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In der Winterpause sind auch diesmal die Karten vielerorts neu gemischt worden. Einige Akteure gehen nach dem Eindruck des 18. Spieltags dabei als klare Gewinner hervor. 

Nübel und Kobel neue Stammtorhüter

Bei Augsburg hatten es die Spatzen noch von den Dächern gepfiffen, dass der kurzfristig aus Hoffenheim geholte Gregor Kobel die neue Nummer 1 werden könnte beim FCA, schließlich konnten weder Fabian Giefer noch Andreas Luthe den Ansprüchen genügen. Viel überraschender kam da schon der Torwartwechsel auf Schalke. Alexander Nübel löste Ralf Fährmann, nebenbei noch Kapitän, zwischen den Pfosten ab. „Er ist nicht frei im Kopf“, so die Begründung von Domenico Tedesco. 

Das Experiment darf auf Schalke spätestens nach der Glanzparade kurz nach Anpfiff als gelungen gewertet werden, auch wenn die Entscheidung durchaus für Irritation sorgte. Wer jetzt also noch Fährmann und Luthe in seinem Comunio-Kader hat, sollte sich schon mal umsehen. Nübel und Kobel sind noch deutlich unter einer Mio. zu haben. Während Nübel mit vier Punkten überzeugen konnte, gab es bei Kobels Premiere im FCA-Tor -2 Punkte.

Der Sofascore-Musterprofi: Michael Esser
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Es gibt wenig Hoffnung, dass Hannover 96 noch die Klasse hält. Dennoch ist ausgerechnet Keeper Michael Esser ein absoluter Top-Torhüter bei Comunio. Wir erklären anhand der Daten, warum.

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Posch, Langkamp und Hack mit aufsteigenden Aktien

Bei Werder Bremen hatte der Wechsel in der Innenverteidigung von Milos Veljkovic zu Matthias Langkamp bereits in der Vorbereitung angedeutet. Der Ex-Herthaner hat nach einer schwierigen Anlaufzeit in Bremen nun endlich einen Stammplatz und holte gegen Hannover solide vier Punkte, wobei er auch nicht allzu sehr gefordert war vom Gegner. Überraschender ist da schon die Personalie Stefan Posch, der bei Hoffenheim den Vorzug vor Kasim Adams und Havard Nordtveit erhielt. 

Dass bei Mainz aber Alexander Hack das Duell in der Innenverteidigung gegen Moussa Niakhate -immerhin einer der Top-Innenverteidiger der Hinrunde – für sich entscheiden würde, konnte wirklich niemand ahnen. Dabei betrieb Hack mit einem Tor sogar noch massiv Werbung in eigener Sache. Während er für knapp 1 Mio. Marktwert bei 5,6 Punkten im Schnitt als grandioses Schnäppchen durchgeht sind Langkamp (1,1 Mio) und vor allem Posch (2,2) schon deutlich teurer. 

Rode, Martinez und Zakaria gewinnen 

Auch auf den Mittelfeldpositionen hat sich die ein- oder andere Überraschung ergeben. So stand Sebastian Rode schon weit früher als gedacht in der Startelf bei Frankfurt und machte dort so eine gute Figur, dass er erst einmal im Team bleiben dürfte. Dass der Leidtragende aber ausgrechnet Jonathan de Guzman, herausragender Frankfurter Mittelfeldakteur der ersten Halbserie, dafür ins Gras beißen bzw. sich auf die Bank setzen musste, hätten wir so nicht gedacht. Auch nicht unbedingt zu erwarten war der Startelf-Einsatz von Javi Martinez bei Bayern, steht der Spanier bei Kovac doch irgendwie auf der Abschussliste. Ein Punktemonster wird der Defensiv-Spezialist für seinen satten Marktwert (3,4 Mio. bei 2,6 Punkten pro Spiel) aber nicht mehr.

Die Top-Elf des 18. Spieltags

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Tor: Yann Sommer (Borussia Mönchengladbach) - 12 Punkte | Bilderquellen: Imago

Bei Gladbach hat derweil Denis Zakaria dank der besseren Leistungen in der Vorbereitung Shootingstar Florian Neuhaus verdrängt, wenngleich bei diesem Stammplatzduell noch nicht das letzte Wort gesprochen sein dürfte. Während Rode mit knapp 4 Mio. schon überteuert scheint, ist Zakaria noch unter 2 Mio. zu haben.

 Rashica und Ducksch kommen spät

In etwa so viel kostet auch Milot Rashica, der nach völlig verkorkster Hinrunde, wo er oft froh sein konnte, überhaupt im 18er-Kader zu sein, extrem an sich gearbeitet hat. Und gemeint ist hier vor allem das Spiel gegen den Ball. Rashica profitiert derzeit davon, dass Yuya Osako beim Asien-Cup ist und hat sich gegen Hannover als Matchwinner, Torschütze und auffälligster Spieler in den Vordergrund gespielt. An sieben Torabschlüssen war er direkt beteiligt, das gab am Ende 11 Punkte. 

Ein ähnlicher Spätstarter wie Rashica könnte auch Marvin Ducksch werden. Das erste Halbjahr in Düsseldorf hätte für den amtierenden Zweitliga-Toschützenkönig nicht schlimmer laufen können (0 Tore, seit Anfang November ohne Einsatz). Jetzt hat sich der 24-Jährige in der Vorbereitung aber derart aufgedrängt, dass Friedhelm Funkel nicht mehr an ihm vorbeikam. Ducksch zahlte das Vertrauen mit einem wunderbaren Kopfballtreffer gegen Augsburg zurück und dürfte damit erst einmal die Nase vor Rouwen Hennings haben. Für derzeit 840.000 alleine aus wirtschaftlicher Sicht eine Kaufpflicht. 

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Autor: Karol Herrmann

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