Die besten zehn Comunio-Franzosen

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Platz 10: Josuha Guilavogui (VfL Wolfsburg), 137 Punkte (Stand: 11. Mai 2017), Bildquelle: Imago

Bei Franck Ribery auf Platz 3 dürfen 116 Punkte dann aber auch schon mal kritisch beäugt werden, zumindest gemessen an seinen Fähigkeiten. Er spielt eine für ihn unterdurchschnittliche Comunio-Saison, kommt aber auch nur auf 21 Einsätze und vier Tore. Es deutet sich ein wenig an, dass er den Zenit mit 34 Jahren überschritten hat.

Positive Überraschung: Romain Bregerie

Nach diesem Trio kommt lange nichts, dann folgt Bayerns Kingsley Coman mit 42 Punkten. Auch er hat sich sicher etwas mehr ausgemalt als 18 Saisoneinsätze, musste gegen Ende des Jahres aber auch länger pausieren. Immerhin hat Bayern die Kaufoption von Juventus gezogen. Coman besitzt beim Rekordmeister wohl eher eine Zukunft als Douglas Costa.

Gleich dahinter folgt dann schon eine Überraschung: Romain Bregerie kommt auf 41 Zähler. Der Schanzer Innenverteidiger hätte sicher noch mehr geholt, wurde aber erst unter Maik Walpurgis zum Stammspieler und schmälerte sein Ergebnis mit der Roten Karte am 28. Spieltag empfindlich.

Zwei für die Zukunft: Upamecano und Ntep

Wolfsburgs Abräumer Josuha Guilavogui kommt noch auf 38 Punkte. Ordentlich, bedenkt man, dass seine Karriere zu Beginn der Saison wegen eines Halswirbelbruchs auf Messers Schneide stand und er bei einem Abstiegskandidaten nur 18 Spiele absolviert hat.

Comduo: Fünf Stuttgarter für den Notizblock
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Platz 7 bis 10 gehen an Dayot Upamecano (RB, Leipzig, 18), Jonathan Schmid (Augsburg, 18), Paul-Georges Ntep (Wolfsburg, 14) und Benjamin Stambouli (Schalke, 14). Während die noch jungen Upamecano und Ntep zwar auf wenige Einsätze kamen, aber gerade zum Ende der Saison ihr großes Potenzial andeuteten, zählen Schmid und Stambouli sicher zu den großen Enttäuschungen der Franzosen. Schmid spielt seine mit Abstand schlechteste von sechs Comunio-Saisons, für Stambouli sind als gesetzter Sechser bei Schalke 14 Punkte bei einem Schnitt von 0,93 schlicht katastrophal.

Goldene Ananas für Kolo

Kölns Sehrou Guirassy (4 Punkte) gilt zwar als großes Versprechen, bleibt aufgrund seiner vielen Verletzungen aber weiterhin ein Phantom und ist praktisch ein Kölner Neuzugang 2017/18. Genau so viele Punkte holt auch der Mainzer Gaetan Bussman, der die guten Eindrücke aus 2015/16 nicht bestätigen konnte, größtenteils auch verletzungsbedingt. Die goldene Ananas geht aber ohne Zweifel an Gladbachs Timothee Kolodziejczak. Der Wintertransfer aus Sevilla hat es auf sagenhafte acht Bundesliga-Minuten geschafft, saß ansonsten nur auf der Bank. Prädikat: Fehleinkauf.

Ebenfalls null Punkte, aber aufgrund von zu wenigen Einsätzen nicht zu bewerten sind Mounir Bouziane, der eigentlich eher in der Mainzer Reserve zum Einsatz kommt und Gladbachs Mamadou Doucoure. Letzterem wird am Niederrhein jedoch schon eine große Zukunft als Christensen-Nachfolger prophezeit.

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Autor: Karol Herrmann

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